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Sens­burg: Bahn muss Sauer­land­Netz wei­ter moder­ni­sie­ren

Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Patrick Sens­burg auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn. Der CDU-Poli­ti­ker for­dert die Bahn auf, die Moder­ni­sie­rung des Sauer­land-Net­zes wei­ter vor­an­zu­trei­ben. (Foto: CDU)

Hoch­sauer­land­kreis. Der hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Patrick Sens­burg hat die Deut­sche Bahn dazu auf­ge­for­dert, die Moder­ni­sie­rung des Sauer­land-Net­zes in der Regi­on wei­ter vor­an­zu­trei­ben. „Auch wenn die Bahn in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bereits zahl­rei­che Bahn­hö­fe im Hoch­sauer­land­kreis neu gestal­tet hat, gibt es nach wie vor einen gro­ßen Moder­ni­sie­rungs­be­darf auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn. Aktu­ell muss es vor allem dar­um gehen, den Fuhr­park im Sauer­land-Netz schnell zu moder­ni­sie­ren, sowie die Pla­nun­gen für die Moder­ni­sie­rung des Bahn­hofs Bri­lon-Wald zügig vor­an­zu­trei­ben“, so Sens­burg.

Neue kom­for­ta­ble Fahr­zeu­ge über­fäl­lig

Neue Züge vom Typ Pesa Link waren schon für 2016 ange­kün­digt. (Foto: DB)

Bei der anste­hen­den Moder­ni­sie­rung des Fuhr­parks hat Sens­burg die Bahn dazu auf­ge­for­dert, die ver­trag­lich zuge­si­cher­ten neu­en Trieb­wa­gen mög­lichst schnell in Dienst zu stel­len. Hier war zuletzt bekannt gewor­den, dass der Her­stel­ler die neu­en Fahr­zeu­ge vor­aus­sicht­lich erst ab 2019, und damit mehr als drei Jah­re spä­ter als geplant, lie­fern kann. Bis dahin bedient die Deut­sche Bahn die Stre­cken im Hoch­sauer­land­kreis mit zum Teil stark ver­al­te­ten und unkom­for­ta­blen Fahr­zeu­gen. „Ich hof­fe sehr, dass es der Bahn gemein­sam mit dem Her­stel­ler gelingt, die neu­en Fahr­zeu­ge schnell auf die Schie­ne zu brin­gen. Dies wäre auch im Sin­ne der vie­len Fahr­gäs­te, die die Bahn in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit der Aus­wei­tung ihres Ange­bots im Hoch­sauer­land­kreis für sich gewin­nen konn­te“, so Sens­burg.

Bri­lon-Wald: Vom Schand­fleck zum Schmuck­stück

In meh­re­ren Schrei­ben an die Ver­ant­wort­li­chen der Deut­schen Bahn in Land und Bund setzt sich Sens­burg mit Nach­druck für die bei­den Pro­jek­te ein. In Bri­lon-Wald lau­fen der­zeit die Vor­pla­nun­gen für die drin­gend not­wen­di­ge Moder­ni­sie­rung des Bahn­hofs, die bis zum Jahr 2020, wenn die Stadt Bri­lon die 40. Han­se­ta­ge der Neu­zeit aus­rich­tet, abge­schlos­sen sein soll. Auf Wunsch der Kur­hes­sen­bahn, die zwi­schen Mar­burg und Best­wig ver­kehrt, soll es dabei auf einem der Bahn­stei­ge eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung für einen nied­ri­ge­ren Bahn­steig spe­zi­ell für die Züge der Kur­hes­sen­bahn geben. Damit soll sicher­ge­stellt wer­den, dass die Züge aus Mar­burg lang­fris­tig den Bahn­hof Bri­lon-Wald anfah­ren kön­nen und somit der Über­gang vom Sauer­land-Netz in das nord­hes­si­sche Netz gewähr­leis­tet wird. Dar­über hin­aus soll auch der gesam­te Bahn­hof grund­le­gend moder­ni­siert wer­den. Im alten, denk­mal­ge­schütz­ten Bahn­hofs­ge­bäu­de, für des­sen Restau­rie­rung Sens­burg För­der­mit­tel des Bun­des ein­wer­ben konn­te, plant ein pri­va­ter Inves­tor einen Hotel­be­trieb. „Wir haben hier gute Chan­cen, dass der Bahn­hof Bri­lon-Wald sich in den kom­men­den Jah­ren von einem Schand­fleck zu einem Schmuck­stück wan­delt. Wenn man bedenkt, wie vie­le Tou­ris­ten an jedem Wochen­en­de in Bri­lon-Wald umstei­gen, wird es höchs­te Zeit, dass sich der Bahn­hof zu einer vor­zeig­ba­ren ‚Visi­ten­kar­te‘ auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn ent­wi­ckelt“, so Sens­burg.

3 Antworten auf Sens­burg: Bahn muss Sauer­land­Netz wei­ter moder­ni­sie­ren

  • Ja klas­se Herr Sens­burg, dass Sie sich für die Sanie­rung des Sauer­land­Net­zes ein­set­zen. ganz wich­tig wäre aber, die Schal­tung der läs­ti­gen Bahn­über­gän­ge so ratio­nell wie mög­lich zu gestal­ten.. Bei­spiel Frei­enohl: da ver­schwen­de ich in einer Woche über eine hal­be Stun­de an geschlos­se­nen Bahn­schran­ken..
    ansons­ten wer­de ich der DB AG mal eine gesal­ze­ne Rech­nung zukom­men las­sen!

    • Der Bahn­über­gang in Frei­enohl befin­det sich inner­halb des Frei­enoh­ler Bahn­hofs. Und nicht nur das. Er befin­det sich auch im soge­nann­ten Durch­rutsch­weg des Aus­fahr­si­gnals in Rich­tung Mesche­de. Das bedeu­tet, dass ein Zug, der mit der höchs­ten, im Bahn­hof zuge­las­se­nen Geschwin­dig­keit, aus wel­chen Grün­den auch immer, über das Halt zei­gen­de Aus­fahr­si­gnal fah­ren wür­de, und dort eine auto­ma­ti­sche Zwangs­brem­sung erhal­ten wür­de, einen Brems­weg benö­tigt, der noch über den Bahn­über­gang hin­aus gehen wür­de. Das hie­ße für den Auto­ver­kehr, dass theo­re­tisch eine Zufahrt über den geöff­ne­ten Bahn­über­gang statt­fin­den könn­te. Aus die­sem Grund wird das Ein­fahr­si­gnal, wel­ches sich direkt hin­ter dem Frei­enoh­ler Tun­nel befin­det, erst auf Fahrt gestellt wer­den kann, wenn der Bahn­über­gang geschlos­sen ist. Das Aus­fahr­si­gnal kann natür­lich auch dann erst auf Fahrt gestellt wer­den, wenn die Schran­ken geschlos­sen sind. Der Durch­rutsch­weg ist also ein Sicher­heits­ab­stand, der zwar im Regel­fall nicht benö­tigt wird, im Pro­blem­fall aber Men­schen­le­ben schützt. Lie­ber etwas län­ger vor der Schran­ke ste­hen, als ein ein­zi­ges Men­schen­le­ben ris­kie­ren.
      Ich hof­fe, dass ich Ihnen den Sach­ver­halt ver­ständ­lich erklärt habe. Falls nicht, wen­den Sie sich doch bit­te an den Bezirks­lei­ter Betrieb oder den Bezirks­lei­ter LST (Leit und Siche­rungs­tech­nik) im Bahn­hof Best­wig. Die­se kön­nen Ihnen den Sach­ver­halt bestimmt auch anhand von Plä­nen erläu­tern.

  • Ich war­te noch immer auf ein State­ment, Herr Sens­burg. Kei­ne Ant­wort ist auch eine..und so etwas sind für mich Kri­te­ri­en für die BTW.

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