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Wie­der­se­hen mit „Kaba­le und Lie­be”

Christina Stöcker als Luise und Silas Eifler als Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe" in der erfolgreichen Produktion der Teatron-Bühne II. (Foto: Manfred Haupthoff)

Chris­ti­na Stö­cker als Lui­se und Silas Eif­ler als Fer­di­nand in Schil­lers „Kaba­le und Lie­be” in der erfolg­rei­chen Pro­duk­ti­on der Tea­tron-Büh­ne II. (Foto: Man­fred Haupt­hoff)

 

Arns­berg. Was hat Schil­ler mit uns heu­te zu tun? Gibt es über­haupt Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Intri­gen eines deut­schen Fürs­ten­ho­fes des 18. Jahr­hun­derts und der heu­ti­gen Rea­li­tät? Und wo sind die Par­al­le­len zwi­schen den Herr­schafts­for­men der kor­rup­ten und macht­hung­ri­gen Adli­gen und unse­rer Gesell­schaft? Die­sen und wei­te­ren Fra­gen geht die TEA­TRON-Insze­nie­rung „Kaba­le und Lie­be“ nach, die jetzt wegen der gro­ßen Nach­fra­ge mit fünf neu­en Auf­füh­run­gen wie­der in der Kul­tur­Schmie­de Arns­berg zu sehen sein wird.

Die bereits seit zehn Jah­ren akti­ve „TEATRON –Büh­ne II“ ist ein Ama­teu­En­sem­ble unter pro­fes­sio­nel­ler Leitng und wird eine dyna­mi­sche Insze­nie­rung prä­sen­tie­ren, die das klas­si­sche Thea­ter­stück in geraff­ter Form zeigt – immer wie­der durch­setzt mit Sze­nen, in denen die Schau­spie­ler aus ihrer Rol­le her­aus­tre­ten und mit viel Tem­pe­ra­ment und kri­ti­schem Blick Thea­ter­stück und heu­ti­ge Rea­li­tät reflek­tie­ren. Außer­dem wird die tra­gi­sche Lie­bes­ge­schich­te zwi­schen dem jun­gen Adli­gen Fer­di­nand und der Bür­gers­toch­ter Lui­se musi­ka­lisch prä­sen­tiert – mit Songs und Musik von Silas Eif­ler. Sin­gend geste­hen sich die bei­den ihre Lie­be und schließ­lich ihre Ver­zweif­lung über die unein­sich­ti­gen Eltern, die Stan­des­dün­kel und Wirt­schaft­in­ter­es­sen vor das Glück ihrer Kin­der stel­len. Wie­der ein­mal prä­sen­tiert das TEATRON THEATER eine über­ra­schend leben­di­ge und kri­ti­sche Ver­si­on eines gro­ßen Klas­si­kers, die sowohl zum Nach­den­ken anregt als auch span­nen­de Unter­hal­tung bie­tet.

Das Ensem­ble TEATRON Büh­ne II stell­te vor zehn Jah­ren sei­ne ers­te Insze­nie­rung „Anti­go­ne“ von Jean Anouilh vor. Es folg­ten Klas­si­ker der Thea­ter­li­te­ra­tur wie „Mut­ter Cou­ra­ge“, „Emi­lia Galot­ti“ und „Romeo und Julia“, sowie regio­na­le Thea­ter­pro­jek­te an unge­wöhn­li­chen Orten wie „Die Senio­ri­tas“ oder „Und sie bewegt sich doch“ im Klos­ter Weding­hau­sen. Das Ensem­ble hat sich unter der Lei­tung von Yehu­da und Ursu­la Alm­a­gor für jede Insze­nie­rung neu for­miert. Es ermög­licht Thea­ter­in­ter­es­sier­ten in der Regi­on, Erfah­run­gen im Thea­ter­spie­len unter pro­fes­sio­nel­len Bedin­gun­gen zu sam­meln. Außer­dem hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, jun­ge Nach­wuchs­ta­len­te aus der Regi­on in die Thea­ter­ar­beit ein­zu­be­zie­hen.

„Kaba­le und Lie­be” läuft am Sams­tag, 16. Novem­ber, Sonn­tag, 17. Novem­ber, Frei­tag, 22. Novem­ber, Sams­tag, 23. Novem­ber und Sonn­tag, 24. Novem­ber jeweils ab 20 Uhr bis gegen 22.30 Uhr in der Arns­ber­ger Kul­tur­Schmie­de. Die Vor­stel­lun­gen am 17. und 22. Novem­ber sind bereits aus­ver­kauft, für alle ande­ren Vor­stel­lun­gen gibt es noch Kar­ten in den Stadt­bü­ros, unter Tel. 02931  893‑1143, und eine Stun­de vor Vor­stel­lungs­be­ginn an der Abend­kas­se in der Kul­tur­Schmie­de Arns­berg, Apos­tel­str. 5, Tel. 02931 23471.

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