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Arnsberg will „Naturpark Arnsberger Wald“ stärken

Arnsberg will den Naturpark "Arnsberger Wald" stärken, denn ein Naturpark mit dem Stadtnamen ist ein starker Imagegewinn. (Foto: Peter Hill  / pixelio.de)
Arns­berg will den Natur­park „Arns­ber­ger Wald“ stär­ken, denn ein Natur­park mit dem Stadt­na­men ist ein star­ker Image­ge­winn. (Foto: Peter Hill / pixelio.de)

Arns­berg. Die drei bestehen­den süd­west­fä­li­schen Natur­par­ke „Ebbe­ge­bir­ge“, „Homert“ und „Rot­haar­ge­bir­ge“ wol­len künf­tig zusam­men gehen als Natur­park „Sauer­land-Rot­haar­ge­bir­ge e.V.“ und dabei ihre Flä­chen­ku­lis­se deut­lich erwei­tern. Auch Arns­berg ist ein­ge­la­den, mit sei­nen aus­ge­dehn­ten Wald­flä­chen süd­lich des Ruhr­tals bei­zu­tre­ten. Die Ruhr­stadt ori­en­tiert sich aller­dings anders. Im Pla­nungs­aus­schuss hat es ein ein­stim­mi­ges Votum gege­ben, auch mit den süd­li­chen Tei­len des Stadt­ge­biets zum Natur­park Arns­ber­ger Wald zu gehen, zu dem bereits wei­te Tei­le des Stadt­ge­biets nörd­lich der Ruhr zwi­schen Möh­ne­tal und Lat­ten­berg gehö­ren. Damit besteht kein Zwei­fel, dass auch der Rat in der nächs­ten Woche die­sen Schritt gehen wird.

Ein Bei­tritt zum neu­en Natur­park wür­de die Stadt Arns­berg zunächst ein­mal einen ideel­len Mit­glieds­bei­trag von rund 500 Euro im Jahr kos­ten. Das sei aber nicht der ent­schei­den­de Grund, dass sich Arns­berg anders ent­schei­den wol­le als etwa Sun­dern, das mit nahe­zu dem gesam­ten Stadt­ge­biet Teil des neu­en Natur­parks wird, erläu­tert Dr. Gott­hard Sche­ja, Fach­be­reich­lei­ter Umwelt bei der Stadt Arns­berg, im Pla­nungs­aus­schuss. „Wir haben uns inten­siv Gedan­ken gemacht und es macht Sinn, wenn wir auch unse­re süd­li­chen Flä­chen in den Natur­park Arns­ber­ger Wald ein­be­zie­hen“, sagt Sche­ja. Der zwi­schen Möh­ne­see und Ruhr­tal gele­ge­ne Natur­park Arns­ber­ger Wald ist ein Zweck­ver­band der bei­den Krei­se Hoch­sauer­land und Soest und hat ent­schie­den, sich am gro­ßen süd­west­fä­li­schen Natur­park­pro­jekt nicht zu betei­li­gen. „Die wol­len selb­stän­dig blei­ben, weil sie sich bes­ser auf­ge­stellt und aus­ge­stat­tet füh­len,“ sag­te Sche­ja den Poli­ti­kern und ver­weist bei­spiel­haft auf das LIZ, das Land­schafts­in­for­ma­ti­ons­zen­trum unweit der Arns­ber­ger Stadt­gren­ze am Möh­ne­see. Neben der guten Aus­stat­tung die­ses Natur­parks und der engen wirt­schaft­li­chen ver­bin­dun­gen Arns­bergs in Rich­tung Nor­den nennt Sche­ja auch einen wich­ti­ge Image-Gesichts­punkt. Es gibt der­zeit deutsch­land­weit nur zwei Natur­par­ke, die den Namen einer Stadt in ihrem Namen tra­gen – „Lüne­bur­ger Hei­de“ und eben „Arns­ber­ger Wald“. Des­halb, so Sche­ja, „wol­len wir ger­ne den Natur­park Arns­ber­ger Wald stär­ken“. Auch der Land­rat des Hoch­sauer­land­krei­ses wür­de eine sol­che Ent­schei­dung Arns­bergs verstehen.images

Kein Nationalpark und auch keine Vorstufe zum Nationalpark

Zu den neu­en Flä­chen des Natur­parks „Arns­ber­ger Wald“ wer­den der Staats­wald bei Arns­berg und Rum­beck, der Arns­ber­ger und der Nehei­mer Stadt­wald sowie wei­te Wald­flä­chen um Hol­zen gehö­ren, eben­so der Trup­pen­übungs­platz bei Müsche­de, der Wild­wald Voß­win­kel und Attrak­tio­nen wie das Klos­ter Oeling­hau­sen und das Herdrin­ger Schloß. Um allen Befürch­tun­gen vor­zu­beu­gen, macht Sche­ja auch deut­lich, dass ein Natur­park kein Nati­onl­park ist und auch kei­ne Vor­stu­fe zum Natio­nal­park. „Pla­nungs­recht­lich hat die Aus­wei­tung der Kulis­se kei­nen Ein­fluss, weder für Land­wir­te und Wald­be­sit­zer noch für die Kom­mu­ne.“ Soll­ten neue Wan­der­we­ge und Infor­ma­ti­ons­ein­rich­tun­gen geschaf­fen wer­den, dann nur im Ein­ver­ständ­nis mit den Eigen­tü­mern. Auch der Käm­me­rer dürf­te beru­higt sein, denn unter „finan­zi­el­le Aus­wir­kun­gen für die Stadt Arns­berg“ ver­merkt die Beschluss­vor­la­ge „der­zeit keine“.

Wer­ner Latt­rich, Rats­mit­glied aus Hol­zen, fass­te die Mei­nung der Poli­ti­ker im Pla­nungs­aus­schuss zusam­men: „Das ist eine Chan­ce, die wir uns nicht ent­ge­hen las­sen soll­ten. Wir haben kei­nen Bezug nach Ber­le­burg, wohl aber ins Möhnetal.“

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