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Schlaf­sack als Will­kom­mens­ge­schenk für Neugeborene

Stell­ten die Will­kom­mens-Schlaf­sä­cke vor: von links Spar­kas­sen­chef Nor­bert Run­de, die Chef­ärz­te Dr. Nor­bert Peters und Dr. Bar­tho­lo­mä­us Urgatz, die stellv. Bür­ger­meis­te­rin Rose­ma­rie Gold­ner, Fach­be­reichs­lei­ter Micha­el John und Bar­ba­ra Lin­den­führ vom Netz­werk Frü­he Hil­fen. (Foto: oe)

Hüs­ten. Eltern, ihr Kind im Kli­ni­kum Arns­berg zur Welt brin­gen las­sen, haben jetzt einen Grund mehr zur Freu­de. Mit dem Will­kom­mens­pa­ket der Stadt Arns­berg bekom­men sie jetzt auch einen hoch­wer­ti­gen Baby-Schlaf­sack geschenkt. Damit gehe für ihn ein lang­jäh­ri­ger Her­zens­wunsch in Erfül­lung, sag­te Dr. Nor­bert Peters, Chef­arzt der Kli­nik für Geburts­hil­fe am Stand­ort Karo­li­nen­hos­pi­tal in Hüsten.

Gegen plötz­li­chen Kindstod

Der Baby-Schlaf­sack sei kei­ne Wer­be­ak­ti­on, son­dern eine medi­zi­nisch äußerst sinn­vol­le Sache, die wesent­lich dazu bei­tra­ge, die Fäl­le von plötz­li­chem Kinds­tod zu mini­mie­ren, sag­te Peters. Des­halb freue er sich sehr, dass jetzt dank der Zusam­men­ar­beit von Kli­ni­kum, Stadt und Spar­kas­se als Spon­sor mög­lich wur­de, wor­um er sich bereits seit über zehn Jah­ren bemüht habe. Auch Dr. Bar­tho­lo­mä­us Urgatz, Che­fazt der Kli­nik für Kin­der- und Jugend­me­di­zin, beton­te, wie wich­tig es sei, dass Babys vor allem in ihren ers­ten sechs Lebens­mo­na­ten in Schlaf­sä­cken schla­fen. Denn so kön­ne ver­hin­dert wer­den, dass sie sich eine Decke über den Kopf zie­hen und an ihrem selbst aus­ge­at­me­ten Koh­len­di­oxyd ster­ben. Immer noch gebe es bei bun­des­weit etwa 700.000 Gebur­ten jähr­lich etwa 120 Fäl­le von plötz­li­chem Kindstod.

Schlaf­um­ge­bung wichtig

„Alle jun­gen Müt­ter wer­den vor dem Ver­las­sen der Kli­nik umfas­send über die siche­re Schlaf­um­ge­bung auf­ge­klärt“,  sag­te Peters. Also in den ers­ten sechs Mona­ten kei­ne Decken, kei­ne Kis­sen, kei­ne „Höh­len“ aus Stoff­tie­ren, Schaf­fel­len und ande­rem, dazu gute Belüf­tung, kein Rau­chen in der Woh­nung und Raum­tem­pe­ra­tu­ren zwi­schen 16 und 18 Grad im Schlaf­zim­mer. Auch Tem­pe­ra­tu­ren um 25 Grad erhöh­ten das Risi­ko, dass das Baby so tief ein­schläft, dass es viel­leicht nicht mehr auf­wacht, sag­te Dr. Urgatz. Auch die frü­her oft emp­foh­le­ne Bauch­la­ge oder auch die Sei­tela­ge sind in den ers­ten Mona­ten gefähr­lich. „Wenn sie anfan­gen, sich aus eige­ner Kraft zu dre­hen, dür­fen sie das aber,“ so die Ärzte.

„Gute Chan­cen für alle“

Seit Jah­ren gibt im Kli­ni­kum einen Gebur­ten­re­kord nach dem ande­ren. (Foto: Klinikum)

„Unse­re Phi­lo­so­phie ist es, Kin­dern von Anfang an eine gute Chan­ce zum Auf­wach­sen zu ermög­li­chen“, sagt Bar­ba­ra Lin­den­führ vom „Netz­werk frü­he Hil­fen“ und betont die sozia­le Kom­po­nen­te eben­so wie die Anstren­gun­gen, Arns­berg zu einem attrak­ti­ven Ort für jun­ge Fami­li­en zu machen. Die Schlaf­sä­cke gibt es aber nicht nur für neue Erden­bür­ger aus der Stadt Arns­berg, son­dern auch für die Neu­ge­bo­re­nen aus den Nach­bar­städ­ten. Noch auf Initia­ti­ve des frü­he­ren Bür­ger­meis­ters Hans-Josef Vogel wür­den auch die Fami­li­en­start-Bro­schü­ren, die auf Ange­bo­te und Hil­fen für Kin­der in Arns­berg hin­wei­sen, an alle frisch­ge­ba­cke­nen Eltern unab­hän­gig von ihrem Wohn­ort ver­teilt, so Lin­den­führ. Das dürf­ten bald schon 1800 oder noch mehr pro Jahr sein. Denn Dr. Peters erwar­tet nach dem Gebur­ten­re­kord von über 1300 Babys im Vor­jahr wegen der Schlie­ßung von Geburts­kli­ni­ken in Nach­bar­städ­ten ein wei­te­res star­kes Wachs­tum der Zahlen.

Neu­tra­le Farbe

Es wur­de inten­siv getes­tet, denn die Schlaf­sä­cke sei­en kei­ne Lager­wa­re, son­dern eine Son­der­an­fer­ti­gung, so Lin­den­führ. Es gebe ver­schie­de­ne Grö­ßen, aber nur eine Far­be, ein neu­tra­les und wasch­freund­li­ches cremegelb. Die Schlaf­sä­cke mit der freund­li­chen Rau­pe als Auf­druck sind koch­fest und auch an den klei­nen Schlitz für den Moni­tor­an­schluss und einen Sicher­heits­knopf am Hals wur­de gedacht. „Eine wun­der­ba­re Lösung“, fin­det Dr. Peters und wird dar­in von der stellv. Bür­ger­meis­te­rin Rosi Gold­ner und Spar­kas­sencehf Nor­bert Run­de bestätigt.

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