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Sun­dern zeigt wie­der Flag­ge für Tibet 

Zum Tibet­tag weht am Rat­haus wie­der die Tibet­flag­ge. (Foto: Stadt Sun­dern)

Sun­dern. Am Frei­tag, 9. März zieht Sun­dern wie­der die tibe­ti­sche Flag­ge auf und spricht sich damit für das Recht der Tibe­ter auf Selbst­be­stim­mung und die Ein­hal­tung der Men­schen­rech­te in Tibet aus. Bis zum fol­gen­den Mon­tag wird die tibe­ti­sche Flag­ge am Rat­haus wehen und damit an den gewalt­sam nie­der­ge­schla­ge­nen Volks­auf­stand in Tibet von 1959 erin­nern und gleich­zei­tig auch ein Zei­chen der Soli­da­ri­tät mit dem tibe­ti­schen Volk set­zen. In die­sem Jahr jäh­ren sich zudem die his­to­ri­schen Auf­stän­de in Tibet von 2008 zum zehn­ten Mal.

Bro­del: Tibe­ter zäh­len auf unse­re Soli­da­ri­tät

„In Tibet wer­den die Men­schen­rech­te seit Jahr­zehn­ten mas­siv ver­letzt. Die Tibe­ter dür­fen sich in ihrem eige­nen Land nicht frei bewe­gen, sie wer­den überwacht,willkürlich inhaf­tiert oder ver­schwin­den. Der Wil­le nach Frei­heit ver­schwin­det aber nicht! Wer an die Demo­kra­tie glaubt, darf ange­sichts die­ser Repres­sio­nen nicht weg­schau­en. Seit Jahr­zehn­ten leis­ten die Tibe­ter fried­lich Wider­stand und fol­gen dem fried­li­chen Weg des Dalai Lama. Die Tibe­ter geben nicht auf und zäh­len auf unse­re Soli­da­ri­tät. Daher zei­gen wir Flag­ge für Tibet, für Selbst­be­stim­mung und für Men­schen­rech­te,“ sagt Bür­ger­meis­ter
Bro­del.

Seit 1996 fol­gen hun­der­te Städ­te jähr­lich am 10. März der Kam­pa­gne „Flag­ge zei­gen für Tibet!“ der
Tibet Initia­ti­ve Deutsch­land e.V.

Hin­ter­grund

  • Als Fol­ge der Beset­zung und Unter­drü­ckung Tibets durch Chi­na im Jahr 1949/50 erhob sich
    das tibe­ti­sche Volk am 10. März 1959 gegen die chi­ne­si­sche Besat­zungs­macht.
  • Aus Sor­ge um das Leben des Dalai Lama ver­sam­mel­ten sich etwa 300.000 Tibe­ter vor sei­ner Som­mer­re­si­denz nahe der tibe­ti­schen Haupt­stadt Lha­sa. Der Dalai Lama muss­te ins Exil nach Indi­en flie­hen.
  • Das chi­ne­si­sche Mili­tär schlug den Auf­stand blu­tig nie­der. Min­des­tens 87.000 Tibe­ter kamen dabei ums Leben.
  • Im März 2018 jäh­ren sich auch die letz­ten gro­ßen Tibet‐Aufstände von 2008. Im Vor­feld der
    Olym­pi­schen Spie­le in Peking bra­chen in ganz Tibet Pro­tes­te aus. Die chi­ne­si­sche Regie­rung
    ant­wor­te­te mit mili­tä­ri­scher Gewalt. Tau­sen­de Tibe­ter wur­den fest­ge­nom­men, inhaf­tiert
    und gefol­tert.
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