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Sauer­land-Herbst: Tho­mas Clamor über­nimmt von Georg Scheu­er­lein

Die künst­le­ri­sche Lei­tung des Fes­ti­vals Sauer­land-Herbst liegt ab kom­men­der Spiel­zeit in den Hän­den des Chef­di­ri­gen­ten der Säch­si­schen Blä­ser­phil­har­mo­nie. Georg Scheu­er­lein (2.v.r.) gibt den Takt­stock sym­bo­lisch an sei­nen Nach­fol­ger Tho­mas Clamor (3.v.r) wei­ter. Mit dabei Land­rat Dr. Karl Schnei­der (l.) und Fach­be­reichs­lei­ter Ulrich Bork (r.). (Foto: HSK)

Hoch­sauer­land­kreis. Es ist ein Abschied, der weh tut – und gleich­zei­tig eine Fort­set­zung, die für kom­pe­ten­te Wei­ter­füh­rung der Mar­ke Sauer­land-Herbst sorgt. Nach 18 Spiel­zei­ten wird Georg Scheu­er­lein, der im Som­mer aus dem Dienst des Hoch­sauer­land­krei­ses aus­schei­det, die Fes­ti­val-Lei­tung an Prof. Tho­mas Clamor abge­ben. Im Bei­sein von Land­rat Dr. Karl Schnei­der und Fach­be­reichs­lei­ter Ulrich Bork unter­zeich­ne­te der Chef­di­ri­gent der Säch­si­schen Blä­ser­phil­har­mo­nie und Künst­le­ri­sche Lei­ter der Deut­schen Blä­ser­aka­de­mie am Mitt­woch den Ver­trag, der ihm die Künst­le­ri­sche Lei­tung des Sauer­land-Herbst zum 1. Juli 2018 über­trägt.

Diri­gent, Päd­ago­ge, musi­ka­li­scher Bot­schaf­ter

Der Sauer­land-Herbst hat­te vie­le Höhe­punk­te. Hier die „Brazz Bro­thers” bei Tri­lux in Hüs­ten.. Foto: Blick­punkt

Tho­mas Clamor über­nimmt die kom­men­de Spiel­zeit, die mit der Aus­wahl der Künst­ler und Ensem­bles noch die Hand­schrift Georg Scheu­er­leins trägt, und ver­ant­wor­tet kom­plett den 20. Sauer­land-Herbst, der vom 4. Okto­ber bis 3. Novem­ber 2019 statt­fin­den wird. „Ich bin froh, dass wir Tho­mas Clamor für die Fort­füh­rung des Sauer­land-Herbst gewin­nen konn­ten. Er ist Diri­gent, Päd­ago­ge, musi­ka­li­scher Bot­schaf­ter über Gren­zen hin­weg: Tho­mas Clamor über­trägt sei­ne Begeis­te­rung und sein Enga­ge­ment glei­cher­ma­ßen auf Musi­ker und Publi­kum. Er steht nie nur als Musi­ker, son­dern immer als gan­zer Mensch auf der Büh­ne. Er zeigt mit sei­ner Kunst und sei­nen Pro­jek­ten, wie wich­tig Musik für jeden ein­zel­nen ist und was Kunst für die Gesell­schaft leis­ten kann”, lob­te Georg Scheu­er­lein sei­nen Nach­fol­ger.

Als jun­ger Trom­pe­ter bei Kara­jan

Tho­mas Clamor kann auf eine beein­dru­cken­de Vita ver­wei­sen. 1986 hat­te Her­bert von Kara­jan den Trom­pe­ter als damals jüngs­tes Mit­glied der Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker enga­giert. Er soll­te den Phil­har­mo­ni­kern über 20 Jah­re ver­bun­den blei­ben und mit ihnen die wich­tigs­ten Podi­en der Welt ken­nen­ler­nen sowie die größ­ten Solis­ten und Diri­gen­ten in der täg­li­chen Arbeit erle­ben. Künst­le­ri­scher Aus­tausch auf höchs­tem Niveau ist es, der Tho­mas Clamor auch heu­te noch prägt und lei­tet.
Auch päd­ago­gisch stellt sich Tho­mas Clamor stets neu­en Her­aus­for­de­run­gen: so ist er seit 2011 künst­le­ri­scher Lei­ter der Deut­schen Blä­ser­aka­de­mie. Er war Gast­pro­fes­sor in Wei­mar und Det­mold und ist Prof. h.c. der Musik­hoch­schu­le Shang­hai. An der Ber­li­ner Hanns-Eis­ler-Musik­hoch­schu­le leg­te er den Grund­stein für das Fach Musik­ver­mitt­lung und initi­ier­te mit sei­nen Stu­den­ten Pro­jek­te in sozia­len Brenn­punk­ten Ber­lins. Sozia­le Brenn­punk­te ste­hen auch im Mit­tel­punkt von „El Sis­te­ma” in Vene­zue­la, einem der welt­weit bedeu­tends­ten sozio­kul­tu­rel­len Pro­jek­te, das auf die ver­än­dern­de Kraft der Musik baut. Schon seit 15 Jah­ren schätzt man dort Tho­mas Clamors Arbeit, mit der er Kin­dern und Jugend­li­chen eine Visi­on für die Zukunft gibt.

Land­rat dankt Scheu­er­lein für vie­le gro­ße Momen­te

„Beim Namen Sauer­land-Herbst habe ich nicht lan­ge über­le­gen müs­sen. Hier wird seit Jah­ren auf hohem Niveau gear­bei­tet. Unter die­sen guten Vor­aus­set­zun­gen star­te ich gern in die neue Auf­ga­be”, sag­te Tho­mas Clamor. Für Land­rat Dr. Karl Schnei­der ist ein rei­bungs­lo­ser Wech­sel an der Spit­ze des Fes­ti­vals von hoher Bedeu­tung: „Wir freu­en uns auf ihn. Mit sei­ner künst­le­ri­schen Exzel­lenz wird er die aus­ge­zeich­ne­te Qua­li­tät des Sauer­land-Herbs­tes wei­ter beför­dern. Gleich­zei­tig steht er mit sei­nem bei­spiel­haf­ten Enga­ge­ment in der Bil­dung in der Kon­ti­nui­tät sei­nes Vor­gän­gers Georg Scheu­er­lein, der mit bewun­derns­wer­ter Kraft und Ener­gie die Ver­an­stal­tungs­rei­he Sauer­land-Herbst als eines der ers­ten gro­ßen Fes­ti­vals die­ser Art in Deutsch­land eta­blie­ren konn­te und dem ich heu­te mei­nen Dank für vie­le gro­ße Momen­te aus­spre­che.”

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