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Wahl­kampf mit Chill­mu­sik und fai­rem Kaf­fee

Die Grünen-Ratskandidaten Verena Verspohl, Sigrid Alberti, Thomas Wälter und Hans Wulf präsentierten neben dem gedruckten Wahlprogramm auch überdimensionale Aufkleber. (Foto. oe)
Die Grü­nen-Rats­kan­di­da­ten Vere­na Ver­spohl, Sig­rid Alber­ti, Tho­mas Wäl­ter und Hans Wulf prä­sen­tier­ten neben dem gedruck­ten Wahl­pro­gramm auch über­di­men­sio­na­le Auf­kle­ber. (Foto. oe)

Arns­berg. Knapp vier Wochen vor der Kom­mu­nal­wahl läuft auch bei den Grü­nen der Wahl­kampf auf Hoch­tou­ren. Mit als letz­te Par­tei haben sie inzwi­schen die Pla­ka­te mit ihren sechs Top-Kan­di­da­ten für den Arns­ber­ger Rat im Stadt­bild plat­ziert und auch die Info­stän­de auf Wochen­märk­ten und in Fuß­gän­ger­zo­nen gehö­ren zum gewohn­ten Bild. Die Par­tei will bewusst aber auch ande­re Wege gehen. Gezielt sol­len Erst­wäh­ler, also wahl­be­rech­tig­te Schü­ler, ange­spro­chen wer­den. Nicht am Wochen­en­de, son­dern unter der Woche nach Schul­schluss wol­len die Grü­nen die Jugend mit Lie­ge­stüh­len und chil­li­ger Musik auf der Nehei­mer Markt­plat­te und dem Arns­ber­ger Neu­markt anspre­chen. „Die Bot­schaft: Poli­tik kann auch Spaß machen,“ so OV-Spre­che­rin Vere­na Ver­spohl.

Wei­ter aktiv für euro­pa­wei­ten Atom­aus­stieg

Kräf­tig gebas­telt wur­de in der Grü­nen-Werk­statt für die Akti­on zum 28. Jah­res­tag des Tscher­no­byl-GAUs am letz­ten Sams­tag. Auf im Arns­ber­ger Stadt­bild auf­ge­stell­ten Weg­wei­sern wur­den die Kilo­me­ter zu den nächs­ten noch akti­ven Mei­lern ange­ben. „Dazu gehö­ren Tihan­ge in Bel­gi­en und Bors­se­le in den Nie­der­lan­den. Bei­de ste­hen bereits mehr als 30 Jah­re und zäh­len damit zu den ältes­ten in Euro­pa. Das Stör­fall­ri­si­ko die­ser Anla­gen wächst und wächst, wie eine Green­peace-Stu­die Anfang des Jah­res noch ein­drucks­voll belegt hat. Mate­ri­al­er­mü­dung und Ver­schleiß las­sen die Risi­ken noch stei­gen,“ sagen die Arns­ber­ger Grü­nen. „Der Jah­res­tag mahnt uns Grü­ne, wei­ter moti­viert und enga­giert für den euro­pa­wei­ten Atom­aus­stieg ein­zu­tre­ten. Das ist umso wich­ti­ger, weil wir Grü­nen die ein­zi­ge poli­ti­sche Kraft in Euro­pa sind, die den euro­pa­wei­ten Atom­aus­stieg wirk­lich will.”

„Fai­rer Han­del glo­bal und lokal wich­tig“

Am kom­men­den Sams­tag gibt es duf­ten­den und vor allem fai­ren Kaf­fee umsonst in der Nehei­mer Fuß­gän­ger­zo­ne. Das grü­ne Kaf­fe­e­mo­bil steht am Nehei­mer Dom und brüht auf, was die Maschi­ne her­gibt. „Das The­ma Fai­rer Han­del ist lokal und glo­bal glei­cher­ma­ßen wich­tig,“ so die Grü­nen. „Wer fair gehan­del­te Pro­duk­te kauft, unter­stützt men­schen­wür­di­ge Arbeits­be­din­gun­gen, Arbei­ter­rech­te, bes­se­re Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen, bes­se­re Löh­ne in armen Län­dern. Damit beein­flusst man direkt die Lebens­be­din­gun­gen in die­sen Län­dern und trägt dazu bei, dass Men­schen ihre Hei­mat nicht ver­las­sen.“

Pro­gramm mit sie­ben Punk­ten

Natür­lich machen die Grü­nen auch mit ihrem Kom­mu­nal­wahl­pro­gramm Wahl­kampf. „Kom­pakt – kna­ckig – grün“ so stell­te OV-Spre­cher Tho­mas Wäl­ter jetzt die frisch gedruck­te zwölf­sei­ti­ge Bro­schü­re vor, die in die­ser Woche in Kurz­form als Post­wurf­sen­dung an alle Haus­hal­te geht. „Wir haben auf kom­pri­mier­ten Inhalt geach­tet“, so Wäl­ter, der die Gestal­tung des Pro­gramms in den Hän­den hat­te. Inhalt­lich wur­de das Pro­gramm in meh­re­ren öffent­li­chen Debat­ten­fo­ren erar­bei­tet, bei denen Alt- und Jung­grü­ne ihre Vor­stel­lun­gen ein­brach­ten. In einer ers­ten ganz­tä­gi­gen „Denk­fa­brik“ im Novem­ber 2013 in der Coun­try Lounge wur­den die für die Arns­ber­ger Grü­nen wich­tigs­ten Kern­the­men erar­bei­tet. Danach ging es in etli­chen Arbeits­krei­sen und Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen um die Details, bis die Mit­glie­der­ver­samm­lung im Febru­ar das nun auch gedruckt vor­lie­gen­de Kom­mu­nal­wahl­pro­gramm 2014 ein­stim­mig beschloss.

Beschrän­kung auf wich­ti­ge Zukunfts­the­men

Anre­gun­gen kamen dabei aus vie­ler­lei Quel­len: „Die Haupt­ak­ti­ven bei uns sind inten­siv in Online-Medi­en unter­wegs, man ist so immer nah am aktu­el­len Gesche­hen. Das ver­kürzt erheb­lich die Reak­ti­ons­zeit, wenn irgend­wo der Busch brennt,“ so sieht Spre­che­rin Vere­na Ver­spohl die Vor­zü­ge von Face­book, Twit­ter und Co. Aber nicht jedes heiß dis­ku­tier­te The­ma hat wirk­lich Rele­vanz, oft sind es gera­de die hit­zigs­ten Debat­ten, die sich um Klei­nig­kei­ten dre­hen. Poli­tik soll­te das gro­ße Gan­ze im Auge haben, die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung und lang­fris­ti­ge Ziel­set­zung. In die­sem Sin­ne beschränkt sich das Kom­mu­nal­wahl­pro­gramm der Grü­nen auf wich­ti­ge Zukunfts­the­men für Arns­berg:

  • Kli­ma, Öko­lo­gie und Ener­gie: Wir wol­len die Ener­gie­wen­de mit regio­na­len Lösun­gen in Arns­berg umset­zen.
  • Nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung: Wir wol­len Arns­berg in sei­ner Viel­falt als Gesamt­stadt lang­fris­tig attrak­tiv und inno­va­tiv gestal­ten.
  • Gute Bil­dung: Wir wol­len Chan­cen­gleich­heit und zukunfts­wei­sen­de Qua­li­tät in der Bil­dung der Arns­ber­ger Kin­der stär­ken.
  • Teil­ha­be für alle: Wir wol­len ein grö­ße­res Bewusst­sein dafür schaf­fen, dass Men­schen ver­schie­den sind und dies eine Berei­che­rung ist.
  • Mehr Bür­ger­be­tei­li­gung: Wir wol­len Trans­pa­renz und Mit­ge­stal­tung für jeden Bür­ger schaf­fen.
  • Sozia­le Gerech­tig­keit: Wir wol­len Gleich­stel­lung und Teil­ha­be für jeden Arns­ber­ger Bür­ger im Arbeits­markt und in unse­rer Gesell­schaft sichern.
  • Soli­de Finan­zen: Wir wol­len spa­ren, wo es noch mög­lich ist, und inves­tie­ren, wo es nötig, sinn­voll und nach­hal­tig ist.

Dar­über­hin­aus wer­den sich die Arns­ber­ger Grü­nen mit allen tages­ak­tu­el­len Arns­ber­ger The­men im „grü­nen Sinn“ aus­ein­an­der­set­zen und Stel­lung bezie­hen.

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