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Wan­der­we­ge an Lat­ten­berg-Depo­nie vor­sichts­hal­ber gesperrt

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Oeven­trop. Die Unte­re Boden­schutz­be­hör­de des Hoch­sauer­land­krei­ses hat in Abstim­mung mit dem Eigen­tü­mer Wald und Holz NRW sowie der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg die Wan­der­we­ge um die still­ge­leg­te Rin­den- und Zell­stoff­de­po­nie der ehe­ma­li­gen West­fä­li­schen Zell­stoff AG am Lat­ten­berg vor­sichts­hal­ber gesperrt. Ent­spre­chen­de Schil­der wur­den bereits auf­ge­stellt. Der über­re­gio­na­le Wan­der­weg „Sauer­land Wald­rou­te“ ist nicht betrof­fen, er liegt ober­halb der Alt-Depo­nie, die sich in einem Wald­ge­biet zwi­schen Oeven­trop und Hirsch­berg befin­det.

„Teil­ab­bruch nicht aus­ge­schlos­sen”

„Grund für die Sper­rung ist ein Gut­ach­ten eines Inge­nieur­bü­ros zur Stand­si­cher­heit, das im Rah­men der Nach­sor­ge in regel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den erstellt wird,” so HSK-Spre­cher Mar­tin Reu­ther. „In dem Gut­ach­ten wird aus­ge­führt, dass mög­li­cher­wei­se die Drai­na­ge und die Sicker­was­ser­fas­sung nicht mehr aus­rei­chend funk­ti­ons­tüch­tig sind, was eine wesent­li­che Bedin­gung für die Stand­si­cher­heit ist. Das auf der Alt-Depo­nie abge­la­ger­te orga­ni­sche Mate­ri­al ist zudem stark inho­mo­gen. Es kann daher der­zeit nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass ein Teil­ab­bruch aus­ge­löst wird.”

1988 rutsch­ten 25.000 Kubik­me­ter

Im März 1988 gab es wegen der lang­an­hal­ten­den und ergie­bi­gen Nie­der­schlä­ge im Bereich der Depo­nie­böschung bereits einen Abbruch der Depo­nie mit rund 25.000 Kubik­me­ter Volu­men, der erst kurz vor der Ruhr in Wild­s­hau­sen stopp­te. Die Depo­nie ist nach die­sem Ereig­nis durch die Errich­tung eines Fang­damms und den Auf­bau eines Ent­wäs­se­rungs­sys­tems auf­wän­dig saniert wor­den. Laut Gut­ach­ten ist auf­grund der aktu­el­len Berech­nungs­er­geb­nis­se die Stand­si­cher­heit des Fang­damms nicht gefähr­det.

Gut­ach­ter noch wei­ter tätig

„Die Unte­re Boden­schutz­be­hör­de hat die Wan­der­we­ge aus Vor­sor­ge­grün­den gesperrt, da hin­sicht­lich der tat­säch­li­chen Gefähr­dung noch wei­te­re Infor­ma­tio­nen durch das Gut­ach­ter­bü­ro ein­ge­holt wer­den müs­sen. Die­se Ergeb­nis­se bestim­men dann die wei­te­ren Schrit­te,” so Reu­ther.

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