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70 Jah­re Forst­li­ches Bil­dungs­zen­trum – mit Inno­va­tio­nen in die Zukunft

Fest­ver­an­stal­tung in Neheim:  v.l. Dr. Rai­ner Joos­ten, Umwelt­mi­nis­te­ri­um NRW, Dr. Bertram Leder, kom. Lei­ter Forst­li­ches Lehr- und Ver­suchs­forst­amt, Ralf Dree­ke, Geschäfts­füh­rer Wahlers Forst­tech­nik, Uffen­heim, Prof. Dr. Alfred Ulrich, TH Köln Insti­tut für Bau- und Land­ma­schi­nen­tech­nik IBL, Andre­as Wie­be, Lei­ter Wald und Holz NRW, Johan­nes Röhl, Lei­ter Wittgenstein-Berleburg’sche Rent­kam­mer, Dr. Hein­rich Bot­ter­mann, Staats­se­kre­tär im Umwelt­mi­nis­te­ri­um NRW, Thi­lo Wag­ner, Lei­ter Forst­li­ches Bil­dungs­zen­trum NRW, Prof. Dr. Jür­gen Roß­mann, RWTH Aachen. (Foto: Wald und Holz NRW, Nadi­ne Neu­burg)

Neheim. Im Jahr 1949 wur­de die nord­rhein-west­fä­li­sche Wald­ar­beits­schu­le in Rin­ke­ro­de bei Müns­ter gegrün­det – seit­dem hat sich viel getan, nicht nur der Umug nach Neheim, wo in die­sen Tagen das Forst­li­che Bil­dungs­zen­trum für Wald­ar­beit und Forst­tech­nik NRW (FBZ) sein 70-jäh­ri­ges Bestehen fei­ert. Die Berufs­bil­der in der Forst­wirt­schaft haben einen enor­men Wan­del von ein­fa­chen land­wirt­schaft­li­chen Sai­son­ar­bei­tern hin zu digi­tal aus­ge­stat­te­ten Smart-Forest­workern durch­lebt.

Opti­ma­le Bedin­gun­gen in der Wald­stadt Arns­berg

Das FBZ in Neheim und ist Teil des Lehr- und Ver­suchs­forst­amts Arns­ber­ger Wald. Mit­ten in einer der wald­reichs­ten Regio­nen Nord­rhein-West­fa­lens und in der Peri­phe­rie der „Wald­stadt” Arns­berg bie­ten sich opti­ma­le Bedin­gun­gen für die Arbeit des Zen­trums. Sei­ne Kern­kom­pe­tenz sind die forst­li­chen Aus­bil­dungs­be­ru­fe in NRW. Im Auf­trag der Land­wirt­schafts­kam­mer führt das FBZ die über­be­trieb­li­che Aus­bil­dung und den Berufs­schul­un­ter­richt für alle Aus­zu­bil­den­den im Beruf Forstwirt/Forstwirtin in Nord­rhein-West­fa­len durch. Die Azu­bis ler­nen hier moder­ne Tech­ni­ken der Wald­ar­beit ken­nen und eig­nen sich Grund­la­gen­kennt­nis­se über öko­lo­gi­sche und öko­no­mi­sche Zusam­men­hän­ge im Wald an. Dar­über hin­aus bie­tet das Forst­li­che Bil­dungs­zen­trum Forst­un­ter­neh­men, Wald­be­sit­zen­den und Pri­vat­per­so­nen Semi­na­re zum The­ma Wald­ar­beit und Forst­tech­nik an.

Blick in die Zukunft

Im Rah­men der Fest­ver­an­stal­tung am Don­ners­tag wid­me­ten sich Exper­ten aus der Forst­wirt­schaft und Forst­wis­sen­schaft vor allem der Zukunft der Bran­che. In ver­schie­de­nen Fach­vor­trä­gen wur­den die Aspek­te des Kli­ma­wan­dels, der Digi­ta­li­sie­rung im Wald und die Inno­va­tio­nen in der Forst­tech­nik betrach­tet, sowie der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wie ein Forst­be­trieb in der Zukunft auf­ge­stellt sein muss und den Anfor­de­run­gen der Zukunft wei­ter gerecht zu wer­den. „So wie sich die Ansprü­che an den Wald gewan­delt haben, so hat sich auch das Berufs­bild des Forst­wir­tes gewan­delt und so hat sich auch das Forst­li­che Bil­dungs­zen­trum wei­ter­ent­wi­ckelt“, so Dr. Hein­rich Bot­ter­mann, Staats­se­kre­tär im Minis­te­ri­um für Umwelt, Land­wirt­schaft, Natur- und Ver­brau­cher­schutz des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. „Das Land Nord­rhein-West­fa­len steht auch wei­ter­hin zum Forst­li­chen Bil­dungs­zen­trum und sei­ner Posi­ti­on als bedeu­ten­de Ein­rich­tung der forst­li­che Aus- und Fort­bil­dung. Wald und Holz NRW wird auch zukünf­tig dabei unter­stützt die­se Ein­rich­tung wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.“

Forst­wirt bei der Arbeit. Die Berufs­bil­der in der Forst­wirt­schaft haben einen enor­men Wan­del  durch­lebt. (Foto: Wald und Holz NRW)

„Das FBZ hast her­vor­ra­gen­de Kom­pe­ten­zen, auch über die Gren­zen von Nord­rhein-West­fa­len hin­aus“, bestä­tigt Andre­as Wie­be, Lei­ter Wald und Holz NRW. „Unse­re Forst­wir­tin­nen und Forst­wir­te sind erst­klas­sig aus­ge­bil­det und ihre Sicher­heit steht an obers­ter Stel­le. Die arbei­ten­den Men­schen im Wald haben auch den Respekt der Wald­be­su­cher ver­dient. Wir arbei­ten für den Wald der Zukunft und unse­re Forst­leu­te leis­ten jeden Tag her­aus­ra­gen­de Arbeit“.

„Das forst­li­che Bil­dungs­zen­trum ist auch für die Zukunft mit sei­ner Aus­rüs­tung und sei­nem Per­so­nal gut auf­ge­stellt und kann so die Siche­rung des Fach­kräf­te­be­darfs für 4500 Betrie­be mit 6000 Beschäf­tig­ten in der nord­rhein-west­fä­li­schen Forst­wirt­schaft sicher­stel­len“, so Thi­lo Wag­ner, Lei­ter Forst­li­ches Bil­dungs­zen­trums.

„In der lang­fris­ti­gen Zusam­men­ar­beit mit dem Bil­dungs­zen­trum ist es uns gelun­gen, moder­ne Aspek­te der Robo­tik und vir­tu­el­ler Rea­li­tät in zukunfts­wei­sen­den Anwen­dungs­fel­dern der Forst­wirt­schaft zu erpro­ben und in die Anwen­dung zu brin­gen –  natio­nal und inter­na­tio­nal“, erläu­tert Prof. Jür­gen Ross­mann von der RWTH Aachen, Lehr­stuhl und Insti­tut für Mensch-Maschi­ne-Inter­ak­ti­on Cen­ter for Com­pu­ta­tio­nal Engi­nee­ring Sci­ence CCES.

 

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