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Andreas Siebert als Sunderner Löschzugführer bestätigt

Beim Lösch­zug Sun­dern stan­den auch Beför­de­run­gen an. (Foto: Feuerwehr)

Sun­dern. Andre­as Sie­bert führt den Lösch­zug Sun­dern auch für die nächs­ten sechs Jah­re. Die Lösch­zugmit­glie­der haben sich jetzt auf der Jah­res­haupt­dienst­be­spre­chung nahe­zu ein­stim­mig für eine wei­te­re, nun­mehr drit­te Amts­zeit Sie­berts ausgesprochen.

Trauer um Hachener Feuerwehrkollegen

Zur Jah­res­haupt­dienst­be­spre­chung begrüß­te Lösch­zugfüh­rer Andre­as Sie­bert neben den Kame­ra­den des Lösch­zu­ges die kom­plet­te Wehr­füh­rung um Frank Sied­hoff, Johan­nes Grü­ne­baum und Den­nis Schrö­der sowie Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del und Fach­be­reichs­lei­ter Ste­phan Urny von der Stadt­ver­wal­tung. Das Jahr 2018 hat für die Feu­er­wehr der Stadt Sun­dern wie­der mit zahl­rei­chen Ein­sät­zen begon­nen. Beson­ders das Sturm­tief „Frie­de­ri­ke“ brach­te, schon wie auf den Tag genau elf Jah­re zuvor der Orkan „Kyrill“, enor­me Arbeit für die Ein­satz­kräf­te mit sich. Lei­der ver­starb in Hach­en ein Feu­er­wehr­mann wäh­rend die­ses Ein­sat­zes. Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del zeig­te sich wäh­rend sei­ner Gruß­wor­te sehr betrof­fen über die Ereig­nis­se in Hachen.

Löschzug Sundern rückte 2017 zu 127 Einsätzen aus

Schrift­füh­rer Chris­ti­an Wil­le­ke stell­te nach den Gruß­wor­ten von Wehr­lei­ter Frank Sied­hoff den Jah­res­be­richt 2017 vor: Ins­ge­samt wur­de der Lösch­zug Sun­dern im Jahr 2017 zu 127 Ein­sät­ze alar­miert, die ins­ge­samt 3.223 Arbeits­stun­den ver­ur­sach­ten. Das waren 34 Ein­sät­ze und ent­spre­chen­de Stun­den mehr als im Jahr 2016. Von den 127 Ein­sät­zen han­del­te es sich in 81 Fäl­len um Brand­ein­sät­ze. Dar­un­ter auch sechs kri­ti­sche Woh­nungs- und Zim­mer­brän­de, bei denen Men­schen in Lebens­ge­fahr waren. Fünf Mal brann­ten Fahr­zeu­ge, drei Mal wur­den der Lösch­zug zu Ein­sät­zen in ansäs­si­ge Indus­trie- und Gewer­be­be­trie­be geru­fen. Auch bei 38 tech­ni­schen Ein­sät­zen war der Lösch­zug Sun­dern gefordert.

Ein schreck­li­ches Bild bot sich den Ein­satz­kräf­ten in Allen­dorf. (Foto Feuerwehr)

Beson­ders in Erin­ne­rung blei­ben die bei­den schwe­ren Ver­kehrs­un­fäl­le in Allen­dorf, bei dem lei­der ein Todes­op­fer zu bekla­gen war, sowie in Hach­en, bei dem drei Per­so­nen aus einem ver­un­fall­ten Fahr­zeug mit schwe­rem Ret­tungs­ge­rät befreit wer­den muss­ten. Auch die Ret­tung von drei Kin­dern aus einem Steil­hang an der Kai­ser­hö­he war nicht all­täg­lich. Wei­ter­hin wur­den Ölspu­ren besei­tigt und umge­stürz­te Bäu­me ent­fernt sowie ein ver­un­glück­ter Sat­tel­zug wie­der zurück auf die Fahr­bahn gebracht. Acht Ein­sät­ze für Brand­schutz­er­zie­hung oder über­ört­li­che Hil­fe­leis­tun­gen bei einem Brand­ein­satz auf einem land­wirt­schaft­li­chen Anwe­sen in der Gemein­de Eslo­he kom­men noch zu einem inten­si­ven Ein­satz­jahr hinzu.

Doch das sind bei wei­tem nicht alle Stun­den, die ehren­amt­lich erbracht wer­den. Die Teil­nah­me an Lehr­gän­gen und Fort­bil­dun­gen ist eine Grund­la­ge, der sich kei­ne Feu­er­wehr ent­zie­hen kann. 19 Akti­ve besuch­ten elf Lehr­gän­ge, um für die Sicher­heit in Sun­dern garan­tie­ren zu kön­nen. Auch die­se pri­va­te Zeit­in­ves­ti­ti­on fin­det ehren­amt­lich statt, eben­so wie die der 50 Übungs­aben­de, an denen die Feu­er­wehr­leu­te in 2.936 Stun­den die Wache und Fahr­zeu­ge Instand hiel­ten. Das sind ins­ge­samt 6.159 Stun­den, die von den 71 akti­ven Kame­ra­den der Ein­satz­ab­tei­lung des Lösch­zu­ges für die Stadt Sun­dern und ihre Bür­ger erbracht wurden.

Feuerwehr wird digital

Eine kur­ze Vor­schau auf das Jahr 2018 zeig­te, dass sich die Wehr­leu­te auch in die­sem Jahr nicht aus­ru­hen kön­nen. Die Ein­füh­rung des Digi­tal­funk Ende 2017 und der digi­ta­len Alar­mie­rung ab 2018 wird noch eini­ge Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen nach sich zie­hen, der För­der­ver­ein des Lösch­zu­ges Sun­dern hat ein Fahr­si­cher­heits­trai­ning für Ein­satz­fahr­zeu­ge orga­ni­siert und der Kar­ne­vals­zug und Mega-Sports müs­sen sei­tens der Feu­er­wehr abge­si­chert wer­den. „Tag der offe­nen Tür“ des Lösch­zu­ges Sun­dern ist am 10. Mai 2018 im gewohn­ten Umfeld an der Feuerwache.

27 Plät­ze bei Trupp­füh­rer-Lehr­gän­gen wer­den im Jahr 2018 von Feu­er­wehr­ka­me­ra­den aus dem Stadt­ge­biet besetzt. „Da muss­ten wir uns gegen alle Wider­stän­de beim Kreis durch­set­zen, da es für uns wirk­lich drin­gend nötig ist“, erklärt Stadt­brand­meis­ter Frank Sied­hoff, „das war erfolgreich.“

Auch Beför­de­run­gen stan­den auf der Tages­ord­nung: Mat­thi­as Kopp und And­re Freu­den­reich wur­den zum Feu­er­wehr­mann ernannt. Micha­el Albers, Kevin Alberts, Bene­dikt Din­ter, Julia Pöt­ter, Felix Schef­fer und Fabi­an Schul­te-Stra­cke wur­den zu Oberfeuerwehrmännern/frau beför­dert, Sven Din­ter, Mari­us Lüb­be und Domi­nik Tie­gel­bek­kers zum Haupt­feu­er­wehr­mann, Dani­el Siet­hoff nach erfolg­rei­cher Trupp­füh­rer-Aus­bil­dung zum Unterbrandmeister.

Thomas Schnöde neuer Vorsitzender des Fördervereins

Vor der Jah­res­haupt­dienst­be­spre­chung des Lösch­zugs Sun­dern trifft sich tra­di­tio­nell der För­der­ver­ein zur Jah­res­haupt­ver­samm­lung. Neben einer Sat­zungs­än­de­rung stan­den auch Vor­stands­wah­len auf der Tages­ord­nung. Andre­as Sie­bert, bis­he­ri­ger Vor­sit­zen­der des För­der­ver­ei­nes und Ste­phan Buch­he­is­ter, Geschäfts­füh­rer des För­der­ver­eins, stell­ten nach 12 Jah­ren Amts­zeit ihre Pos­ten zur Ver­fü­gung. Als Vor­sit­zen­der wur­de Tho­mas Schnö­de neu gewählt. Das Amt des Geschäfts­füh­rers über­nimmt And­re Kolk­mann. Ste­phan Buch­he­is­ter bleibt dem Vor­stand als Bei­sit­zer erhal­ten. Ein wich­ti­ges The­ma war der Weih­nachts­treff in der Fuß­gän­ger­zo­ne. Auch im Jahr 2017 war die Reso­nanz der Besu­cher über­wäl­ti­gend. Aus die­sem Grund ist eine gro­ße Mehr­heit der Kame­ra­den auch im Jahr 2018 bereit, die Arbeit rund um den Weih­nachts­treff wie­der auf sich zu nehmen.

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