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Caritas: Ehrenamtliche können Humor und Clownerie lernen

Lustig war auch die Projektvorstellung: Clown und zauberer Christian Bach (quer) mit Christian Stockmann, Jutta Schlinkmann-Weber, Kathrin Gries und . (Foto: oe)
Lus­tig war auch die Pro­jekt­vor­stel­lung: Clown und Zau­be­rer Chris­ti­an Bach (quer) mit (v.l.) Chris­ti­an Stock­mann, Jut­ta Schlink­mann-Weber, Kath­rin Gries und Tho­mas Kel­ler­mann. (Foto: oe)

Arns­berg. „Das kann ja hei­ter wer­den!“ ist das Mot­to beim Cari­tas­ver­band Arns­berg-Sun­dern, der zusam­men mit dem hei­mi­schen Zau­be­rer und Clown Chris­ti­an Bach eine Humor­schu­lung anbie­tet. Eine ein­jäh­ri­ge Fort­bil­dung für inter­es­sier­te und ehren­amt­lich enga­gier­te Men­schen, „die Spaß und Freu­de ent­wi­ckeln, um die Men­schen, denen sie begeg­nen, damit anzustecken“.

„Clown erzeugt zu 98 Prozent positive Resonanz“

Christian Bach als Clown. (Foto: Caritasverband)
Chris­ti­an Bach als Clown. (Foto: Caritasverband)

Chris­ti­an Bach ist seit 20 Jah­ren als pro­fes­sio­nel­ler Zau­be­rer unter­wegs, aber eben­so lan­ge auch ehren­amt­lich als Clown, häu­fig in Ein­rich­tun­gen der Cari­tas, zu der er in Kon­takt geblie­ben ist, seit er dort vor zwei Jahr­zehn­ten sei­nen Zivil­dienst absol­viert hat. „Alle Men­schen ken­nen den Clown und bei allen erzeugt er – mit oft ganz ein­fa­chen Mit­teln – eine Reso­nanz. Zu 98 Pro­zent sind das Lachen und posi­ti­ve Gefüh­le,“ sagt Chris­ti­an Bach, der die­se Auf­trit­te beson­ders schätzt, weil sie „ein­fach schön sind“ und ihn selbst „min­des­tens genau­so beflügeln“.

In die Lebenswelten einsteigen

„Die­se Clown-Auf­trit­te sind auch ganz anders als die als Zau­be­rer,“ so Chris­ti­an Bach. Ein Zau­be­rer habe ein fes­tes Pro­gramm, zei­ge, was er kön­ne. Und das gel­te eben­so für den Zir­kus­clown. Als Clown dage­gen suche er den Ein­zel­kon­takt, stei­ge in die Lebens­welt sei­ner Gegen­über ein, hole sie ab, „wo sie gera­de sind“. Die rote Clowns­na­se als kleins­te Mas­ke der Welt ermög­li­che ihm dabei, auch bei Men­schen, die er vor 30 Sekun­den das ers­te Mal gese­hen habe, Gren­zen zu über­schrei­ten, die auch er sonst nie über­schrei­ten wür­de, und so Humor ent­ste­hen zu las­sen. Er selbst rede dabei meist ganz wenig, arbei­te oft nur mit Händedrücken.

Die eigene authentische Bühnenfigur entwickeln

Sei­ne Erfah­run­gen und Fähig­kei­ten will Chris­ti­an Bach jetzt an Inter­es­sier­te wei­ter­ge­ben. Die Humor­schu­lung ist ein auf ein Jahr ange­leg­tes Pro­jekt, an dem maxi­mal zehn Erwach­se­ne teil­neh­men kön­nen. Es star­tet im Sep­tem­ber mit dem ers­ten von fünf Wochen­end­se­mi­na­ren. Ver­mit­telt wer­den Grund­la­gen der Clow­ne­rie, Zau­be­rei und Schau­spiel­kunst und der pro­fes­sio­nel­le Umgang mit Begeg­nun­gen und schwie­ri­gen Situa­tio­nen. Dazu kom­men Übun­gen vor Publi­kum in ver­schie­de­nen Cari­tas­ein­rich­tun­gen. Es geht aber auch um Selbst­er­fah­rung und grup­pen­dy­na­mi­sche Pro­zes­se, um Ken­nen­ler­nen der eige­nen Gren­zen, um Stär­kung von Mit­ge­fühl, Mit­freu­de und Acht­sam­keit auf die eige­ne Per­son. Zudem soll jeder Teil­neh­mer eine eige­ne Büh­nen­fi­gur ent­wi­ckeln. „Die Schu­lung soll auch ein Stück Per­sön­lich­keit­ent­wick­lung für die Teil­neh­mer sein“, so Bach. Sie sol­len in sich hin­ein schau­en und am Ende das, was in ihnen ist, spie­len und über­spitzt dar­stel­len kön­nen. „Denn der Clown muss authen­tisch sein. Wenn er nur etwas nach­macht, was er irgend­wo gese­hen hat, fin­det er kei­nen Zugang zu sei­nem Gegenüber.“

Neue Facette des Ehrenamts

2014.02.01.Logo.CaritasverbandJut­ta Schlink­mann-Weber, die als Ehren­amts­ko­or­di­na­to­rin rund 350 Ehren­amt­li­che im Cari­tas­ver­band Arns­berg-Sun­dern betreut, freut sich auf eine ganz neue Facet­te des Ehren­amts jen­seits der klas­si­schen Ange­bo­te. „Das passt in unse­re Linie, in die Sozi­al­räu­me und Quar­tie­re zu gehen, Men­schen raus aus dem Schne­cken­haus und der Iso­lie­rung zu holen und mit­ein­an­der in Kon­takt zu brin­gen.“ Sie freut sich dar­auf, dass die Teil­neh­mer der Humor­schu­lung künf­tig Spaß und Freu­de ver­brei­ten wer­den – bei Som­mer­fes­ten, Tagen der offe­nen Tür und vie­len ande­ren Gele­gen­hei­ten, im Cari­tas­ver­band und auch anders­wo. Und dabei brau­che nie­mand Sor­ge haben, „in Hand­schel­len gelegt“ zu wer­den. Ehren­amt beim Cari­tas­ver­band sei immer frei­wil­lig bei frei­er Zeiteinteilung.

Kostenlose Teilnahme

Die Teil­nah­me an der Humor­schu­lung ist kos­ten­los, da sie vom Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­ter im Rah­men eines Pro­gram­mes „Anlauf­stel­le für älte­re Men­schen“ geför­dert wird. Ers­ter Fort­bil­dungs­ter­min ist der 9. und 10. Sep­tem­ber 2016. Die Grup­pe soll­te aus höchs­tens zehn Per­so­nen mög­lichst ver­schie­de­ner Alters­grup­pen bestehen, wobei 16 Jah­re das Min­dest­al­ter ist. Neben bis­he­ri­gen ehren­amt­li­chen Cari­tas­mit­ar­bei­tern kön­nen ger­ne auch ande­re Inter­es­sier­te teil­neh­men. „Ich freue mich drauf“, sagt Chris­ti­an Stock­mann, Vor­sit­zen­der des Cari­tas­ver­bands, und hält bei gro­ßer Nach­fra­ge auch eine zwei­te Grup­pe für möglich,

  • Kon­takt für Inter­es­sen­ten: Jut­ta Schlink­mann-Weber, Tel. 02931 5450523, j.schlinkmann-weber@caritas-arnsberg.de

 

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