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Stadt Arnsberg verleiht ersten Inklusionspreis an engagierte Initiativen in der Stadt

Erfolg nach Punk­ten: Bei der Ver­lei­hung des ers­ten Arns­ber­ger Inklu­si­ons­prei­ses errei­chen die „TVA Glücks­kin­der“ den ers­ten Preis. Ihnen folgt das katho­li­sche Kin­der- und Jugend­zen­trum (KiJu) Neheim sowie die „Mann­schaft inclu­si­ve“ des SV 09 Arns­berg und die „Vol­tif­lö­he“ vom ZRFV Voß­win­kel. Über den Son­der­preis der Jury durf­te sich der Club Behin­der­ter und ihrer Freun­de (Cee­BeF) freu­en. (Foto: Stadt Arnsberg)

Arns­berg. Die Stadt Arns­berg hat zusam­men mit der Ver­tre­tung für Men­schen mit Behin­de­run­gen (BIV) erst­mals den Inklu­si­ons­preis Arns­berg aus­ge­schrie­ben. Der Preis steht in engem Zusam­men­hang mit der Coro­na-Pan­de­mie und ihren Fol­gen – hier für Men­schen mit Behin­de­run­gen. Bei einer Gala mit allen Bewerber:innen sowie Gäs­ten wur­den jetzt die von einer Jury gekür­ten Preisträger:innen öffent­lich vor­ge­stellt. Mit gro­ßer Span­nung erwar­te­te man das Ergeb­nis und die über­zeu­gen­den Ant­wor­ten auf die Fra­ge „Wie kön­nen wir bes­ser wei­ter machen?“.

TVA Glückskinder belegen den ersten Platz

Den ers­ten Platz hol­ten sich die „TVA Glücks­kin­der“ uns erhiel­ten dafür ein Preis­geld von 2.500 Euro. Den zwei­ten Platz sicher­te sich das katho­li­sche Kin­der- und Jugend­zen­trum (KiJu) Neheim und durf­te sich über 1.500 Euro Preis­geld freu­en. Zwei drit­te Prei­se und dazu ein Preis­geld von je 500 Euro gab es bei der Ver­lei­hung für die „Mann­schaft Inklu­si­ve“ des SV 09 Arns­berg sowie für die „Vol­tif­lö­he“ des Zucht‑, Reit- und Fahr­ver­eins (ZRFV) Voß­win­kel. Über einen Son­der-Preis, ver­bun­den mit einer Grup­pen­füh­rung im Licht­mu­se­um, freu­te sich der Club Behin­der­ter und ihrer Freun­de (Cee­BeF).

Jury entscheidet anhand von Kriterienkatalog

Orga­ni­siert und gelei­tet von der Beauf­trag­ten für Men­schen mit Behin­de­rung der Stadt Arns­berg, Doris Feindt-Pohl, wur­de eine Jury, bestehend aus Mit­ar­bei­ten­den der Stadt Arns­berg, der BIV sowie des Gesund­heits­am­tes des HSK, des ehren­amt­li­chen Beauf­trag­ten des HSK für Men­schen mit Behin­de­run­gen und der Behin­der­ten­hil­fe HSK, zusam­men gestellt. Sie hat­te die Ent­schei­dung nach einem Kri­te­ri­en­ka­ta­log in Ver­bin­dung mit einem kon­kre­ten Punk­te­sys­tem ver­ge­ben. Ins­ge­samt reich­ten zehn Initia­ti­ven aus der Stadt Arns­berg ihre Vor­schlä­ge zum Inklu­si­ons­preis ein.

Aus dem Kreis der Bewerber:innen wähl­te die Jury dann vier Preis­trä­ger und den Gewin­ner des Son­der­prei­ses aus. „Wir haben uns sehr über die gro­ße Zahl von Bewer­bun­gen und das damit gezeig­te Enga­ge­ment für Teil­ha­be und Gleich­stel­lung von Men­schen mit Behin­de­rung in der Stadt Arns­berg gefreut“, sagt Doris Feindt-Pohl. Dies sei ein wich­ti­ger Bei­trag, sie in der Stadt­ge­sell­schaft sicht­bar zu machen.

Der Inklusionspreis hilft das Thema in den Fokus zu rücken

Zur Preis­aus­schrei­bung über­nahm mit Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner auch die Beauf­trag­te der Lan­des­re­gie­rung für Men­schen mit Behin­de­rung sowie für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in Nord­rhein-West­fa­len, Clau­dia Mid­den­dorf, die Schirm­herr­schaft. „Inklu­si­on ist ein wich­ti­ges The­ma und eine gro­ße Auf­ga­be“, beton­te der Arns­ber­ger Bür­ger­meis­ter in sei­nem Gruß­wort zur Gala. Es blei­be eine wich­ti­ge Fra­ge, wie eine Stadt respekt­voll mit den Men­schen mit Behin­de­run­gen umge­hen sol­le, so Bitt­ner. Der Inklu­si­ons­preis sei zudem wich­tig, um das The­ma in den Fokus zu rücken. Men­schen mit Behin­de­run­gen soll­ten noch stär­ker in die Gesell­schaft inte­griert wer­den, so der Bür­ger­meis­ter, das sei auch eine mora­li­sche und gesell­schaft­li­che Ver­pflich­tung. „Sie machen alle eine tol­le Arbeit“, lob­te Bür­ger­meis­ter Bitt­ner die Arbeit der Initia­ti­ven in der Stadt Arnsberg.

Idee mit Vorbildcharakter

In ihrem Gruß­wort und Impuls­vor­trag lob­te die Beauf­trag­te der Lan­des­re­gie­rung für Men­schen mit Behin­de­rung sowie für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in Nord­rhein-West­fa­len, Clau­dia Mid­den­dorf, den Inklu­si­ons­preis als schö­ne Idee mit Vor­bild­cha­rak­ter. Sie gra­tu­lier­te allen Pro­jek­ten und Initia­ti­ven, die zum Inklu­si­ons­preis ihre Ideen ein­ge­reicht hat­ten. „Aus mei­ner Sicht sind Sie auf jeden Fall alle Gewin­ner, indem sie sich für die Ver­bes­se­rung der Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­run­gen ein­set­zen“, lob­te Clau­dia Mid­den­dorf. In einem Impuls­vor­trag blick­te Mid­den­dorf anschlie­ßend auf das The­ma „Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie auf Men­schen mit Behin­de­run­gen“ und gab ers­te Erkennt­nis­se einer vom Land NRW beauf­trag­ten Stu­die preis. Danach sei­en Men­schen mit Behin­de­run­gen in der Pan­de­mie­zeit kaum sicht­bar gewe­sen und ihre Teil­ha­be am gesell­schaft­li­chen Leben stark ein­ge­schränkt, viel­fach sei­en sie in vie­len Berei­chen aus­ge­schlos­sen gewe­sen. Clau­dia Mid­den­dorf reg­te an, Men­schen mit Behin­de­run­gen mit Blick auf die Pan­de­mie nicht auto­ma­tisch als vul­nerabel (ver­letz­lich) zu sehen und sie allein auf­grund ihrer Behin­de­rung in ihrem Leben einzuschränken.

Zur Ver­ga­be des Inklu­si­ons­prei­ses wür­dig­ten die Laudator:innen die Arbeit der jeweils aus­ge­zeich­ne­ten Grup­pen. Die­se hoben in ihren Lob­re­den vor allem die Aus­dau­er und Kon­ti­nui­tät ihres Ein­sat­zes für Inklu­si­on und Teil­ha­be her­vor. Gelobt wur­de bei den Preisträger:innen aber auch per­sön­li­che Enga­ge­ment und des­sen stets posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die teil­neh­men­den Men­schen mit Behin­de­rung. Ihnen wer­de nicht nur das Gefühl gege­ben, dass sie dabei sein kön­nen, son­dern dies in der täg­li­chen Arbeit auch aktiv praktiziert.

 

 

 

 

 

 

 

(Quel­le: Stadt Arnsberg)

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