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Sto­cku­mer Net­to-Markt vor letz­ter Hür­de

Hier soll laut einem seit Mai 2012 vorliegenden Antrag der neue Netto-Markt entstehen. Foto: oe)

Nur noch ein letz­ter Rats­be­schluss fehlt, dann wird hier in Sto­ckum ein neu­er Net­to-Markt ent­ste­hen. (Foto: oe)

Stockum/Sundern/Hellefeld. Der SUI-Aus­schuss (Stadt­ent­wick­lung, Umwelt und Infra­struk­tur) hat am Diens­tag abend den Neu­bau eines Net­to-Markts in Sto­ckum sowie den ver­grö­ßer­ten Ersatz-Neu­bau des Aldi-Markts in der Röh­re jeweils einen Schritt vor­an­ge­bracht. Neben eini­gen wei­te­ren Bebau­ungs­plä­nen gab es Neu­ig­kei­ten zum The­ma Wind­kraft auf der Helle­fel­der Höhe. (Zum The­ma Par­ken am Sor­pe­see in Ame­cke gibt es einen geson­der­ten Bericht hier: https://www.blickpunkt-arnsberg-sundern-meschede.de/?p=29919)

Durch­füh­rungs­ver­trag war­tet auf Unter­schrift

Beim vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Bebau­ungs­plan Nr. 14 „Lebens­mit­tel­markt Sto­ckum” könn­te der Rat am Don­ners­tag den Sat­zungs­be­schluss fas­sen, so dass gebaut wer­den kann. Letz­ter Vor­be­halt ist die Unter­zeich­nung des vor­lie­gen­den städ­te­bau­li­chen Durch­füh­rungs­ver­trags. Bei­geord­ne­ter Meinolf Kühn sag­te den Poli­ti­kern, dass die­ser noch nicht unter­zeich­net sei, dass er aber bis zur Rats­sit­zung damit rech­ne. Die­ser Ver­trag rege­le ins­be­son­de­re die ver­kehr­li­che Erschlie­ßung des Super­markt-Grund­stücks von der Land­stra­ße zwi­schen Sun­dern und Allen­dorf ein­schließ­lich der Kos­ten­über­nah­me durch den Inves­tor, und sei, so Kühn, eine Grund­vor­aus­set­zung für die Ertei­lung einer Bau­ge­neh­mi­gung. Stadt­pla­ner Micha­el Schä­fer prä­sen­tier­te den Poli­ti­kern auf Nach­fra­ge auch einen Plan, der die künf­ti­ge Links­ab­bie­ge­spur auf der Land­stra­ße aus Rich­tung Sun­dern zeigt. Kühn und Schä­fer bestä­tig­ten dem Aus­schuss, dass die Zustim­mung von Straßen.NRW vor­lie­ge und dass kei­ne Kos­ten auf die Stadt Sun­dern zukom­men.

Kei­ne neue Grund­satz­dis­kus­si­on

Jür­gen ter Braak (SPD) brach­te noch­mals vor, dass der Net­to-Markt mit 800 Qua­drat­me­tern 25 Pro­zent grö­ßer sei als vom Ein­zel­han­dels­gut­ach­ten emp­foh­len und zu einer mas­si­ven Gefähr­dung der Nah­ver­sor­gung in drei ande­ren Orts­tei­len füh­re. Hanns-Rüdi­ger Feh­ling (FDP) for­der­te dazu auf, auf eine wei­te­re Grund­satz­dis­kus­si­on über die Ansied­lung zu ver­zich­ten, denn alles sei bereits „rauf und run­ter dis­ku­tiert”. So kam es schnell zur Abstim­mung, die sowohl beim Flä­chen­nut­zungs­plan wie beim Bebau­ungs­plan mit acht Ja-Stim­men (CDU 6, FDP 2), vier Nein-Stim­men (SPD 3, Grü­ne 1) und drei Ent­hal­tun­gen (WiSu 2, CDU 1) wie gehabt aus­ging.

Neu­er Aldi wird grö­ßer

Einig waren sich die 15 Aus­schuss­mit­glie­der dage­gen beim Bebau­ungs­plan „In der Sil­me­cke VI”.  Hier will Aldi sei­nen 800 Qua­drat­me­ter gro­ßen Markt abrei­ßen und durch einen neu­en grö­ße­ren erset­zen. Vor zwei Jah­ren hat­te Aldi 1000 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che für den neu­en Markt bean­tragt, die Zahl inzwi­schen aber auf zeit­ge­mä­ße­re 1200 Qua­drat­me­ter nach oben kor­ri­giert. Eine Flä­che, die der Ein­zel­han­dels­gut­ach­ter an die­ser Stel­le für zwar grenz­wer­tig, aber noch mög­lich hält, wie Schä­fer den Poli­ti­kern berich­te­te. Die spra­chen sich ein­stim­mig dafür aus, einen Bebau­ungs­plan mit die­ser Grö­ßen­ord­nung auf­zu­stel­len und in die Betei­li­gung zu geben.

Wulfha­gen II abge­speckt

Eben­falls ein­stim­mig wur­de die erneu­te Offen­le­gung des Bebau­ungs­plans „Wulfha­gen II” beschlos­sen. Hier soll ein Neu­bau­ge­biet ent­ste­hen, das jetzt auf zwei Bau­ab­schnit­te mit jeweils sechs Bau­plät­zen ver­klei­nert wur­de. Die vor­he­ri­ge Pla­nung mit drei Bau­ab­schnit­ten hät­te nicht nur Pro­ble­me mit der Ent­wäs­se­rung gemacht, so Pla­ner Lars Ohlig, son­dern bei schlep­pen­der Nach­fra­ge auch ein Bau­ge­biet geschaf­fen, das mög­li­cher­wei­se für zehn oder 20 Jah­re unfer­tig aus­se­he.

Alter Plan für Ein­mün­dung Berg­stra­ße ist pas­sé

Eben­falls ein­stim­mig wur­de eine Ände­rung des Bebau­ungs­plans „Orts­mit­te Sun­dern” im Bereich der Gru­ne­wald­stra­ße beschlos­sen. Anlass ist der Bau­an­trag eines Anwoh­ners im Bereich der Ein­mün­dung der Berg­stra­ße auf die Gru­ne­wald­stra­ße. Wenn die­sem Antrag statt­ge­ge­ben wird, sind alte Pla­nun­gen für eine neue ver­schwenk­te Ein­mün­dung der Berg­stra­ße auf die Gru­ne­wald­stra­ße nicht mehr durch­führ­bar. Stadt­ver­wal­tung und Poli­ti­ker stimm­ten über­ein, dass die der­zei­ti­ge Situa­ti­on mit einem Stopp-Schild an der Berg­stra­ße nicht so schlecht sei und man auf die alte Pla­nung ver­zich­ten kön­ne. Aller­dings soll­te über die Gestal­tung der Ein­mün­dung noch­mals nach­ge­dacht wer­den. Der Bei­geord­ne­te Meinolf Kühn möch­te hier jetzt ein klei­nes qua­li­fi­zier­tes Gut­ach­ten ein­ho­len, das eini­ge geziel­te Fra­gen etwa zur Ver­kehrs­be­las­tung und zur sinn­vol­len Beschil­de­rung beant­wor­tet.

Event­ge­bäu­de für die Strand­bad­bar

Ein­stim­mig wur­de auch eine ver­ein­fach­te Ände­rung des Bebau­ungs­plans L 6 in Lang­scheid beschlos­sen, zu dem die Flä­chen des Strand­bads und des Ruder­clubs gehö­ren. Hier soll die Flä­che des Bebau­ungs­plans ver­grö­ßert wer­den, damit die Plan­gren­ze kein Flur­stück mehr durch­schnei­det. Außer­dem soll im Bereich der Strand­bad­bar eine Flä­che mit dem Nut­zungs­zweck Gas­tro­no­mie- und Event­ge­bäu­de fest­ge­legt wer­den mit der Ein­schrän­kung, dass der Betrieb ab 22 Uhr nur innen bei geschlos­se­nen Türen und Fens­tern mög­lich sein soll.

Wind­kraft-Mode­ra­ti­on mit dem HSK erst im Okto­ber

In Sachen Wind­kraft auf der Helle­fel­der Höhe berich­te­te Lars Ohlig den Poli­ti­kern ein wenig ent­täuscht, dass es kürz­lich zwar einen ers­ten Ter­min des Mode­ra­ti­ons­ver­fah­rens unter der Regie der Bezirks­re­gie­rung gege­ben habe, aller­dings noch ohne Betei­li­gung des Hoch­sauer­land­krei­ses. Die Bezirks­re­gie­rung wer­de nun zunächst auch mit dem Kreis allei­ne reden und erst bei einem drit­ten Tref­fen im Okto­ber bei­de Sei­ten an einen Tisch brin­gen. Es geht um die von der Stadt Sun­dern bean­trag­te Ent­las­sung, Befrei­ung oder Aus­nah­me aus dem Land­schafts­schutz für die Wind­kraft­vor­rang­flä­che Helle­fel­der Höhe-Mit­te, die der Kreis nicht geben will.

Ener­con hat posi­ti­ven Vor­be­scheid für vier Wind­kraft­an­la­gen

Und Ohlig teil­te auch mit, dass sich die Fir­ma Ener­con einen posi­ti­ven Vor­be­scheid des HSK für den Bau von vier Wind­kraft­an­la­gen im Gebiet Helle­fel­der Höhe-Mit­te habe aus­stel­len las­sen. Die­ser Vor­be­scheid, der zwei Jah­re gel­te und für wei­te­re zwei Jah­re ver­län­gert wer­den kön­ne, berech­ti­ge die Fir­ma Ener­con, ihre Anla­gen auf der Helle­fel­der Höhe zu bau­en, auch wenn die Stadt Sun­dern zwi­schen­zeit­lich ande­re Wind­kraft­vor­rang­flä­chen im Stadt­ge­biet fest­le­ge. Der Bei­geord­ne­te Meinolf Kühn beton­te aller­dings, dass sich der Vor­be­scheid aus­schließ­lich auf das Pla­nungs­recht bezie­he. Ande­re Fra­gen vom Natur- und Land­schafts­schutz bis zu Funk­be­ein­träch­ti­gun­gen sei­en nicht geprüft wor­den und müss­ten auch mit einem posi­ti­ven Vor­be­scheid in der Hand noch geklärt wer­den, bevor dort Wind­kraft­an­la­gen errich­tet wer­den kön­nen.

 

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