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Sun­derner SPD wirft Lins Angst vorm Wäh­ler vor

2012-12-01-SPD-LogoSun­dern. Die Sun­derner SPD hat die Ent­schei­dung von  Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins,  sich erst nach Ablauf sei­ner sechs­jäh­ri­gen Amts­zeit im Sep­tem­ber 2015 zur Wahl zu stel­len, scharf kri­ti­siert. „Die zusätz­li­chen Kos­ten für das Lins-Solo sind im Haus­halt der Stadt Sun­dern mit knapp 10.000 Euro ver­an­schlagt,” heißt es in einer SPD-Stel­lung­nah­me.

Da die Wahl­be­tei­li­gung bei den rei­nen Bür­ger­meis­ter­wah­len erfah­rungs­ge­mäß extrem gering sei, habe sich die CDU im Land­tag von ihrer dama­li­gen Reform längst ver­ab­schie­det und hal­te die Ent­kop­pe­lung von Rats- und Bür­ger­meis­ter­wah­len heu­te für einen Feh­ler. „Lei­der ist dies bei der CDU in Sun­dern nicht ange­kom­men,” so die hie­si­gen Sozi­al­de­mo­kra­ten, die auch dar­auf hin­wei­sen, dass im HSK außer Det­lef Lins und Uli Hess aus Mesche­de alle Bür­ger­meis­ter den Weg frei gemacht hät­ten für gemein­sa­me Wah­len zum Stadt­rat und Bür­ger­meis­ter­amt. Und den Mesche­der Bür­ger­meis­ter wer­ten die Sun­derner Sozi­al­de­mo­kra­ten als Son­der­fall, da er das eine Jahr bis 2015 braucht, um sei­ne Pen­si­ons­an­sprü­che zu errei­chen und dann  mit 60 in den Ruhe­stand zu gehen.

Bleibt bis 2015 im Amt: Bürgermeister Detlef Lins (Foto: Stadt Sundern)

Bleibt bis 2015 im Amt: Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins (Foto: Stadt Sun­dern)

Die SPD-Frak­ti­on und der SPD-Stadt­ver­band Sun­dern hat­ten Bür­ger­meis­ter Lins im Vor­feld sei­ner Ent­schei­dung auf­ge­for­dert, „ange­sichts der ver­fah­re­nen Situa­ti­on um Gast­Wel­ten und des Still­stan­des in vie­len ande­ren Pro­jek­ten sei­ne Poli­tik zur Wahl zu stel­len und damit auch der Stadt erheb­li­che zusätz­li­che Kos­ten ein­zu­spa­ren”. Da Lins sich nun anders ent­schie­den habe, habe „offen­sicht­lich die Angst vor dem Wäh­ler die Ober­hand behal­ten”. Das Fazit der Sun­derner SPD gibt einen Vor­ge­schmack auf den Wahl­kampf 2014: „Es kommt nun noch mehr dar­auf an, bei den Kom­mu­nal­wah­len 2014 die abso­lu­te Mehr­heit einer Par­tei zu bre­chen, um den Still­stand auf­zu­lö­sen. Sun­dern hat eine bes­se­re Poli­tik ver­dient als sie zur Zeit betrie­ben wird.”

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