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Brückencenter: Anleger aus Fernost vertrauen auf Arnsberg

"Bei der Arbeit erwischt": Architekt Jürgen Schuh, Bürgermeister hans-Josef Vogel, Centermanager Ruediger W. Pinno, der neue Brückencenter-Hausherr Craig Ballantyne sowie Stadtplaner Thomas Vielhaber (von rechts nach links). (Foto: Oskar Eichhorst)
„Bei der Arbeit erwischt“: Archi­tekt Jür­gen Schuh, Bür­ger­meis­ter hans-Josef Vogel, Cen­ter­ma­na­ger Rue­di­ger W. Pin­no, der neue Brü­cken­cen­ter-Haus­herr Craig Ball­an­ty­ne sowie Stadt­pla­ner Tho­mas Viel­ha­ber (von rechts nach links). (Foto: Oskar Eichhorst)

 

Arns­berg. „Wenn zwei unab­hän­gig von­ein­an­der auf die glei­che Idee kom­men, kann die Idee nicht schlecht sein,“ sag­te Bür­ger­meis­ter Hans-Josef Vogel, als er am Don­ners­tag zusam­men mit Craig Ball­an­ty­ne, dem Ver­tre­ter des neu­en Eigen­tü­mers Cor­ner­stone die Plä­ne vor­stell­te, die das Brü­cken­cen­ter „für die nächs­ten 40, 50 Jah­re fit machen“ sollen.

Mit einer Kon­zen­tra­ti­on des Ein­kaufs­be­reichs auf den Mit­tel­punkt statt auf eine Stre­cke vom Glo­cken­turm bis zum Guten­berg­platz, die län­ger sei als der Dort­mun­der Wes­ten­hell­weg, erwar­tet Vogel einen „Ent­wick­lungs­sprung“ für Alt-Arns­berg. Und dass das Brü­cken­cen­ter im Mit­tel­punkt Arns­bergs lie­ge, hät­ten schon die Schüt­zen gezeigt, die dort ihre alte Schüt­zen­hal­le errich­tet hät­ten, um dort gemein­sam zu fei­ern und anschlie­ßend wie­der zurück auf ihre Ber­ge zu gehen, so Vogel weiter.

„Eine Super-Innen­stadt­la­ge plus Atmo­sphä­re“ attes­tiert Craig Ball­an­ty­ne dem Brü­cken­cen­ter. Der Bri­te managt von Ber­lin aus das Deutsch­land-Geschäft der inter­na­tio­na­len Manage­ment­fir­ma Cor­ner­stone, die welt­weit „knapp 40 Mil­li­ar­den“ an Immo­bi­li­en­ver­mö­gen ver­wal­tet, und ist seit Anfang Okto­ber Haus­herr im Brü­cken­cen­ter. Sein Ziel: „Das Cen­ter zum Leben brin­gen!“ Er selbst habe 25 Jah­re Erfah­rung mit Ein­kaufs­cen­tern und er habe die Mann­schaft, die so etwas kön­ne. Der Bri­te ließ auch durch­bli­cken, dass es dem Vor­be­sit­zer an die­ser Erfah­rung und die­sem Know-How wohl gefehlt habe.

„Wir prü­fen vie­le Stand­or­te und längst nicht alle kom­men durch. Arns­berg hat bestan­den, alles passt. Des­halb haben wir zuge­schla­gen,“ sag­te Ball­an­ty­ne. Über­durch­schnitt­li­che Kauf­kraft, nied­ri­ge Arbeits­lo­sig­keit, stei­gen­de Beschäf­tig­ten­zah­len in Arns­berg, das waren neben der Super-Lage Argu­men­te für das Invest­ment. „Vie­le unse­rer Anle­ger kom­men aus Fern­ost und die ver­trau­en stark auf Deutsch­land,“ so Ball­an­ty­ne wei­ter. Die Anle­ger wol­len aber auch hohe Ren­di­ten. „Wir wür­den nie einen nagel­neu­en Bau­markt kau­fen, da sind die Ren­di­ten nicht hoch genug,“ sag­te der Bri­te, der auch selbst den Ehr­geiz hat, das Cor­ner­stone-Port­fo­lio in Deutsch­land in kur­zer Zeit min­des­tens zu ver­dop­peln. Dabei setzt er auf „oppor­tu­ni­ty pro­ducts“, auf Sanie­rungs­fäl­le, aber auch auf eine Stra­te­gie, zu der er neben Geld und Zeit eini­ge Begrif­fe aus sei­ner Mut­ter­spra­che zählt – „ten­der care“ und „ima­gi­na­ti­on“, also etwa  lie­be- und phan­ta­sie­vol­les Sich-Küm­mern. Als gelun­ge­nes Bei­spiel nennt er das ehe­ma­li­ge Her­tie-Kauf­haus im schles­wig-hol­stei­ni­schen Elms­horn, das nach einer 20-Mil­lio­nen-Inves­ti­ti­on von Cor­ner­stone im Juni neu eröff­net wur­de. „Unge­fähr die­se Sum­me“, so sag­te Ball­an­ty­ne nach kur­zem Zögern, wer­de auch ins Brü­cken­cen­ter inves­tiert, es sei „noch in Prüfung“.

Auch Arns­bergs  Stadt­pla­ner Tho­mas Viel­ha­ber sieht sich mit der neu­en Per­spek­ti­ve für das Brü­cken­cen­ter in sei­nem Kon­zept bestä­tigt, wich­ti­ge Funk­tio­nen mit­ten in der Stadt zu hal­ten, auch wenn es ein paar Jah­re gedau­ert habe. „Wenn wir es hät­ten lau­fen las­sen, hät­te sich woan­ders bestimmt schon etwas getan mit groß­flä­chi­gen Objek­ten.“ Viel­ha­ber ist über­zeugt, dass mit dem Brü­cken­cen­ter künf­tig die Ver­sor­gungs­funk­ti­on für den Stadt­teil gesi­chert wird.  Er erklär­te aber auch, dass nach den Vor­ga­ben des Lan­des jede Stadt nur ein Zen­trum mit höhe­rer Ver­sor­gungs­funk­ti­on haben dür­fe, und das sei und blei­be in Arns­berg der Stadt­teil Neheim. Der Pla­ner sieht die rund vier Mil­lio­nen Euro  gut ange­legt, die die Stadt in den nächs­ten zwei Jah­ren in den Umbau von Ruhr­stra­ße, Brü­cken­platz und Cle­mens-August-Stra­ße steckt. Attrak­ti­ve Fuß­gän­ger­be­rei­che, neue zen­tra­le­re Bus­hal­te­stel­len und zwei den Auto­ver­kehr beschleu­ni­gen­de Kreis­ver­keh­re wer­den für neu­es Leben sor­gen und hel­fen, die lan­ge gewünsch­te bes­se­re Ver­bin­dung zwi­schen Alt- und Neu­stadt zu schaf­fen. Beim Euro­pa­platz sieht der Stadt­pla­ner aller­dings noch Hand­lungs­be­darf. Dort sei ein Umbau noch nicht geplant, doch kön­ne man den Platz so nicht lie­gen­las­sen, das wäre ein „Qua­li­täts­bruch“ zwi­schen neu­em Brü­cken­platz und neu­em Brückencenter.

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