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Der 9. Weih­nachts­treff star­tet mit Gän­se-Ver­lo­sung für die Tafel

2013.12.03.Arnsberg.Weihnachtstreff

Freu­en sich auf ein gelun­ge­nes Auf­takt­wo­chen­en­de des 9. Nehei­mer Weih­nachts­treffs mit gro­ßer Gän­se-Ver­lo­sung: Gise­la Clo­er, Ursu­la Stein­berg und Mar­grit Thal­mann von der Arns­ber­ger Tafel sowie Theo Krick, Con­ny Buch­he­is­ter und Her­bert Scheidt vom Akti­ven Neheim (jeweils von links). (Foto. oe)

Neheim. Eine lus­ti­ge Gän­se­fi­gur mit roter Niko­laus­müt­ze hat­te Mar­grit Thal­mann am Diens­tag zum Foto­ter­min auf der Haupt­stra­ße mit­ge­bracht. Die Gän­se, die sie und ihre Mit­strei­te­rin­nen von der Arns­ber­ger Tafel am Wochen­en­de an die glück­li­chen Gewin­ner der gro­ßen Ver­lo­sung aus­ge­ben wol­len, wer­denaber ganz anders aus­se­hen: ordent­lich ver­packt,  tief­ge­fro­ren und küchen­fer­tig für einen lecke­ren Advents- oder Weih­nachts­bra­ten.

Die tra­di­tio­nel­le Ver­lo­sung zu Guns­ten der Arns­ber­ger Tafel ist einer der ers­ten Höhe­punk­te beim 9. Nehei­mer Weih­nachts­treff, der am Niko­laus­tag für 17 Tage sei­ne Pfor­ten im Schat­ten des Doms öff­net. 100 oder mehr Gän­se wer­den bei ent­spre­chen­der Betei­li­gung von Frei­tag bis Sonn­tag an die Gewin­ner der Ver­lo­sung aus­ge­hän­digt. Dazu gibt es auch Glüh­wein und Stu­tenker­le zu gewin­nen. „Und auch die Nie­ten sind ein Gewinn, denn die hel­fen der Arns­ber­ger Tafel”, so die 2. Vor­sit­zen­de Mar­git Thal­mann. Die Tafel brau­che die Ein­nah­men aus der Ver­lo­sung, um ihre sehr hohen Trans­port- und Logis­tik­kos­ten zu decken. Inzwi­schen sei­en vier Autos der Arns­ber­ger Tafel in ganz Nord­rhein-West­fa­len unter­wegs, um gespen­de­te Lebens­mit­tel abzu­ho­len und mit ande­ren Tafeln zu tau­schen. So sei­en gera­de erst drei Fahr­zeu­ge in Aachen gewe­sen, um Advents­ka­len­der abzu­ho­len, von denen ein Teil gleich nach Güters­loh und Müns­ter wei­ter­ge­ge­ben wur­de.

Der Rekord von 10.000 Losen für die Tafel soll fal­len

Erst­mals, so City­ma­na­ger Con­ny Buch­he­is­ter, wer­den in die­sem Jahr auch aus­weis­lich der Lose Weih­nachts­gän­se ver­lost. Denn zuguns­ten der Tafel sei man in den letz­ten Jah­ren spar­sam gewe­sen und habe die alten Lose für „Mar­tins­gän­se” auf­ge­braucht, obwohl  der frü­he­re ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­tag zu St. Mar­tin im Novem­ber schon vor eini­gen Jah­ren in den Dezem­ber ver­legt wer­den muss­te. 30.000 neue Lose hat das Akti­ve Neheim nun dru­cken las­sen. Und 10.000 soll­ten davon bis Sionn­tag­abend schon zum Stück­preis von einem Euro ver­kauft sein, wünscht sich der City­ma­na­ger. Der bis­he­ri­ge Rekord lie­ge bei 9300. Den habe man in den letz­ten bei­den Jah­ren bre­chen wol­len, doch zwei Mal habe das Wet­ter einen Strich durch die Rech­nung gemacht. „Sonn­tag­abend wird gezählt,” ist Con­ny Buch­he­is­ter opti­mis­tisch.

Opti­mis­tisch ist das Akti­ve Neheim auch, weil der Weih­nachs­treff bei sei­ner 9. Auf­la­ge wie­der ein Stück drauf­ge­legt hat. „Am letz­ten Wochen­en­de gab es nur einen klei­nen Vor­ge­schmack, wir brau­chen noch 48 Stun­den, bis alles fer­tig ist”, sag­te Con­ny Buch­he­is­ter am Diens­tag und kün­dig­te eini­ge attrak­ti­ve Neu­ig­kei­ten an, um das Publi­kum mög­lichst jeden tag wie­der auf’s neue in die Innen­stadt zu locken. Und Her­bert Scheidt, Lei­ter des Arbeits­krei­ses Events, erläu­tert die Stra­te­gie: „Wir wol­len lang­sam wach­sen und auf Qua­li­tät statt auf Quan­ti­tät set­zen. Jedes Jahr zwei Hüt­ten mehr sind unser Ziel.” Immer­hin sind es in die­sem Jahr bereits 21.

Gro­ße Märk­lin-Eisen­bahn aus den 60-er Jah­ren

Eine Neu­ig­keit ist das 3 ‚40 Meter hohe Hexen­haus mit lebens­gro­ßen Figu­ren, das am Mitt­woch mit­ten in die Kin­der­eisen­bahn gesetzt wer­den soll. Dazu kom­men noch zahl­rei­che Tan­nen­bäu­me, so dass die Kin­der durch einen rich­ti­gen Mär­chen­wald fah­ren kön­nen. Kurz­fris­tig ins Pro­gramm genom­men hat Con­ny Buch­he­is­ter eine gro­ße Märk­lin-Modell­ei­sen­bahn­an­la­ge, die er zufäl­lig ent­deckt und  am Wochen­en­de aus Kre­feld geholt hat. Eine Anla­ge, die ein Vater in den 60-er Jah­ren für sei­nen Sohn ger­baut hat und die die­ser in sei­nem Kel­ler für sei­ne Söh­ne gehü­tet hat. Eine Anla­ge mit drei Tra­fos, die ohne moder­ne Elek­tro­nik, dafür aber wie am Schnür­chen läuft und den City­ma­na­ger zum schwär­men bringt. Beim Betrach­ten die­ser Anla­ge könn­ten Väter und Groß­vä­ter dem heu­ti­gen Nach­wuchs erklä­ren, wie man frü­her so ganz ohne Play­sta­ti­on oder Digi­ta­li­sie­rung oft stun­den­lang mit sei­ner Eisen­bahn ver­schmolz, und dass es damals wie heu­te Auf­ga­be der Mut­ter war, an den nächs­ten Voka­bel­test zu erin­nern.

„Kein Nehei­mer Weih­nachts­treff ohne eine Krip­pen­prä­sen­ta­ti­on des Oeven­tro­per Krip­pen­samm­lers Mathi­as Marx,” fährt Con­ny Buch­he­is­ter mit der Auf­zäh­lung der High­lights fort. Dies­mal gibt es eine lebens­gro­ße Krip­pe, die der Oeven­tro­per Künst­ler Gün­ter Stru­we gestal­tet hat. In gleich zwei Aus­stel­lungs­häus­chen wer­den idyl­li­sche Weih­nachts­dör­fer gezeigt, die vom Oeven­tro­per Erzie­her Mathi­as Marx und vom Köl­ner Desi­gner Wer­ner Ques­ter auf­wän­dig gestal­tet wur­den. Zudem wird Klaus Fischer wie­der aus­ge­such­te Rari­tä­ten aus sei­nem Pri­vat-Muse­um „Werk Neheim” zei­gen. Erin­ne­run­gen an die rei­che Indus­trie­ge­schich­te der Regi­on und dazu eine Video-Col­la­ge mit mehr als 2300 sorg­sam gehü­te­ten Foto-Schät­zen. Auf der Büh­ne, die im täg­li­chen Wech­sel von ver­schie­dens­ten Grup­pen und Veri­nen bespielt wird, star­tet jeden Tag bei Ein­bruch der Däm­me­rung das Nehei­mer Win­ter­ki­no. Im täg­li­chen Wech­sel gibt es Fil­me zu Hugo Bre­mer oder den Nehei­mer Moto­ren­wer­ken, zum Stadt­bild vor der Sanie­rung oder zur Geschich­te der Jäger oder noch ganz frisch von den Bür­ger­tou­ren ins sizi­lia­ni­sche Cal­ta­gi­ro­ne.

Täg­lich bis min­des­tens 19.30 Uhr geöff­net

Der Niko­laus, die Weih­nachts­mann-Sprech­stun­de oder die Wich­tel­werk­statt sind wei­te­re Attrak­tio­nen, eben­so wie die Feu­er­zan­gen­bow­le, zu der das Akti­ve Neheim Mit­glie­der und Unter­stüt­zer am Frei­tag, dem 13. ein­lädt, oder das Stock­brot­bra­ten über gro­ßen Feu­er­scha­len rund um die Blau­tan­ne auf dem Markt­platz am ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag, dem 8. Dezem­ber. Der Weih­nachts­treff öff­net vom 6. bis 22. Dezem­ber mon­tags bis don­ners­tags um 14 Uhr, frei­tags und sams­tags um 11 Uhr und am ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag um 12 Uhr und ist abends bis min­des­tens 19.30 Uhr geöff­net, bei genug Durst am Glüh­wein­stand auch län­ger.

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