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Weni­ger Falsch­par­ker durch mobi­le Bäu­me in der Alt­stadt – weni­ger Knöll­chen geschrie­ben

Arns­berg. Das Auf­stel­len der seit Wochen heiß dis­ku­tier­ten und umstrit­te­nen mobi­len Bäu­me in der Arns­ber­ger Alt­stadt sorgt für weni­ger Ein­nah­men bei der Stadt. In sei­ner jüngs­ten Sit­zung erfuh­ren die Mit­glie­der im Bezirks­aus­schuss Arns­berg, dass von Ord­nungs­kräf­ten, die den Bereich Stein­weg / Alter Markt über­wa­chen, im Monat Dezem­ber deut­lich weni­ger Knöll­chen geschrie­ben wor­den sind. So ist auf dem Stein­weg die Zahl von 57 Ver­war­nun­gen im Novem­ber auf 14 im Dezem­ber zurück gegan­gen. Und auf dem Alten Markt wur­den statt 410 Ver­war­nun­gen im Novem­ber „nur“ noch 166 im Dezem­ber geschrie­ben. Als Fol­ge auf ein Gespräch, das Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner mit Kauf­leu­ten aus der Alt­stadt geführt hat, die nach wie vor gegen die auf­ge­stell­ten Bäu­me sind, wird sich Ältes­ten­rat noch ein­mal mit der einst ein­stim­mig im Rat beschlos­se­nen Auf­stel­lung der mobi­len Bäu­me beschäf­ti­gen.

Ältes­ten­rat will über mobi­le Bäu­me spre­chen

In der Sit­zung nahm die Bera­tung über die Nut­zung des ehe­ma­li­gen Segel­flug­platz­ge­län­des im Alten Feld einen grö­ße­ren Raum ein. Im Rah­men eines Work­shops waren im Juni letz­ten Jah­res von Bür­gern und Initia­ti­ven ver­schie­de­ne Nut­zungs­vor­schlä­ge gemacht wor­den, die von der Stadt auf ihre pla­nungs- und bau­recht­lich zuläs­si­ge Mög­lich­keit geprüft wur­den. Dem­nach sol­len ein Mehr­ge­nera­tio­nen­park, ein so genann­ter Pump­t­rack als Off­road-Stre­cke für Moun­tain­bi­ker, ein rei­nes Natur­schutz­ge­län­de, eine „Modell­flug-Erlaub­nis-Wie­se“ sowie die Nut­zung als Puf­fer­flä­che für Hoch­was­ser mög­lich sei. Um zu klä­ren, wel­che Nut­zung dem Arten­schutz und der FFH-Ver­träg­lich­keit ent­spricht, wur­de jetzt ein Büro mit der Prü­fung beauf­tragt. Bis Mit­te August soll der Stadt und dem Aus­schuss dazu ein Gut­ach­ten vor­lie­gen.

Gut­ach­ten zur Nut­zung des Gelän­des am Segel­flug­platz

Die Mit­glie­der im Aus­schuss dis­ku­tier­ten dazu fer­ner über die von eini­gen gewünsch­te Nut­zung als freie Hun­de­wie­se. Dazu for­der­te Aus­schuss­mit­glied Tho­mas Wäl­ter (Grü­ne), dass auf der Flä­che dann aber auch ein Zaun gesetzt wer­den müs­se, der den Hun­de­hal­tern Gren­zen für die Nut­zung der Flä­che auf­zei­gen kön­ne. Dass bei der Ent­schei­dung dar­über auch die Zeit ein Rol­le spie­le, gab Bur­kard Fran­ke von der SPD zu beden­ken. Er for­der­te, dass der Aus­schuss einen Zeit­rah­men fest­le­gen müs­se. In dem Zusam­men­hang for­der­te die SPD im Aus­schuss, die Ruhr­schlei­fe gene­rell auf­zu­wer­ten und mit Leben zu fül­len. Michae­la Röb­ke, Fach­be­reichs­lei­te­rin Pla­nen, Bau­en, Umwelt, erklär­te, dass eini­ge Vor­schlä­ge aus dem Work­shop bereits in das Inte­grier­te Hand­lungs­kon­zept ein­ge­flos­sen sei­en. In der nächs­ten Sit­zung des Aus­schus­ses soll dazu ein Über­blick vor­ge­legt wer­den.

Die von der Stadt gegen das wil­de Par­ken auf dem Steinweg/Alter Markt auf­ge­stell­ten Bäu­me ver­är­gern immer noch die Kauf­leu­te in der Alt­stadt. Foto: Albrecht

Gren­zen für eine Hun­de­wie­se set­zen

Einen zeit­li­chen Über­blick über die in einer Werk­statt bereits vor­ge­stell­ten Maß­nah­men aus dem Inte­grier­ten Hand­lungs­kon­zept Arns­berg gab die Stadt­pla­ne­rin den Aus­schuss­mit­glie­dern. Im Rah­men des Kon­zep­tes, das der­zeit bei der Bezirks­re­gie­rung zur Prü­fung lie­ge, sol­len im 3. Quar­tal 2020 För­der­an­trä­ge für die Möblie­rung des Neu­markts, den Erwerb des Kunst­hau­ses am Neu­markt, das Pro­gramm zur Ver­schö­ne­rung der Fas­sa­den sowie für das geplan­te Quar­tiers­ma­nage­ment ein­ge­reicht wer­den. Noch geklärt wer­den müs­se jedoch die zustän­di­ge För­der­stel­le für das ange­streb­te Shut­tle-Pro­jekt zur Schloss­rui­ne. Auf dem Stein­weg will sich die Stadt im 1. Bau­ab­schnitt zunächst um die The­men Beleuch­tung und Sor­tie­rung des Par­kens küm­mern.

Beleuch­tung und Par­ken The­men für den Stein­weg

Für die Pro­me­na­de soll es zusam­men mit dem Bür­ger­schüt­zen­ver­ein einen Pla­nungs­wett­be­werb zur Errich­tung einer Natur­büh­ne geben. Die lang­fris­ti­ge Pla­nung inner­halb des Hand­lungs­kon­zep­tes sieht vor, dass nach der Pla­nung die ers­ten Maß­nah­men in der Klos­ter­stra­ße ab 2023 begin­nen könn­ten. Für die Umge­stal­tung der Jäger­stra­ße sol­len die För­der­mit­tel erst ab 2024 bean­tragt wer­den.

Arbeits­grup­pe Beleuch­tung vor Grün­dung

Eine Arbeits­grup­pe „Beleuch­tung“, bestehend aus Anwoh­nern der Arns­ber­ger Alt­stadt sowie Mit­glie­dern aller Frak­tio­nen aus dem Bezirks­aus­schuss soll sich künf­tig das The­mas „Aus­lich­tung und Beleuch­tung des nächt­li­chen Stadt­raums“ anneh­men. Zu dem Tages­ord­nungs­punkt der Aus­schuss­sit­zung bemän­gel­te Jens Hahn­wald von der SPD, dass die Arbeits­grup­pe schon im letz­ten Jahr beschlos­sen wor­den, aber noch nicht viel pas­siert sei. Initia­tor der AG, Peter Cra­mer, erhielt im Aus­schuss das Rede­recht, das er dazu nutz­te, um sei­ne Ent­täu­schung über den Ver­lauf der Dis­kus­sio­nen und Pla­nun­gen Kund zu tun. Ihm gegen­über erklär­te die Aus­schuss­vor­sit­zen­de Schen­nen, dass die Errich­tung einer AG eng mit der geplan­ten Umge­stal­tung des Stein­wegs zusam­men hän­ge und des­halb Zeit brau­che.

Licht­ge­stal­tung wich­ti­ges The­ma

Nach einer Dis­kus­si­on und Anre­gung von Chris­ti­ne Becker (FDP) ver­stän­dig­te sich der Bezirks­aus­schuss, dass die Frak­tio­nen schon vor­ab Namen für die Beset­zung der Arbeits­grup­pe nen­nen soll­ten, damit spä­ter zügig mit den Bera­tun­gen begon­nen wer­den kön­ne. In Sachen Beleuch­tung und Licht­ge­stal­tung sind der­zeit an der Stadt­ka­pel­le sowie am Glo­cken­turm ers­te Licht­kon­zep­te umge­setzt wor­den. Gedacht wird neben der not­wen­di­gen Stra­ßen­be­leuch­tung auch an Fas­sa­den­be­leuch­tung in der Alt­stadt, die z.T. bereits auf­grund pri­va­ter Initia­ti­ve umge­setzt wird. Die geplan­te Arbeits­grup­pe soll sich künf­tig umfas­send und unter Berück­sich­ti­gung der tech­ni­schen und ver­kehr­li­chen Anfor­de­run­gen mit den Aspek­ten Licht­len­kung, Licht­wir­kung und Licht­far­ben aus­ein­an­der­set­zen.

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