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SPD: Gesamt­dar­stel­lung der Stadt opti­mie­ren

2013.11.21-SPD-LogoArns­berg. Die SPD-Rats­frak­ti­on bean­tragt, ein pro­fes­sio­nel­les Stadt­ma­nage­ment ein­zu­rich­ten und bei der Wirt­schafts­för­de­rung (WFA) anzu­do­cken, um eine „Mar­ke Arns­berg” als Dach­mar­ke zu insti­tu­tio­na­li­sie­ren und zu ent­wi­ckeln. „Was unse­rer Stadt im 39. Jahr ihres Bestehens noch immer fehlt, ist eine Gesamt­dar­stel­lung, eine Mar­ke Arns­berg, die unse­re Stadt mit all ihren Stär­ken, ihrer Viel­sei­tig­keit, ihren unter­schied­lich gepräg­ten Orts­tei­len und Chan­cen als Ein­heit in Viel­falt reprä­sen­tiert,” erläu­tert Rats­mit­glied Gerd Stütt­gen den Antrag.  „Nicht zuletzt auf­grund der in den letz­ten Wochen aktu­ell in der Bevöl­ke­rung Arns­bergs und den Medi­en geführ­ten Dis­kus­si­on ist für uns deut­lich gewor­den, dass die Gesamt­dar­stel­lung der Stadt Arns­berg als Gan­zes opti­mie­rungs­be­dürf­tig ist.”

Dach­mar­ke für eine star­ke und attrak­ti­ve Stadt

Ers­te Ansät­ze hin zu einer ver­bes­ser­ten Gesamt­prä­sen­ta­ti­on der Stadt sei­en zwar vor etwa zwei Jah­ren mit wis­sen­schaft­li­cher Beglei­tung begon­nen wor­den und es habe auch Work­shops mit Ver­tre­tern unter­schied­lichs­ter Grup­pen gege­ben, doch eine Aus­wer­tung die­ser Work­shops mit kon­kre­ten Hand­lungs­an­sät­zen lie­ge der Poli­tik bis heu­te nicht vor, bedau­ert Stütt­gen. Ziel müs­se sein „die Iden­ti­tät unse­rer Stadt nach Innen zu stär­ken. Nach Außen muss sich Arns­berg auf geeig­ne­te Wei­se als star­ke und attrak­ti­ve Stadt prä­sen­tie­ren und ent­spre­chend ver­mark­tet wer­den.” Das gesamt­städ­ti­sche Mar­ke­ting­kon­zept sol­le so fle­xi­bel sein, dass es dif­fe­ren­ziert unter­schied­li­che Ziel­grup­pen anzu­spre­chen kann. Das Wer­ben um Füh­rungs­kräf­te müs­se sicher auf eine ande­re Wei­se erfol­gen als die posi­ti­ve Dar­stel­lung der Stadt für jun­ge Leu­te. Alle rele­van­ten Berei­che sol­len in der Kon­zep­ti­on Berück­sich­ti­gung fin­den, sagt Stütt­gen und nennt Wirt­schaft und Arbeits­plät­ze, Tou­ris­mus, Kul­tur, Bildung/Ausbildung, Woh­nen, Energiewende/Klimawandel, Gesund­heit, Bür­ger­schaft, Ver­ei­ne, Inte­gra­ti­on, Senio­ren, Mobi­li­tät und wei­te­re.

Stadt­mar­ke­ting soll eige­nes Bud­get bekom­men

Das zu schaf­fen­de Stadt­ma­nage­men­tist  nach Auf­fas­sung der SPD mit einem eige­nen Bud­get aus­zu­stat­ten. „Die Mit­tel dafür könn­ten ohne zusätz­li­che Belas­tung des Haus­halts aus dem Etat der WFA genom­men wer­den. Dort müss­te ein Stadt­ma­nage­ment auch orga­ni­sa­to­risch ange­dockt wer­den,” so Stütt­gen. Und wei­ter: „In ver­schie­de­nen Stadt­tei­len bestehen gut funk­tio­nie­ren­de Struk­tu­ren wie Akti­ves Neheim, Ver­kehrs­ver­ein Arns­berg, Wir in Arns­berg, Ver­kehrs- und Gewer­be­ver­ein Hüs­ten und ande­re. Die­se wie auch inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind an der Erar­bei­tung eines gesamt­städ­ti­schen Mar­ke­ting­kon­zepts unmit­tel­bar zu betei­li­gen. Auch in Zukunft sol­len die bestehen­den Orga­ni­sa­to­ren ihre bis­he­ri­gen Arbeits­schwer­punk­te wei­ter ver­fol­gen. Ins­ge­samt sind die­se aber mit­ein­an­der unter der gemein­sa­men Dach­mar­ke zu ver­net­zen und zu koor­di­nie­ren.” Nach Fer­tig­stel­lung der Kon­zep­ti­on müs­se die Mar­ke Arns­berg in den Medi­en, auf Mes­sen und Bör­sen und im Inter­net über­re­gio­nal bewor­ben wer­den, so Stütt­gen. „Ziel muss es sein Arns­berg als über­re­gio­na­ler Wirtschafts‑, Einkaufs‑, Verwaltungs‑, Bildungs‑, Tourismus‑, Kultur‑, Wohn- und Gesund­heits­schwer­punkt zu eta­blie­ren und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Nicht zuletzt durch die skiz­zier­ten Maß­nah­men kann auch dem Bevöl­ke­rungs­schwund wirk­sam ent­ge­gen­ge­tre­ten wer­den.”

Zwei Anträ­ge zur Zukunft der Dör­fer

In zwei wei­te­ren Anträ­gen zum Haus­halt for­dert die SPD-Frak­ti­on Jugend­kon­fe­ren­zen in den Dör­fern, um die dort beson­ders hohe Abwan­de­rung jun­ger Men­schen zu brem­sen, sowie einen Mas­ter­plan für alle Dör­fer und die Auf­nah­me des stra­te­gi­schen Ziels „Die Zukunft unse­rer Dör­fer gestal­ten und ent­wi­ckeln“ in den Haus­halts­plan.

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2 Kommentare zu SPD: Gesamt­dar­stel­lung der Stadt opti­mie­ren

  • Will­kom­men im Wahl­kampf …
    einen inhalt­lich nahe­zu iden­ti­schen Antrag haben Grü­ne und CDU im rat der Stadt Arns­berg schon vor ziem­lich genau einem Jahr ein­ge­bracht und er wird seit dem im Wirt­schaftsau­schuss und ande­ren Gre­mi­en behan­delt.
    Haben das die Genos­sen irgend­wie nicht mit bekom­men?
    Das wäre die eine pein­li­che Erklä­rung … oder die­ser SPD-Antrag ist Popu­lis­mus in Reinst­form wäre die ande­re mög­li­che Erklä­rung.

  • Im SPD-Antrag taucht der Vor­schlag zur Durch­füh­rung von Jugend­kon­fe­ren­zen auf, durch wel­che die Abwan­de­rung jun­ger Men­schen gebremst wer­den soll. Eine sol­che U‑25-Kon­fe­renz fand vor zwei Wochen hier in Sun­dern-Hagen mit gro­ßer Betei­li­gung statt. Das Motiv der Jugend­li­chen war dabei die unmit­tel­ba­re Mit­ge­stal­tung des Dor­fes und des Dorf­le­bens. Mit zu ent­schei­den, respek­tiert zu wer­den und Ver­än­de­run­gen zu bewir­ken war der Kon­fe­renz sehr wich­tig. Stra­te­gi­sche Zie­le, wie die Abbrem­sung der Abwan­de­rung nach der Schul­aus­bil­dung, dür­fen mei­nes Erach­tens nicht das „gehei­me Ziel” sol­cher Kon­fe­ren­zen sein. Das Pro­blem, nach dem Stu­di­um kei­ne beruf­li­che Per­spek­ti­ve im Sauer­land zu sehen, kann man so lei­der nicht lösen. Durch­füh­ren soll­te man Jugend­kon­fe­ren­zen aber den­noch – als tol­le Mög­lich­keit der Par­ti­zi­pa­ti­on!

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