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Arbeits­lo­sig­keit um 4,9 Pro­zent gestie­gen – Anträ­ge auf Kurz­ar­beit auf Rekord­hoch

Kreis. Die Agen­tur für Arbeit Mesche­de – Soest mel­det für den Monat Mai einen mode­ra­ten Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit. Das teilt die Agen­tur heu­te in ihrem monat­li­chen Rück­blick mit. Neue Anzei­gen zu Kurz­ar­beit wer­den im Mai nicht mehr so stark wie in den Vor­mo­na­ten gestellt, schreibt die Agen­tur. Im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Mesche­de-Soest steigt die Arbeits­lo­sig­keit im Berichts­mo­nat um 819 Per­so­nen oder 4,9 Pro­zent. Aktu­ell sind 17.514 Män­ner und Frau­en als arbeits­los regis­triert.

Aktu­ell 17.514 Män­ner und Frau­en arbeits­los

„Die Unter­neh­men in unse­rer Regi­on haben seit Mit­te März bis zum 27. Mai etwa 6.100 Anzei­gen auf kon­junk­tu­rel­les Kurz­ar­bei­ter­geld gestellt, so vie­le wie nie zuvor“, so Oli­ver Schma­le, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Mesche­de- Soest zur aktu­el­len Ent­wick­lung. „Auch die Zahl der betrof­fe­nen Per­so­nen mit rund 108.000 seit März liegt nach wie vor auf Rekord­ni­veau, ist aber im Berichts­mo­nat Mai nicht mehr so stark ange­stie­gen.

Kurz­ar­beit auf Rekord­ni­veau

„Jede Anzei­ge auf Kurz­ar­beit signa­li­siert auch die Bereit­schaft der Unter­neh­men, das Per­so­nal zu hal­ten und auf Kün­di­gun­gen zu ver­zich­ten. Toll ist auch, dass vie­le Bil­dungs­trä­ger in unse­rer Regi­on ihre Ange­bo­te online für die Kun­din­nen und Kun­den fort­set­zen, so dass aktu­ell auch die Zeit für Qua­li­fi­zie­run­gen genutzt wer­den kann“, sagt Oli­ver Schma­le von der Agen­tur für Arbeit. Beson­ders stark ist die Nach­fra­ge nach Kurz­ar­beit laut Infor­ma­ti­on der Agen­tur in den Bran­chen Han­del, ver­ar­bei­ten­des Gewer­be und Gast­ge­wer­be gestie­gen.

Der Arbeits­markt im Agen­tur­be­zirk Mesche­de-Soest:

Im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Mesche­de-Soest beträgt die Arbeits­lo­sen­quo­te bezo­gen auf alle zivi­len Erwerbs­per­so­nen 5,5 Pro­zent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,4 Pro­zent. Im Ver­si­che­rungs­be­reich (Rechts­kreis Sozi­al­ge­setz­buch Drit­tes Buch, SGB III – Arbeits­lo­sen­geld I) wer­den aktu­ell 7.855 arbeits­lo­se Men­schen betreut, das sind 430 Per­so­nen oder 5,8 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat und 2.353 Frau­en und Män­ner oder 42,8 Pro­zent mehr als im Vor­jah­res­mo­nat.

42,8 Pro­zent mehr Men­schen mit ALG I

Im Bereich der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (Rechts­kreis Sozi­al­ge­setz­buch Zwei­tes Buch, SGB II – Arbeits­lo­sen­geld II) sind 9.659 Per­so­nen bei den Job­cen­tern regis­triert; 389 Män­ner und Frau­en oder 4,2 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat und 1.033 Per­so­nen oder 12,0 Pro­zent mehr als im glei­chen Monat des Vor­jah­res.

Arbeits­lo­sig­keit

Die Zahl der Arbeits­lo­sen ist im Hoch­sauer­land­kreis im Mai 2020 gestie­gen. Ins­ge­samt waren 7.163 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Ver­gli­chen mit den Zah­len des Vor­mo­na­tes sind dies 348 Per­so­nen oder 5,1 Pro­zent mehr. Im Ver­gleich zum Mai des Vor­jah­res steigt die Zahl der Arbeits­lo­sen um 1.376 Per­so­nen bzw. 23,8 Pro­zent. Die Arbeits­lo­sen­quo­te auf Basis aller zivi­len Erwerbs­per­so­nen beträgt im Berichts­mo­nat 4,8 Pro­zent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 3,9 Pro­zent (+0,9 Pro­zent­punk­te).

„Durch die hohe Inan­spruch­nah­me von Kurz­ar­beit kön­nen Kün­di­gun­gen und Arbeits­lo­sig­keit teil­wei­se noch ver­mie­den wer­den. Für vie­le Per­so­nen ist es aller­dings der­zeit schwie­rig, ihre Arbeits­lo­sig­keit wie­der zu been­den. Im Gesamt­ergeb­nis steigt des­halb die Arbeits­lo­sig­keit im Augen­blick, aller­dings nur mode­rat“, sagt der Exper­te wei­ter.

Ent­wick­lung in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung – SGB III

Im Bereich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung sind in die­sem Monat 3.326 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Die Zahl hat sich im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 199 Per­so­nen bzw. 6,4 Pro­zent erhöht. Im Vor­jah­res­ver­gleich bedeu­tet dies eine Erhö­hung um 1.032 Per­so­nen oder 45 Pro­zent.

Ent­wick­lung in der Grund­si­che­rung – SGB II

In der Grund­si­che­rung sind 149 Arbeits­lo­se mehr als im Vor­mo­nat und 344 mehr als im Vor­jahr zu ver­zeich­nen. Im Ver­hält­nis zum Vor­mo­nat ent­spricht dies 4 Pro­zent mehr bzw. 9,8 Pro­zent mehr zum Vor­jahr. Ins­ge­samt sind es 3.837 Per­so­nen und damit 53,6 Pro­zent aller Arbeits­lo­sen, die zur Grund­si­che­rung gemäß SGB II zäh­len.

Jugend­ar­beits­lo­sig­keit

758 Arbeits­lo­se sind im Berichts­mo­nat im Hoch­sauer­land­kreis unter 25 Jah­re alt. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat sind dies 43 jun­ge Arbeits­lo­se mehr; im Vor­jah­res­ver­gleich 219 arbeits­lo­se jun­ge Men­schen mehr. Die pro­zen­tua­le Ver­än­de­rung beläuft sich somit auf plus 6 Pro­zent zum Vor­mo­nat bzw. plus 40,6 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr.

Älte­re Arbeits­lo­se

Die Anzahl arbeits­lo­ser Per­so­nen ab 50 Jah­re ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 64 Per­so­nen oder 2,6 Pro­zent gestie­gen. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sind es 369 Arbeits­lo­se mehr (+17,4 Pro­zent). Ins­ge­samt sind 2.484 Men­schen ab 50 Jah­re im Hoch­sauer­land­kreis betrof­fen.

Lang­zeit­ar­beits­lo­se

Die Zahl der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen ist im Hoch­sauer­land­kreis im Berichts­mo­nat gestie­gen. 2.314 Per­so­nen waren län­ger als ein Jahr nicht sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt, dar­un­ter zäh­len 84,9 Pro­zent (1.965 Per­so­nen) zur Grund­si­che­rung. Ver­gli­chen mit den Gesamt­zah­len des Vor­mo­na­tes sind dies 83 Lang­zeit­ar­beits­lo­se mehr. Im Ver­gleich zum Vor­jahr steigt die Zahl die­ser Arbeits­lo­sen um 188 Per­so­nen.

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