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Ret­tungs­me­dail­le und Öffent­li­che Belo­bi­gung: Lebens­ret­ter aus Sun­dern geehrt

Regie­rungs­prä­si­dent Hans Josef Vogel, Fre­de­rik Schä­fer, Mar­ti­na Weber, Sebas­ti­an Schul­te, Tho­mas Som­mer, Bezirks­re­gie­rung Arns­berg (Foto: Bezirks­re­gie­rung)

Arnsberg/Sundern. Für eine gemein­sa­me Ret­tungs­tat wur­den am Don­ners­tag drei Per­so­nen geehr­te: Eine Öffent­li­che Belo­bi­gung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len erhiel­ten Mar­ti­na Weber und Sebas­ti­an Schul­te (bei­de aus Sun­dern). Die Ret­tungs­me­dail­le des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len erhielt Fre­de­rik Schä­fer aus Bochum. Die Urkun­de über­reich­te Regie­rungs­prä­si­dent Hans-Josef Vogel im Namen des Minis­ter­prä­si­den­ten Armin Laschet und dank­te so für deren gemein­sa­me Ret­tungs­tat.

Alar­miert durch Rauch­mel­der

Am 23. Febru­ar 2018 gegen 13 Uhr ging Mar­ti­na Weber durch die Fuß­gän­ger­zo­ne von Sun­dern. Plötz­lich hör­te sie das Pie­pen eines Rauch­mel­ders. Sie sah nach oben und bemerk­te, dass aus einer Woh­nung in der obe­ren Eta­ge Qualm ent­weicht. Wäh­rend ande­re Pas­san­ten acht­los wei­ter­gin­gen, ver­stän­dig­te sie sofort die Feu­er­wehr. Sie lief die Außen­trep­pe des Hau­ses hoch. Durch Klin­geln und Klop­fen ver­such­te sie, Men­schen zu war­nen, die sich in der Woh­nung auf­hal­ten könn­ten. Nie­mand öff­ne­te die Tür. Daher ging sie wie­der nach unten und mach­te ande­re Pas­san­ten auf die gefähr­li­che Situa­ti­on auf­merk­sam.

Mit Stein Schei­be der Haus­tür ein­ge­schla­gen

Sebas­ti­an Schul­te und Fre­de­rik Schä­fer erfass­ten die Lage sofort und lie­fen eben­falls die Außen­trep­pe nach oben. Zunächst ver­such­ten sie ver­geb­lich, die Tür ein­zu­tre­ten. Dann hol­te Sebas­ti­an Schul­te einen Stein und schlug eine Schei­be der Haus­tür ein. So konn­te er die Klin­ke von innen her­un­ter drü­cken und die Woh­nungs­tür öff­nen. Dann war­tet er vor der Woh­nung. Fre­de­rik Schä­fer betrat die Woh­nung, wo ihm star­ker Rauch ent­ge­gen­schlug. Auf einer glü­hend hei­ßen Herd­plat­te lag ein ver­kohl­tes Holz­brett, dar­auf ein Was­ser­ko­cher. Er begann die Woh­nung zu durch­su­chen. In einem Neben­trakt der Woh­nung fand er im Schlaf­zim­mer den 82-jäh­ri­gen Bewoh­ner schla­fend vor. Weder der Rauch noch das durch­drin­gen­de Pie­pen sei­nes Raumel­ders konn­ten ihn wecken. Fre­de­rik Schä­fer weck­te ihn und half ihm aus der Woh­nung. Sebas­ti­an Schul­te brach­te ihn nach unten.

Fre­de­rik Schä­fer ging zurück in die nun völ­lig ver­qualm­te Küche, schal­te­te den Herd aus und zog das ange­brann­te Holz­brett mit dem Was­ser­ko­cher zur Sei­te.

Durch gemein­schaft­li­chen Ein­satz Leben geret­tet

Durch ihren gemein­schaft­li­chen Ein­satz konn­ten die drei Geehr­ten dem älte­ren Herrn das Leben ret­ten: Für ihr cou­ra­gier­tes Han­deln wur­den die bei­den Sun­de­raner daher mit der Öffent­li­chen Belo­bi­gung aus­ge­zeich­net. Damit ehrt das Land Nord­rhein-West­fa­len Ret­tungs­ta­ten und lässt den Erst­hel­fern die ver­dien­te Aner­ken­nung zukom­men. Für sei­nen ent­schlos­se­nen Ein­satz, bei dem er selbst in aku­ter Lebens­ge­fahr schweb­te, erhält Fre­de­rik Schä­fer (Bochum) die Ret­tungs­me­dail­le des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len.

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