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Neue BI gegen Nazi­stra­ßen und Ras­sis­mus

2014.01.30.Arnsberg (1)Sun­dern. Jetzt sei die Zeit, dass sich die Sun­derner Bevöl­ke­rung klar posi­tio­nie­re, hat­te Jür­gen Ter Braak am Don­ners­tag im Rat gesagt, als die Rats­mit­glie­der ihr kla­res Nein zum Bür­ger­be­geh­ren der BI Nel­li­us­stra­ße in Hach­en gesagt hat­ten und es so nun zum ers­ten Bür­ger­ent­scheid in Sun­dern kommt. Den Wor­ten des SPD-Frak­ti­ons­chefs haben Ste­fan Lan­ge und Sebas­ti­an Boo­ke, der Vor­sit­zen­de und der stellv. Vor­sit­zen­de des CDU-Stadt­ver­bands, den Auf­ruf zur Grün­dung einer neu­en Bür­ger­initia­ti­ve fol­gen las­sen. Sie nen­nen die Bür­ger­initia­ti­ve „Kei­ne Nazi­stra­ßen, kei­ne Ver­harm­lo­sung von Ras­sis­mus” und fol­gen damit einem Vor­schlag des His­to­ri­kers Peter Bür­ger, der sich in den letz­ten Mona­ten inten­siv mit Leben und Wir­ken von Georg Nel­li­us aus­ein­an­der­ge­setzt hat. Die Grün­dungs­ver­samm­lung der Bür­ger­initia­ti­ve soll bereits am kom­men­den Mitt­woch statt­fin­den.

„Ein Zei­chen für unse­re gemein­sa­me Hei­mat­stadt Sun­dern set­zen!”

Hier der Wort­laut der Ein­la­dung zur Grün­dung, den die bei­den Initia­to­ren am Frei­tag ver­öf­fent­licht haben:

Sunderns CDU-Stadtverbandsvorsitzender Stefan lange. (Foto: CDU)

Ste­fan Lan­ge. (Foto: CDU)

„Der Rat der Stadt Sun­dern hat ges­tern ein ein­drucks­vol­les Zei­chen gesetzt gegen die Ver­harm­lo­sung von Ras­sis­mus. Mit einer über­wäl­ti­gen­den Mehr­heit der Stim­men der Rats­mit­glie­der wur­de das Bür­ger­be­geh­ren gegen die Umbe­nen­nung der Nel­li­us­stra­ße abge­lehnt. 

Wir möch­ten an die­ser Stel­le ganz aus­drück­lich den Initia­to­ren des Antra­ges zur Umbe­nen­nung der Stra­ße, näm­lich der Frak­ti­on Bünd­nis ’90/ Die Grü­nen, dan­ken, die­se Debat­te in Sun­dern ange­sto­ßen zu haben. Und unser per­sön­li­cher Dank rich­tet sich an die His­to­ri­ker Peter Bür­ger, Micha­el Gos­mann und Wer­ner Neu­haus, die in den ver­gan­ge­nen Wochen wis­sen­schaft­lich in unzäh­li­gen Stun­den Arbeit und per­sön­li­chen Ein­sat­zes bele­gen konn­ten, dass Georg Nel­li­us ganz ein­deu­tig ein „kul­tur­po­li­ti­scher Steig­bü­gel­hal­ter des Natio­nal­so­zia­lis­mus“ war. 

In Sun­dern – da waren sich ges­tern 37 von 39 Rats­mit­glie­dern über alle Par­tei- und Frak­ti­ons­gren­zen hin­weg einig, dür­fen kei­ne Täter mit Stra­ßen­na­men geehrt wer­den. Wir beschä­di­gen damit nicht nur das Andenken an die Opfer, wie bei­spiels­wei­se die Fami­lie Klein, son­dern wir beschä­di­gen damit auch das Anse­hen unse­rer Hei­mat.

Sebastian Booke (Foto: CDU)

Sebas­ti­an Boo­ke (Foto: CDU)

Wir möch­ten dies ver­hin­dern! Wir wol­len zei­gen, dass Sun­dern kei­ne Nazi­stra­ßen will. Wir wol­len zei­gen, dass es nur die Opfer sind, die wir mit Stra­ßena­men ehren dür­fen und nicht die Täter! Wir wol­len ein Zei­chen set­zen für Demo­kra­tie und gegen Ras­sis­mus!

Und des­halb grei­fen wir heu­te den Vor­schlag von Peter Bür­ger auf: Wir rufen auf zur Grün­dung einer Bür­ger­initia­ti­ve „Kei­ne Nazi­stra­ßen, kei­ne Ver­harm­lo­sung von Ras­sis­mus“, um den anste­hen­den Bür­ger­ent­scheid ganz ein­deu­tig zu beant­wor­ten und die Nel­li­us­stra­ße umzu­be­nen­nen! 

Zur kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung der Bür­ger­initia­ti­ve laden wir ein für Mitt­woch, den 12. Febru­ar 2014, um 20:00 Uhr ins Tag­werk (Kol­ping­haus), Haupt­str. 105, 59846 Sun­dern.

Wir wür­den uns sehr freu­en, wenn alle, die unser Anlie­gen unter­stüt­zen, ganz gleich wel­cher Par­tei oder Frak­ti­on sie ange­hö­ren, an die­ser kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung teil­neh­men wür­den und damit ein Zei­chen für unse­re gemein­sa­me Hei­mat­stadt Sun­dern set­zen!”

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2 Kommentare zu Neue BI gegen Nazi­stra­ßen und Ras­sis­mus

  • Dann sol­len die Leu­te bei sich in der Fami­li­en mal anfan­gen , und ihre Eltern und Omas und Opas aus den Rega­le ver­ban­nen . Die haben den Hit­ler damals an die macht gebracht . Die Frau­en die in Fir­men Muni­ti­on zusam­men gebaut und nicht nein gesagt haben . oder die Sol­da­ten die nicht nein gesagt haben . Das war mal , und kommt hof­fent­lich auch nicht noch mal so was .

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