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Ausstellung in Auferstehungskirche löst Diskussionen aus

Künstlerin Lioba Schmidt und Pfarrer Johannes Böhnke vor einem der 14 Bilder der Ausstellung "echt ausgezogen" in der Auferstehungskirche. (Foto: oe)
Künst­le­rin Lio­ba Schmidt und Pfar­rer Johan­nes Böhn­ke vor einem der 14 Bil­der der Aus­stel­lung „echt aus­ge­zo­gen“ in der Auf­er­ste­hungs­kir­che. (Foto: oe)

Arns­berg. Johan­nes Böhn­ke, Pas­tor der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de und damit Haus­herr in der klas­si­zis­ti­schen Auf­er­ste­hungs­kir­che am Neu­markt, freut sich auf die span­nends­te Kunst­som­mer-Eröff­nung, die er bis­her erlebt habe. Denn in der Kir­che, die tra­di­tio­nell im Kunst­som­mer als Aus­stel­lungs­ort dient und dies­mal auch Eröff­nungs­ort ist, wer­den die Bil­der der jun­gen Künst­le­rin Lio­ba Schmidt beim Publi­kum sicher für Dis­kus­sio­nen sor­gen, wie sie es schon beim Got­tes­dienst am letz­ten Sonn­tag in der Gemein­de getan haben. „Span­nen­de und viel­schich­ti­ge Dis­kus­sio­nen, wie sie auch in eine Kir­che hin­ein­ge­hö­ren“, so Pas­tor Böhnke.

Viele Ebenen und Deutungsmöglichkeiten

Die 22-jäh­ri­ge Künst­le­rin, die 2015 mit dem August-Macke-För­der­preis des Hoch­sauer­land­krei­ses aus­ge­zeich­net wur­de, zeigt unter dem Titel „echt aus­ge­zo­gen“ 14 teils groß­for­ma­ti­ge Bil­der mit Tanz­sze­nen, mit hel­len und nack­ten Figu­ren vor farb­star­ken dunk­len Hin­ter­grün­den, die mit dem hel­len Rosa und Tür­kis und dem Licht des Kir­chen­schiffs kon­tras­tie­ren. „Figu­ren, die ganz leicht und frei im Raum zu schwe­ben schei­nen und deren Mensch­lich­keit nicht auf den ers­ten Blick zu erken­nen ist“, so Kath­rin Ueber­holz vom Kul­tur­bü­ro, die die Aus­stel­lung mit der Künst­le­rin kon­zi­piert hat. „Es gibt ganz vie­le Ebe­nen und Deutungsmöglichkeiten.“

Bilder lösen heftige Gefühle

Eines der Bilder von Lioba Schmidt.
Eines der Bil­der von Lio­ba Schmidt.

Auch Kirs­ten Min­kel, Lei­te­rin des Kul­tur­bü­ros, fin­det die Bil­der sehr indi­vi­du­ell und aus­drucks­stark. „Die Bil­der lösen hef­ti­ge Gefüh­le aus und neh­men mit. Es wird nicht der per­fek­te Mensch dar­ge­stellt. Die Bild­spra­che hebt sich deut­lich von der Bild­spra­che ande­rer jun­ger Künst­ler ab, die viel mehr deko­ra­tiv unter­wegs sind.“ Es sei gran­di­os, wie die Bil­der in die­ser Kir­che wir­ken und mit dem Raum spie­len, meint Kath­rin Ueber­holz. „Sie wir­ken wie für die­se Kir­che gemalt, auch wenn sie schon vor der Pla­nung der Aus­stel­lung ent­stan­den sind.“

August-Macke-Förderpreisträgerin

Auch Lio­ba Schmidt ist begeis­tert, ihre Wer­ke in die­ser groß­ar­ti­gen Umge­bung zuse­hen, nach­dem sie sie bis­her nur in Grup­pen­aus­stel­lun­gen der Kunst­aka­de­mie Müns­ter und in klei­nen Räu­men in Bri­lon gese­hen hat. Die 22-jäh­ri­ge, die in Sied­ling­hau­sen auf­ge­wach­sen ist und in Mesche­de Abitur gemacht hat, ist aktu­ell die drit­te August-Macke-För­der­preis­trä­ge­rin. Sie stu­diert der­zeit in Müns­ter zwei­glei­sig. neben dem Ate­lier­stu­di­um an der Kunst­aka­de­mie stu­diert sie auch noch Kunst und Eng­lisch auf Lehr­amt. Denn Künst­le­rin als Beruf sei der Traum, das Lehr­amts­stu­di­um der Fallschirm.

Tanzperformance mit Eun-Sik Park

Die offi­zi­el­le Eröff­nung der Aus­stel­lung am kom­men­den Sonn­tag, 14. August um 14.30 Uhr ist zugleich auch die offi­zi­el­le Eröff­nung des 20. Arns­ber­ger Kunst­som­mers. Pfar­rer Johan­nes Böhn­ke und Bür­ger­meis­ter hans-Josef Vogel wer­den Gruß­wor­te spre­chen, bevor Pro­fes­sor Dr. Carl-Peter Busch­küh­le eine Ein­füh­rung in die Aus­stel­lung von Lio­ba Schmidt gibt. Pas­send zu den Tanz-Moti­ven der Künst­le­rin wird es dann eine expres­si­ve Tanz-Per­for­mance mit Eun-Sik Park geben. „Sie ist ein Tanz­pro­fi aus der Schu­le von Pina Bausch und wird für einen spe­zi­el­len Ort etwas Spe­zi­el­les schaf­fen“, so Kirs­ten Min­kel, die mit Pas­tor Böhn­ke für den Kunst­som­mer 2017 bereits wie­der eine span­nen­de Ein­zel­aus­stel­lung in der Auf­er­ste­hungs­kir­che ver­ein­bart hat.

  • Eröff­nung: Sonn­tag, 14. August, 14.30 Uhr
  • Öff­nungs­zei­ten: wäh­rend des Kunst­som­mers vom 15. bis 21. August täg­lich von 14 bis 18 Uhr (Ein­schrän­kung bei Sonderkonzerten)

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