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SPD will mit neu­em Team „ein paar Man­da­te mehr” als 2009

2013.11.21-SPD-LogoArns­berg. Am liebs­ten sähe er ja alle 23 SPD-Wahl­kreis­kan­di­da­ten im Stadt­rat, sag­te Frak­ti­ons­chef Ralf Bitt­ner bei der Stadt­wahl­kon­fe­renz sei­ner Par­tei in der Hüs­te­ner Schüt­zen­hal­le. Wenn das auch nicht klap­pen wer­de,  ist er aller­dings sehr opti­mis­tisch, dass die Arns­ber­ger den Sozi­al­de­mo­kra­ten ein paar mehr Man­da­te besche­ren wer­den als die 15 von 2009. Auch Gerd Stütt­gen, zuvor mit 95 Pro­zent der Stim­men von sei­nen Genos­sen zum Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat auf­ge­stellt, spricht von einer super-neu­en Mann­schaft für die  vier Mona­te Wahl­kampf und die Arbeit danach.

Nur vier Frau­en unter 23 Kan­di­da­ten – Doro­thee Brun­sing-Aßmann auf Lis­ten­platz 3

Die neue SPD-Mann­schaft ist eine Mischung von bekann­ten, bewähr­ten Kräf­ten und jun­gen Gesich­tern. An eini­gen Stel­len hat es einen Genera­ti­ons­wech­sel gege­ben, aber elf von der­zeit 14 Frak­ti­ons­mit­glie­dern tre­ten erneut an. Das 15. Mit­glied, Ex-Frak­ti­ons­chef Franz-Josef Schrö­der, war ja wäh­rend der Wahl­pe­ri­ode aus­ge­tre­ten. Tra­di­tio­nell auf Platz 1 der SPD-Lis­te steht der Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat. Gerd Stütt­gen kan­di­diert wie­der in sei­nem Wohn­ort Müsche­de, wo er der­zeit Bezirks­aus­schuss­vor­sit­zen­der ist. Wenn er Bür­ger­meis­ter wird, gibt er sein Rats­man­dat an den Reser­ve­kan­di­da­ten Lule­zim Cal­la­ku wei­ter, der in Hol­zen selbst auch als Wahl­kreis­kan­di­dat antritt.

Genera­ti­ons­wech­sel: Eri­ka Hahn­wald und Frie­del Söl­ken nicht mehr dabei

Auf Platz 2 der Lis­te steht Frak­ti­ons­chef Ralf Bitt­ner. Er kan­di­diert in Arns­berg-Giers­käm­pen, wo die lang­jäh­ri­ge stellv. Bür­ger­meis­te­rin Eri­ka Hahn­wald nicht mehr antritt. Ein Rats-Oldie sagt auch im Wahl­kreis Nie­der­ei­mer-Schrep­pen­berg Good­bye. Frie­del Söl­ken, Bezirks­aus­schuss­vor­sit­zen­der in Nie­der­ei­mer, macht nach 35 Jah­ren im Rat Schluss. Hier kan­di­diert die Alt­städ­te­rin Doro­thee Brun­sing-Aßmann, die nach fünf Jah­ren im Kreis­tag nun im Rat wei­ter­ar­bei­ten will und als ers­te von nur vier Frau­en unter den 23 SPD-Wahl­kreis­kan­di­da­ten auf Platz drei der Lis­te steht.

Wer­ner Frin auch nach 40 Jah­ren noch nicht poli­tik­mü­de

Auf den Plät­zen 4 bis 9 der SPD-Lis­te fol­gen bewähr­te Män­ner, die alle schon meist lan­ge dem Rat ange­hö­ren, der ÖTV-er Gerd Sto­dollick (Oeven­trop-Mit­te), die bei­den Frak­ti­ons­vi­ze Andre­as Pos­ta (Hüs­ten-Müh­len­berg) und Harald Kau­fung (Neheim-Ost), der bereits 68-jäh­ri­ge Wer­ner Frin (Müg­gen­berg-Rusch), der es auch nach 40 Jah­ren Kom­mu­nal­po­li­tik noch mal wis­sen will, der frü­he­re stellv. Land­rat Micha­el Rade­ma­cher (Voßwinkel/Bachum) und Bruch­hau­sens Bezirks­aus­schuss­vor­sit­zen­der Ewald Hil­le, der auch schon ein Vier­tel­jahr­hun­dert Erfah­rung in der Rats­ar­beit hat. Danach fol­gen auf noch siche­ren Lis­ten­plät­zen die Juris­tin Mar­git Hie­ro­ny­mus (Hüs­ten-Flamm­berg), die im Rat dem Juris­ten Hans-Josef Vogel Paro­li bie­ten soll,  sowie Frank Diet­zel, der vor fünf Jah­ren Ber­ni Klo­ke als Her­drin­ger Rats­ver­tre­ter beerbt hat.

Unzu­frie­den mit Lis­ten­platz: Mat­thi­as Kurzi­us setzt auf Sieg im Wahl­kreis

Die Emp­feh­lun­gen für die Wahl­kreis­kan­di­da­ten und die Reser­ve­lis­te, die den Dele­gier­ten zur Abstim­mung vor­la­gen, hat­te zuvor ein Work­shop auf Stadt­ver­bands­ebe­ne erar­bei­tet. Kei­ne ganz ein­fa­che Auf­ga­be, viel eher eine Bemü­hung um die Qua­dra­tur des Krei­ses, wie Frak­ti­ons­chef Ralf Bitt­ner sag­te. Der Stadt­ver­bands­vor­stand hat­te sei­ne Emp­feh­lun­gen mit einer Gegen­stim­me beschlos­sen und auch auf der Stadt­wahl­kon­fe­renz ging die Abstim­mung nicht völ­lig im Kon­senz über die Büh­ne. Mat­thi­as Kurzi­us, Kan­di­dat für Hüs­ten-Ost und Unter­hüs­ten, mel­de­te sich zu Wort und sag­te, er kön­ne nach 20 Jah­ren im Rat mit Platz 19 der Lis­te nicht zufrie­den sein, aber er wür­de es für klein­ka­riert hal­ten, jetzt in eine Kampf­ab­stim­mung zu gehen, denn sei­ne Geg­ner säßen nicht hier im Raum, son­dern im Rat­haus. Des­halb habe er sich vor­ge­nom­men, sei­nen Wahl­kreis direkt zu gewin­nen.

Bruch­hau­se­ner Angriff auf Alt-Arns­ber­ger Kan­di­da­ten Felix Werker

Eine Kampf­kan­di­da­tur kam aller­dings aus Bruch­hau­sen. Heinz Lüne­burg stell­te den Antrag, den Bruch­hau­se­ner Orts­ver­eins­vor­sit­zen­den Frank Neu­haus, der als bes­ter der Reser­ve­kan­di­da­ten für Platz 24 vor­ge­se­hen war, statt­des­sen auf Platz 12 zu set­zen. Bruch­hau­sen begrün­de­te sein Ansin­nen mit den über­durch­schnitt­lich guten Wahl­er­geb­nis­sen der SPD im Enten­dorf und mit dem gro­ßen Enga­ge­ment des Orts­ver­eins. Als Ziel hat­ten sich die Bruch­hau­se­ner den Arns­ber­ger Orts­ver­eins­vor­sit­zen­den Elmar Felix Werker aus­ge­sucht, der auf Platz 12 des Reser­ve­lis­ten-Vor­schlags stand. Werker hat­te zuvor bei der Wahl der Wahl­kreis­kan­di­da­ten das mit Abstand schlech­tes­te Ergeb­nis bekom­men. Für ihn votier­ten nur 29 der 40 Dele­gier­ten, alle ande­ren 22 Kan­di­da­ten hat­ten min­des­ten 35 Stim­men bekom­men, Ewald Hil­le, Micha­el Rade­ma­cher und Wil­li Ricke sogar vol­le 40. Jochen Wes­ter­mann, ergrau­ter ehe­ma­li­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Staats­se­kre­tär, sprang für den Alt-Arns­ber­ger Kan­di­da­ten in die Bre­sche. Wenn auch nicht immer ganz ein­fach, sei er doch der Vor­sit­zen­de des größ­ten SPD-Orts­ver­eins der Stadt und von sei­nem Orts­ver­ein ein­stim­mig als Kan­di­dat nomi­niert. Und Bruch­hau­sen sei  mit zwei siche­ren Lis­ten­plät­zen für Ewald Hil­le im Rat und Rai­mund Hoff­mann im Kreis­tag schon gut reprä­sen­tiert. Das Ergeb­nis der gehei­men Wahl fiel deut­lich aus, 27 Stim­men für Werker, nur neun für Neu­haus.

Auch Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer Jens Hahn­wald tritt in Wahl­kreis an

Hin­ter Werker (Arns­berg-Regie­rung) fol­gen auf der Lis­te das ehe­ma­li­ge Rats­mit­glied Bernd Bier­wirth (Bin­n­er­fel­d/­N­e­heim-Süd) sowie Wil­li Ricke aus Wen­nig­loh, der letzt­mals den Ver­such unter­neh­men will, den Wahl­kreis zu gewin­nen, zu dem neben dem Höhen­dorf auch Ober­ei­mer, Muf­fri­ka und Tei­le der Arns­ber­ger Alt­stadt gehö­ren. Das letz­te Mal hat­ten ihm 40 Stim­men gefehlt. Wei­te­re SPD-Kan­di­da­ten sind Bea­trix Vis­ser, die vor fünf Jah­ren aus der Bür­ger­initia­ti­ve Moos­fel­de in die SPD-Rats­frak­ti­on kam und wie­der in Moos­fel­de antritt, der SPD-Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer Jens Hahn­wald (Arns­berg-Alt­stadt), der eben­so erst­mals kan­di­diert wie Ele­na Sega­len (Toten­ber­g/­N­e­heim-Innen­stadt), die aus Nord­deutsch­land zuge­zo­gen ist und sich in Neheim super-auf­ge­nom­men fühlt, oder Tobi­as Krät­zig (Din­sche­de-Glö­sin­gen), der „noch nicht ein­mal sovie­le Jah­re alt ist, wie Ewald Hil­le im Rat sitzt”. Klaus Jursch (Rumbeck/Ohl), Uwe Bett­stel­ler (Arns­berg-Innen­stadt) und Mar­tin Neu­haus (Berg­heim-Ohl) kom­plet­tie­ren die 23 Kan­di­da­ten.

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