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Wohnraum für elfköpfige syrische Flüchtlingsfamilie gesucht

Das ehemalige Schwesternwohnheim im Rumbecker holz soll ab Juli die ersten Flüchtlinge aufnehmen. Die Stadt sucht dennoch weiter Wohnungen insbesondere für Flüchtlingsfamilien. (Foto: oe)
Das ehe­ma­li­ge Schwes­tern­wohn­heim im Rum­be­cker Holz soll ab Juli die ers­ten Flücht­lin­ge auf­neh­men. Die Stadt sucht den­noch wei­ter Woh­nun­gen ins­be­son­de­re für Flücht­lings­fa­mi­li­en. (Foto: oe)

Arns­berg. Die Stadt ver­folgt wei­ter­hin das Ziel, Flücht­lin­ge mög­lichst bald aus den Flücht­lings­un­ter­künf­ten in eige­ne Woh­nun­gen zu ver­mit­teln, wie es das selbst auf­ge­stell­te Inte­gra­ti­ons­kon­zept vor­sieht. Im Zuge die­ser Bemü­hun­gen wird der­zeit auch eine Blei­be für eine elf­köp­fi­ge syri­sche Fami­lie gesucht. Das berich­te­te jetzt Ste­fan Wulf, Fach­dienst­lei­ter im Büro für Zuwan­de­rung und Inte­gra­ti­on, den Poli­ti­kern im Sozi­al­aus­schuss. Es han­de­le sich um eine Fami­lie mit Ver­fol­gungs­schick­sal, die aus einem Flücht­lings­la­ger kom­me und viel durch­ge­macht habe. Im Gegen­satz zu den meis­ten Flücht­lin­gen aus Syri­en habe sie kei­ne Ver­wand­ten in der Bun­des­re­pu­blik und sei zufäl­lig der Stadt Arns­berg zuge­teilt wor­den. Die Fami­lie brau­che drin­gend Hil­fe und er hof­fe auch hier auf Enga­ge­ment aus der Bür­ger­schaft, denn ins­ge­samt sei Arns­berg beim Enga­ge­ment der Bür­ger für die Flücht­lin­ge ja sehr gut aufgestellt.

420 Neuankömmlinge in diesem Jahr erwartet

Die Stadt such Wohnraum für eine elfköpfige syrische Flüchtlingsfamilie. Max Jagodzinska  / pixelio.de
Die Stadt such Wohn­raum für eine elf­köp­fi­ge syri­sche Flücht­lings­fa­mi­lie. (Foto: Max Jagod­zins­ka / pixelio.de)

Wulf berich­te­te, dass die vier städ­ti­schen Flücht­lings­un­ter­künf­te in den vier gro­ßen Stadt­tei­len der­zeit theo­re­tisch 450 Per­so­nen auf­neh­men kön­nen. Tat­säch­lich sei­en dort der­zeit 360 Men­schen unter­ge­bracht und das sei­en schon mehr, als man jemals ange­nom­men und für mach­bar gehal­ten habe. In etwa vier, fünf Wochen wer­de man die zusätz­li­che Unter­kunft im ehe­ma­li­gen Schwes­tern­wohn­heim im Rum­be­cker Holz nut­zen kön­nen. „Dort kön­nen wir bis zu 60 Plät­ze bele­gen, damit ist uns bis zum Jah­res­en­de erst mal wei­ter­ge­hol­fen“, sag­te Wulf, der zuvor berich­tet hat­te, dass die Hoch­rech­nung für den Flücht­lings­zu­strom erneut ange­ho­ben wor­den sei. So habe die Stadt Arns­berg für die­ses Jahr mit 420 statt 390 Neu­an­kömm­lin­gen zu rech­nen. Der­zeit sei­en 375 Asyl­be­wer­ber in der Stadt sowie 115 Ger­so­nen, die aus­rei­se­pflich­tig sei­en, aber gedul­det wür­den. Grün­de dafür sei­en feh­len­de Rei­se­fä­hig­keit, kom­pli­zier­te Pass­be­schaf­fungs­ver­fah­ren oder ein Auf­ent­halts­recht, weil sich Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge hier auf­hal­ten. Es sei damit zu rech­nen, dass etwa die Hälf­te der Ankömm­lin­ge dau­er­haft in Arns­berg blei­ben wer­den. Des­halb müs­se man die Suche nach Unter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten fortsetzen.

Außenanlagen in Neheim und Arnsberg werden gestaltet

Der Spielplatz soll auch Treffpunkt für Erwachsene sein. (Foto: oe)
Sitz­ge­le­gen­hei­ten im Außen­be­reich wie hier am Ber­li­ner Platz sol­len auch an ande­ren Flücht­lings­un­ter­künf­ten ent­ste­hen. (Foto: oe)

Die Poli­ti­ker, die zuvor die Unter­kunft am Ber­li­ner Platz besich­tigt hat­ten, frag­ten nach drin­gend erfor­der­li­chen Reno­vie­run­gen in den bestehen­den Unter­künf­ten. Fach­be­reichs­lei­ter Hel­mut Mel­ch­ert sag­te, man wer­de die Chan­ce nut­zen, sobald es mög­lich sei, jeweils eine kom­plet­te Eta­ge leer­zu­zie­hen. Mel­ch­ert berich­te­te auch vom jüngs­ten Run­den Tisch. Er habe sich sehr gefreut über die gro­ße Hilfs­be­reit­schaft von Ein­zel­per­so­nen und Insti­tu­tio­nen. So berich­te­te er, dass sich die Kir­chen­ge­mein­den in Neheim und Arns­berg jetzt für die Gestal­tung der Außen­ge­län­de der Unter­künf­te am Schleif­müh­len­weg und auf der Ham­mer­wei­de ein­set­zen wol­len. Für einen Spiel­platz, wie ihn die Hüs­te­ner Gemein­de kürz­lich am Ber­li­ner Platz mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung aus Pader­born geschaf­fen habe, fehl­ten zwar die Mit­tel, aber Sitz­mög­lich­kei­ten für die Bewoh­ner, ein Grill­platz und ein­fa­che Spiel­mög­lich­kei­ten ohne gro­ße Gerä­te sei­en vor­ge­se­hen und wären auch aus Sicht der Bewoh­ner eine erheb­li­che Verbesserung.

Rathaus stockt personell auf

Mel­ch­ert berich­te auch, dass der Bür­ger­meis­ter in einer eigens ein­be­ru­fe­nen ver­wal­tungs­in­ter­nen Bespre­chung alle Mit­ar­bei­ter des Hau­ses auf die Auf­ga­be ein­ge­schwo­ren habe. Auch per­so­nell wer­de der Bereich im Rat­haus auf­ge­stockt. Zwei nach ihrer Prü­fung neu ein­ge­stell­te Mit­ar­bei­ter wer­den dort eben­so tätig sein wie eine Mit­ar­bei­te­rin aus dem Erzie­hungs­be­reich. Zudem wird eine Haus­meis­ter­stel­le neu aus­ge­schrie­ben. Ste­fan Wulf ver­wies auch auf die jüngst frei­ge­schal­te­te Ver­bes­se­rung des Inter­net­auf­tritts zum The­ma Zuwan­de­rung und Inte­gra­ti­on, auch ein Ergeb­nis des Run­den Tischs. Der Aus­schuss­vor­sit­zen­de Huber­tus Man­to­an dank­te abschlie­ßend Ste­fan Wulf, der als neu­er Fach­be­reichs­lei­ter „in gro­ße Schu­he gestie­gen“ sei, für sei­ne sehr gute Arbeit und sein beacht­li­ches Enga­ge­ment, was der Aus­schuss mit kräf­ti­gem Bei­fall unterstütze.

Nichts Neues von Oeventroper Klinik

Kei­ne Neu­ig­keit gab es aus Oeven­trop von der ehe­ma­li­gen Egge­kli­nik, wo das Land zwi­schen­zeit­lich eine Flücht­lings­ein­rich­tung für etwa 400 per­so­nen geplant hat­te, aber die Ver­hand­lun­gen mit einem Inves­tor geschei­tert waren. „Der Eigen­tü­mer ist wei­ter­hin bemüht, das Gebäu­de zu ver­mark­ten,“ sag­te Melchert.

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