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Isa­bell Hoff­mann bekommt August-Macke-För­der­preis

Freu­en sich mit der Preis­trä­ge­rin: (v.l.) Peter Schul­te (Vor­stand Spar­kas­se Mesche­de), Chris­toph Mau­se (Kura­to­ri­um), Anne­gret Mei­ning­haus (Kura­to­ri­um), Dr. Karl Schnei­der (Land­rat & Jury­mit­glied), Isa­bell Hoff­mann (Künst­le­rin), Prof. Dr. Carl-Peter Busch­küh­le (Lei­tung August-Macke-Kura­to­ri­um), Tho­mas Ten­kamp (Pro­vin­zi­al), Chris­ti­ne Schle­ring-Ber­tels­mey­er (Kura­to­ri­um) und Cor­ne­lia Reu­ber (Fach­dienst Kul­tur) (Foto: HSK)

HSK. Mit gro­ßer Freu­de ver­kün­de­te Land­rat Dr. Karl Schnei­der die Sie­ge­rin des dies­jäh­ri­gen August-Macke-För­der­prei­ses. Isa­bell Hoff­mann erhält den hoch dotier­ten Preis für ihre foto­gra­fi­schen Arbei­ten. Prof. Dr. Carl-Peter Busch­küh­le wür­dig­te das Werk der Künst­le­rin und sag­te: „Die Arbei­ten von Isa­bell Hoff­mann waren die rei­fes­ten Wer­ke in der Aus­wahl. Die Ver­bin­dung von Foto­gra­fie und Geschich­te hat über­zeugt.”

Sti­pen­dia­tin der Folk­wang Uni­ver­si­tät

An der Folk­wang Uni­ver­si­tät der Küns­te in Essen, wo die neue August-Macke-För­der­preis­trä­ge­rin ihr Stu­di­um der Foto­gra­fie absol­viert hat, wur­den ihre Leis­tun­gen bereits mehr­fach gewür­digt. Die Gesell­schaft der Freun­de und För­de­rer der Folk­wang Uni­ver­si­tät (GFFF) zeich­ne­te Isa­bell Hoff­mann 2015 mit dem Exzel­lenz­sti­pen­di­um aus, es folg­te 2016 das Leis­tungs­sti­pen­di­um und 2017 die Nomi­nie­rung für den Folk­wang-Preis der Gesell­schaft im Bereich der Foto­gra­fie.

In Koblenz Stadt­fo­to­gra­fin

Das foto­gra­fi­sche Werk der in Sie­gen gebo­re­nen Künst­le­rin setzt sich vor­wie­gend mit Stadt­land­schaf­ten aus­ein­an­der. Dabei inter­es­siert sie nicht nur die Archi­tek­tur und die Atmo­sphä­re der Orte, son­dern auch die mit ihnen ver­bun­de­ne Geschich­te. So wur­de sie 2017 zur „Koblen­zer Stadt­fo­to­gra­fin” gewählt. Die Stadt Koblenz lädt im Rah­men die­ses Pro­jek­tes jähr­lich Foto­gra­fen ein, mit einem „fri­schen Blick” neue Ansich­ten der Stadt frei­zu­le­gen. Isa­bell Hoff­mann beschäf­tig­te sich in ihrer Arbeit vor Ort mit Spu­ren der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­gan­gen­heit in der Stadt. Foto­gra­fi­en von Häu­sern, Plät­zen oder archi­tek­to­ni­schen Details aus dem all­täg­li­chen Stadt­bild ver­wei­sen auf eine oft ver­ges­se­ne Geschich­te aus der NS-Zeit, die mit ihnen ver­bun­den ist. Isa­bell Hoff­manns Fotos von schein­bar Bekann­tem brin­gen somit Unsicht­ba­res, oft Unbe­kann­tes der all­täg­li­chen Orte ins Bewusst­sein.

5000 Euro, Alters­gren­ze 27

Im Wech­sel mit dem August-Macke-Preis, der an her­aus­ra­gen­de Künst­ler der Gegen­wart ver­lie­hen wird, wird auch der För­der­preis alle drei Jah­re vom Hoch­sauer­land­kreis ver­ge­ben. Er ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Kul­tur­stif­tung der West­fä­li­schen Pro­vin­zi­al Ver­si­che­rung sowie den Spar­kas­sen im Hoch­sauer­land­kreis gestif­tet. Gewür­digt und geför­dert wird mit ihm die Arbeit jun­ger Künst­le­rin­nen und Künst­ler, die nicht älter als 27 Jah­re sind, die in Süd­west­fa­len gebo­ren sind, seit min­des­tens zwei Jah­ren hier ihren Wohn­sitz haben oder über­wie­gend in die­ser Regi­on künst­le­risch arbei­ten.

Elf Bewer­bun­gen

In die­sem Jahr haben sich elf Künst­le­rin­nen und Künst­ler bewor­ben. Aus den meist hoch­klas­si­gen Ein­rei­chun­gen kamen vier in die End­aus­schei­dung. Ein­stim­mig wur­de schließ­lich Isa­bell Hoff­mann zur Preis­trä­ge­rin bestimmt. Der Jury unter Lei­tung des Vor­sit­zen­den des August-Macke-Kura­to­ri­ums, Prof. Dr. Carl-Peter Busch­küh­le, gehör­ten HSK-Land­rat Dr. Karl Schnei­der, Tho­mas Ten­kamp von der Kul­tur­stif­tung der West­fä­li­schen Pro­vin­zi­al Ver­si­che­rung sowie die Kura­to­ri­ums­mit­glie­der Anne­gret Mei­ning­haus, Chris­ti­ne Schle­ring-Ber­tels­mey­er und Chris­toph Mau­se an. Die Jury über­zeug­te die rei­fe künst­le­ri­sche Posi­ti­on, die Isa­bell Hoff­mann sich mit ihrer Foto­gra­fie erar­bei­tet hat, die die Ästhe­tik der Orte und ihre Geschich­te ver­bin­det und so neben der Eröff­nung neu­er Bli­cke auf schein­bar ver­trau­te Moti­ve Anstö­ße zum Nach­den­ken über das Ver­hält­nis von Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart gibt. Damit gewin­ne ihre Kunst auch eine poli­ti­sche Dimen­si­on.

Preis­trä­ger-Aus­stel­lung im Klos­ter Bre­delar

Am 11. Novem­ber 2018 wird der August-Macke-För­der­preis an Isa­bell Hoff­mann im Rah­men der Eröff­nung ihrer Preis­trä­ger-Aus­stel­lung im Klos­ter Bre­delar ver­ge­ben. Isa­bell Hoff­mann freut sich schon auf die Aus­stel­lung und ver­riet: „Die Aus­stel­lung wird wohl ein Quer­schnitt aller Arbei­ten. Viel­leicht wer­de ich extra für die Aus­stel­lung noch ein paar neue Arbei­ten im Sauer­land machen.”

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