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Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten auf den digi­ta­len Zahn gefühlt

Die vier Kan­di­da­ten Rein­hard Wil­helm, Emi­lio Pelu­so, Peter Erb und Ralf Paul Bitt­ner (von links) mit Mode­ra­to­rin Michae­la Pad­berg auf dem Podi­um im Kai­ser­haus. (Foto: oe)

Neheim. Auch beim zwei­ten Auf­ein­an­der­tref­fen der vier Arns­ber­ger Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten inner­halb von 24 Stun­den war die Bude voll. Bei der Wahl­kampf­are­na des Digi­ta­len Forums im Nehei­mer Kai­ser­haus dräng­ten sich über 200 Zuhö­rer im Saal, vie­le ver­folg­ten die zwei­stün­di­ge Ver­an­stal­tung ste­hend. Anders als tags zuvor beim Senio­ren­bei­rat in Hüs­ten wur­de die Rede­zeit der Kan­di­da­ten nicht gemes­sen, dafür sorg­te Mode­ra­to­rin Michae­la Pad­berg streng dafür, dass alle am The­ma, der digi­ta­len Zukunft Arns­bergs, blie­ben. Das bot mit den Berei­chen Ver­wal­tung, Bil­dung, Wirt­schaft und Han­del  ohne­hin ein wei­tes Feld. Der Ver­an­stal­ter Digi­ta­les Forum hat­te sich im Vor­feld viel Mühe gege­ben und hat­te für kur­ze Film­ein­spie­ler zahl­rei­che Arns­ber­ger befragt, Bür­ger von der Stra­ße eben­so wie Akteu­re aus Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Schu­len.

Nur ein Kan­di­dat twit­tert

In der Ein­stiegs­run­de soll­ten die Kan­di­da­ten berich­ten, wie weit sie selbst schon digi­tal unter­wegs sind. Dabei zeig­ten sich durch­aus Unter­schie­de, auch wenn Inter­net und Smart­pho­ne für alle eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sind. SPD-Kan­di­dat Ralf Paul Bitt­ner sag­te, dass er sozia­le Medi­en wie Face­book und Twit­ter in sei­nem Wahl­kampf der­zeit inten­siv nut­ze und auch Insta­gram sehr schön fin­de. Als Mit­glied im Stadt­rat habe er sofort auf digi­ta­le Rats­ar­beit umge­stellt, als dies mög­lich wur­de, und sei­ne Tages­zei­tung lese er digi­tal, auch weil er da Infor­ma­tio­nen ein paar Stun­den eher bekom­men kön­ne. Peter Erb, par­tei­lo­ser Kan­di­dat von CDU und Grü­nen, berich­te­te, dass er pri­vat PC, Smart­pho­ne und Online-Ban­king nut­ze, sozia­le Medi­en wie Face­book und Twit­ter aber eher weni­ger. Im Beruf sei er deut­lich mehr online unter­wegs. Er habe bei Kar­stadt inzwi­schen ein Büro fast ohne Akten und beschäf­ti­ge sich inten­siv mit dem rasant wach­sen­den Online-Han­del. Emi­lio Pelu­so, Kan­di­dat der AfD, sag­te, er nut­ze pri­vat Face­book. Betrieb­lich sei das Inter­net unver­zicht­bar, etwa bei den vie­len Son­der­wün­schen der Kun­den. Rein­hard Wil­helm, Kan­di­dat der Fami­li­en­par­tei, sag­te, er sei als ein­zi­ger der Kan­di­da­ten „ein Kind der Digi­ta­len Welt”, ern­te­te aber einen spöt­ti­schen Lacher, als er sei­nen Alters­un­ter­schied – 45 gegen­über 51 und 52 der ande­ren drei – groß­zü­gig zwei­stel­lig auf­run­de­te. Schon beim Stu­di­um habe er die digi­ta­le Welt von der Pike auf ken­nen­ge­lernt, so Wil­helm. Heu­te sei sein Büro kom­plett digi­ta­li­siert und zu Hau­se kom­me auch Fern­se­hen und Radio nur noch aus dem Inter­net. Face­book nüt­ze er, Twit­ter hal­te er dage­gen für unnütz.

Wil­helm will „Digi­ta­len Bür­ger­rat”

Zum The­ma Ver­wal­tung stell­te Wil­helm sein Pro­jekt Digi­ta­ler Bür­ger­rat vor, das eine gro­ße Rol­le in sei­nem Wahl­kampf ein­neh­men sol­le. das sol­le eine paß­wort­ge­schütz­te Platt­form für alle Arns­ber­ger sei, um mit­zu­dis­ku­tie­ren, um stets einen Über­blick zu haben, was aus Anträ­gen gewor­den ist, aber auch, um Ein­blick in die eige­ne elek­tro­ni­sche Akte zu haben und den aktu­el­len Stand zu ver­fol­gen. Emi­lio Pelu­so sag­te, bei der Digi­ta­li­sie­rung des Rat­hau­ses sei­en vie­le gute Sachen bereits in die Wege gelei­tet. Man müs­se aber auf­pas­sen und abwä­gen, ob zuviel Digi­ta­li­sie­rung nicht nur eine Stan­ge Geld, son­dern auch Arbeits­plät­ze kos­te. Peter Erb sag­te, er sehe sei­ne Auf­ga­be dar­in, den unter­schied­li­chen Grup­pen zuzu­hö­ren, her­aus­zu­fin­den, was die Arns­ber­ger wol­len, alle mit­zu­neh­men und Netz­wer­ke zu knüp­fen. Ralf Bitt­ner sag­te, Digi­ta­li­sie­rung sei mehr als Tech­nik. Sie müs­se auch dazu die­nen, das sozia­le Leben gut zu orga­ni­sie­ren. Auch für Erb geht es nicht um Ein­spa­run­gen und Stel­len­ab­bau, son­dern dar­um, neue Frei­räu­me zu schaf­fen und das Leben der Bür­ger ein­fa­cher machen. Bitt­ner kün­dig­te an, dass er als Bür­ger­meis­ter kon­se­quent die bis­he­ri­ge Pro­jekt­grup­pe zu einem eige­nen Fach­dienst Digi­ta­li­sie­rung aus­bau­en wer­de.

Bitt­ner: „Kei­ne Schlie­ßung des Stadt­bü­ros Oeven­trop”

Die Kan­di­da­ten von CDU/Grünen und SPD: Peter Erb (l.) und Ralf Paul Bitt­ner. (Foto: oe)

Ein Zuhö­rer stell­te die Fra­ge nach der Digi­ta­len Spal­tung. Erb sag­te, man dür­fe die Bür­ger nicht bevor­mun­den und in 0 und 1 kate­go­ri­sie­ren, man müs­se auch die ein­be­zie­hen, die nicht in der Lage sei­en mit­zu­ma­chen. Bitt­ner sag­te, das es mit ihm kei­ne Schlie­ßung des Stadt­bü­ros in Oeven­trop geben wer­de, das gehe gar nicht. Pelu­so sag­te, die Mög­lich­keit des per­sön­li­chen Kon­takts mit der Ver­wal­tung müs­se auf­recht erhal­ten wer­den. Auch Wil­helm sah „viel Bedarf für die sozia­le Sei­te”.

Bil­dung und Kin­der­ar­mut

Eine Kon­fron­ta­ti­on gab es beim The­ma Bil­dung, als Wil­helm sag­te, heut­zu­ta­ge habe doch jedes Kind ein Tablet, dass es mit in die Schu­le brin­gen könn­te. Bitt­ner bot sei­nem Kon­tra­hen­ten dar­auf an, mit ihm in Häu­ser zu gehen, wo es in Arns­berg Kin­der­ar­mut gebe und ein Smart­pho­ne oder Tablet für den Nach­wuchs alles ande­re als selbst­ver­ständ­lich sei. Das The­ma hat­te Erb auf­ge­macht, als er sag­te, es sei bes­ser, dass Kin­der ihre eige­nen Gerä­te mit­brin­gen und nicht an schul­ei­ge­nen arbei­ten, die schon ver­al­tet sei­en, wenn sie ange­schlos­sen wer­den. Auch Wil­helm räum­te hier ein, die Soli­da­ri­tät müs­se funk­tio­nie­ren und es müs­se finan­zi­el­le För­de­rung geben.

Erb: „Geld für Bil­dung not­falls woan­ders weg­neh­men”

Gute Bil­dung sei nicht bil­lig, sag­te Erb, und er sei bereit, das Geld not­falls woan­ders weg­zu­neh­men. Bitt­ner sag­te, es gebe einen gro­ßen Nach­hol­be­darf bei den Schul­ge­bäu­den. Aber man sei auf einem guten Weg, denn 20 Mil­lio­nen Euro sol­len in die Schu­len gehen. Nächs­te Auf­ga­be sei eine Prio­ri­tä­ten­lis­te. In zwei Jah­ren wer­de man eini­ges erreicht haben. Wich­tig für Bitt­ner ist aber auch, die Medi­en­kom­pe­tenz zu stär­ken. Er kön­ne nur mit dem Kopf schüt­teln, wenn ihm Schü­ler berich­ten, dass es noch Leh­rer ohne Smart­pho­ne gebe. Aus dem Publi­kum kam der Ein­wurf, dass es in Arns­berg Schü­ler der Klas­se 11 gebe, die kein Excel und Word ken­nen­ge­lernt haben. Wil­helm for­der­te einen Unter­richt, der mehr auf Pro­duk­ti­vi­tät set­ze. Pro­gram­mie­ren ler­nen mache die Schü­ler zukunfts­si­cher. Erb ant­wor­te­te, ihm sei es lie­ber, wenn die Schü­ler fünf wich­ti­ge Pro­gram­me anwen­den kön­nen als wenn sie eins sel­ber schrei­ben. Ein Schul­lei­ter einer Sekun­dar­schu­le mel­de­te sich zu Wort. Sei­ne Kol­le­gen woll­ten digi­tal arbei­ten, doch es feh­le an Per­so­nal und an Kabeln. So habe er einen guten Haus­meis­ter, aber kei­nen Infor­ma­tik­leh­rer. Und bei der Stadt gebe es gera­de mal einen Admi­nis­tra­tor für alle Schu­len. „Das wol­len wir ändern, das geht so nicht”, sag­te Bitt­ner und kün­dig­te einen Medi­en­ent­wick­lungs­plan an.  Erb sprach auch hier wie­der die Netz­werk­ar­beit an. Er will Alt und Jun­ge, Ehren­amt und Amt zusam­men­brin­gen, wobei Arns­berg bereits auf gutem Weg sei. Auch Bitt­ner will die Enga­ge­ment­för­de­rung noch for­cie­ren. Pelu­so hat­te als Vor­schlag IT als Unter­richts­fach für Haupt­schü­ler vor­ge­schla­gen, wobei das nicht in der Ent­schei­dung des Arns­ber­ger Bür­ger­meis­ters liegt, sich ansons­ten den Vor­red­nern ange­schlos­sen.

Bitt­ner: „Mehr Kom­pe­tenz im Rat­haus schaf­fen”

Beim The­ma Wirt­schaft sag­te Mode­ra­to­rin Michae­la Pad­berg, dass sie das Wort Breit­band­aus­bau jetzt nicht mehr hören wol­le, da das ja für alle Kan­di­da­ten eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sei. Zuvor hat­te Erb dar­auf hin­ge­wie­sen, dass hier der Bür­ger­meis­ter nicht allein ent­schei­de, son­dern das die Netz­be­trei­ber auch Geld ver­die­nen wol­len. Bitt­ner sag­te, Arns­berg habe bis­her nur eine schwa­che 4 erreicht, wol­le aber min­des­tens die 2, mög­lichst die 1 errei­chen. Dafür brau­che es mehr Kom­pe­tenz und dafür wol­le er eine Stabs­stel­le ein­rich­ten.

Pelu­so: „Fach­kräf­te haben wir genug”

Die Kan­di­da­ten von Fami­li­en­par­tei und AfD, Rein­hard Wil­helm (l.) und Emi­lio Pelu­so. (Foto: oe)

Beim The­ma Fach­kräf­te­man­gel sorg­te der AfD-Kan­di­dat für ein Rau­nen im Saal mit sei­ner The­se. „Fach­kräf­te haben wir genug in Arns­berg, aber das Leben ist nicht attrak­tiv, hier gibt es ja nix”, sag­te Pelu­so und nann­te bezahl­ba­ren Wohn­raum und KiTa-Gebüh­ren. „Arns­berg ist eine ganz tol­le Stadt und ich woh­ne ger­ne hier!”, ant­wor­te­te Peter Erb. Gleich­wohl wol­le er die Stadt ins­ge­samt noch inter­es­san­ter machen und nach außen bes­ser ver­kau­fen, um Fach­kräf­te anzu­lo­cken und zu bin­den. Auch Bitt­ner ist über­zeugt, dass Arns­berg Fach­kräf­te von außen braucht. Dafür will er eine Zusam­men­ar­beit mit Dort­mund schmie­den, eine Inno­va­ti­ons­brü­cke bau­en. Das sei eine exis­ten­zi­el­le Sache und des­halb Chef­sa­che, so der SPD-Kan­di­dat. Für Rein­hard Wil­helm ist es eine gewag­te Hoff­nung, dass Dort­mund Fach­kräf­te abge­ben wer­de. Er erneu­er­te sei­ne Posi­ti­on, man müs­se die jun­gen Leu­te in der Schu­le stär­ker in die Pro­duk­ti­vi­tät brin­gen.

Erb: „Han­del darf Inter­net nicht ver­teu­feln”

Beim The­ma Han­del hat­te Peter Erb mit über 30 Jah­ren Kar­stadt-Erfah­rung ein Heim­spiel. Sei­ne kla­re Ansa­ge an alle Händ­ler: „Das Inter­net nicht ver­teu­feln, son­dern damit arbei­ten!” Online und Off­line zu ver­knüp­fen sei auch für klei­ne Händ­ler die ein­zi­ge Chan­ce, zu über­le­ben. Dafür sei es wich­tig, Platt­for­men zu schaf­fen, auf denen sich die loka­len Händ­ler zusam­men­schlie­ßen kön­nen. Emi­lio Pelu­so sag­te, er sei kein Freund des Online-Han­dels. Die Händ­ler soll­ten auf den per­sön­li­chen Kon­takt set­zen und ihre Läden schmack­haft machen. Rein­hard Wil­helm sag­te, er kau­fe reich­lich online ein, aber auch viel off­line. Off­line-Ein­kauf sei für ihn dabei immer auch Erleb­nis und Frei­zeit­ge­stal­tung. Des­halb soll­te der neue  Bür­ger­meis­ter erleb­nis­ori­en­tier­te Ver­an­stal­tun­gen för­dern. „Der Ein­zel­han­del ist das Adre­na­lin der Innen­städ­te!”, zitier­te Ralf Bitt­ner und füg­te an, er wol­le kei­ne Leer­stän­de, denn die Innen­stadt mache eine Stadt lebens­wert. Die Preis­füh­rer­schaft wer­de der Off­line-Han­del nie wie­der errin­gen, des­halb müs­se er auf die Emo­ti­ons­füh­rer­schaft set­zen. Mit viel Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ser­vice sei das eine rie­si­ge Chan­ce. Bitt­ner und Erb ver­wie­sen bei­de auch auf den gesamt­städ­ti­schen Stadt­mar­ke­ting-Pro­zess, bei dem sie bei­de inten­siv mit­ge­wirkt haben. „Der Han­del wird pro­fi­tie­ren, wenn wir die Stadt von Voß­win­kel bis Oeven­trop näher zusam­men­brin­gen”, so Bitt­ner.

AfD-Kan­di­dat in Schluss­run­de sprach­los

In einer kur­zen Schluss­run­de soll­ten die vier Kan­di­da­ten einen Aus­blick auf das digi­ta­le Arns­berg im Jahr 2025 geben, wenn ihre über sie­ben­jäh­ri­ge Amts­zeit als neu­er Bür­ger­meis­ter enden wür­de. Rein­hard Wil­helm sag­te, Digi­ta­li­sie­rung sei nicht nur ein Wort, son­dern müs­se gelebt wer­den. Beson­ders wich­tig sei die Bil­dung. Emi­lio Pelu­so sag­te, er sei kein gro­ßer Freund der Digi­ta­li­sie­rung, fand dann kei­ne wei­te­ren Wor­te mehr. Peter Erb sag­te, die Arns­ber­ger müss­ten den Pro­zess gemein­sam gestal­ten. Er wol­le als Bür­ger­meis­ter beglei­ten und trei­ben, für Qua­li­tät und Geschwin­dig­keit sor­gen. Ralf Paul Bitt­ner sag­te, für ihn ste­he der Mensch im Mit­tel­punkt und er habe den Anspruch, mit Arns­berg vor­an­zu­ge­hen. Die Grund­stei­ne sei­en gelegt, dar­auf müs­se man auf­bau­en.

 

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6 Kommentare zu Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten auf den digi­ta­len Zahn gefühlt

  • Es gab für mich eine hoch­in­ter­es­san­te Minu­te, als näm­lich die Fra­ge nach der Geschwin­dig­keit der Daten­lei­tung im Arns­ber­ger Rat­haus auf­kam, und die Mode­ra­to­rin Pad­berg -sicher unge­wollt- hier mit einem Neben­satz auf­zeig­te, dass ver­mut­lich allein Ralf Bitt­ner sich da aus­ken­nen wer­de. Man merk­te deut­lich: Herr Wil­helm kann gut reden. Auch ohne etwas zu sagen, denn wirk­lich Ahnung hat er nicht, auch wenn er denkt, dass man als Jurist alles kann. Herr Pelu­so ist so hilf­los , dass das schon fast Mit­leid erweckt. Sicher ein tol­ler Hand­wer­ker. Aber das reicht halt nicht. Herr Erb kann ver­kau­fen… und beson­ders gut sich.Kennt aber von der Welt nur Kar­stadt. den Kon­zern, bei dem er sich in die mitt­le­re Füh­rungs­ebe­ne hoch­ge­ar­bei­tet hat. Der Ein­zi­ge, der wirk­lich weiss, was vor­geht in Poli­tik und Verwaltung,und der sei­ne „Pap­pen­hei­mer” kennt, ist Bitt­ner. So ist es denn kaum ver­wun­der­lich, dass er als ein­deu­ti­ger Sie­ger die­ses Duells her­vor­ging. Wer das bezwei­felt: Es ist kein Beweis, aber ein star­kes Indiz, dass Herr Erb wei­te­re Dis­kus­si­ons­run­den mit der erkenn­ba­ren Aus­re­de „Ter­min­druck” ablehnt, auch bereits zuge­sag­te (und damit ein­ge­plan­te. Er wird auf Sym­pa­thie­wer­te set­zen, statt wie Bitt­ner auf Kennt­nis­se und Fähig­keit, die er als Poli­zist und durch Ver­wal­tungs­stu­di­um erwor­ben hat.

    • Lie­ber Herr Kla­ßen,

      ich bedan­ke mich herz­lich für Ihr Lob.

      Aber bit­te tei­len Sie dem Leser zukünf­tig fai­rer­wei­se auch mit, dass Sie enga­gier­tes SPD-Mit­glied sind, ansons­ten ver­steht ein unbe­fan­ge­ner Leser Ihren Frust und Ihre häss­li­chen Abwer­tun­gen nicht.

      Mit lie­ben Grü­ßen

      Rein­hard E. R. Wil­helm
      – Bür­ger­meis­ter-Kan­di­dat -
      Fami­li­en-Par­tei Arns­berg

  • Wer zwi­schen den Zei­len lesen kann, erkennt das ledig­lich Rein­hard Wil­helm mit Fach­wis­sen und Kom­pe­tenz über­zeug­te.
    Übri­gens 5 Jah­re Alters­un­ter­schied sind in unse­rem digi­ta­len Zeit­al­ter „Wel­ten”. Daher, ja Rein­hard Wil­helm ist ein Kind der soge­nann­ten „digi­ta­len Welt”.

    • Wer vor Ort war, konn­te erken­nen, dass Herr Wil­helm, anders als Herr Pelu­so, zumin­dest über ange­le­se­nes Wis­sen ver­füg­te. Das ist jetzt kein Makel. Aber ein Kind der Digi­ta­li­sie­rung ist er des­halb noch lan­ge nicht. Ich wür­de ihn allen­falls als poli­tisch Suchen­den bezeich­nen wol­len, denn er hat ja nun fast alle Par­tei­en durch. Als Anhän­ger vom AfD Grün­der und Euro-Geg­ner Lucke ist er jeden­falls nicht dafür qua­li­fi­ziert, für ein poli­tisch eng ver­zahn­tes Euro­pa zu spre­chen, egal ob mit oder ohne Digi­ta­li­sie­rung.

      • Herr Hoscheidt, was ist denn ein poli­tisch eng ver­zahn­tes Euro­pa? Die Geschichts­bü­cher geben da nichts her, die Zukunft schon gar nicht. Im Übri­gen ist Herr Wil­helm kein Anhän­ger von Pro­fes­sor Lucke, allen­falls hat er Respekt, da sich bei­de visio­när kaum unter­schei­den. Man muss Herrn Pro­fes­sor Lucke zuge­ste­hen, dass er im Euro­pa­par­la­ment gute Arbeit macht, wenn man sich die Stel­lung­nah­men mal anschaut.

  • Digi­ta­le Spra­che ist ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, wo sich man­cher Poli­ti­ker dem Vol­ke wich­tig stellt. Letzt­end­lich geht es aber um Prio­ri­tä­ten und mone­tä­re Auf­bau­ver­füg­bar­keit. Hier hat für mich Wil­helm die weit­aus bes­se­re Ide­en, weil er die Anfor­de­rungs­me­cha­nis­men erkannt hat und des­halb den Bür­gern ein hohes Maß an Eigen­stän­dig­kei­ten geben kann.

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