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„Prä­zi­se Gefüh­le“ – her­aus­ra­gen­de Wer­ke aus der Samm­lung Schroth

Der "Rechteckweg" von Vera Molnar (2011) besteht aus zwei langen Wollfäden. (Foto: oe)
Der „Recht­eck­weg“ von Vera Mol­nar (2011) besteht aus zwei lan­gen Woll­fä­den. (Foto: oe)

Arns­berg. Altes Gemäu­er und moder­ne Kunst: Bereits zum drit­ten Mal sind jetzt Wer­ke aus der Samm­lung Carl-Jür­gen Schroth im Klos­ter Weding­hau­sen zu sehen. „Prä­zi­se Gefüh­le“ heißt die Aus­stel­lung, die Wer­ke regio­nal wir­ken­der Künst­ler der Hell­weg-Regi­on her­aus­ra­gen­den Wer­ken inter­na­tio­na­ler Ver­tre­ter der kon­kre­ten und kon­zep­tu­el­len Kunst gegen­über stellt. Die Aus­stel­lung ist vom 14. Febru­ar bis zum 10. April jeweils mitt­wochs, sams­tags und sonn­tags von 14 bis 18 Uhr geöff­net und bie­tet ein umfang­rei­ches Rah­men­pro­gramm mit Füh­run­gen, Vor­trä­gen, Musik, Lite­ra­tur und Krea­tiv-Work­shop.

Regio­na­le und inter­na­tio­na­le Künst­ler

Sammler Carl-Jürgen Schroth vor Klaus Staudts "Traum der Erkenntnis". (Foto: oe)
Samm­ler Carl-Jür­gen Schroth vor Klaus Staudts „Traum der Erkennt­nis“. (Foto: oe)

Carl-Jür­gen Schroth, 1947 in Arns­berg gebo­ren und ehe­ma­li­ger Eigen­tü­mer des welt­weit täti­gen Gurt-Her­stel­lers „Schroth Safe­ty Sys­tems“, hat inzwi­schen über 300 Wer­ke von über 70 Künst­lern erwor­ben. Sei­ne Samm­lung, die noch im Lau­fe die­ses Jah­res im Soes­ter Wil­helm-Mor­g­ner-Haus einen dau­er­haf­ten Aus­stel­lungs­platz fin­den soll, zählt laut Wiki­pe­dia zu den 236 welt­weit füh­ren­den Pri­vat­samm­lun­gen. Bei „Prä­zi­se Gefüh­le“ bestückt Schroth eine Kunst­schau, die das regio­nal begrenz­te Kunst­schaf­fen der Hell­weg-Regi­on nach 1945 in einer umfäng­li­chen Betrach­tung in den inter­na­tio­na­len Kon­text führt.
Die Arns­ber­ger Aus­stel­lung ist die fünf­te und letz­te Aus­stel­lung des Aus­stel­lungs­pro­jekts „Hell­weg Kon­kret“ In Hamm, Soest und Unna waren zunächst nur Male­rei, Gra­fik und Skulp­tur von Künst­lern der Hell­weg­re­gi­on wie Erich Lüt­ken­haus (1924–2010) und Ger­hard Weber (1925–2013) in Hamm, K.G. Schmidt (1914–1987) in Bad Sas­sen­dorf, des Bri­ten Gor­don F. Tur­ner (1944–1983) in Erwit­te sowie
Car­lernst Kür­ten (1921–2000) in Unna. „Deren Schaf­fen kon­zen­trier­te sich auf die kon­kre­ten Bild­mit­tel wie Linie, Far­be, Flä­che, Volu­men und Raum. Ihrer Kunst liegt die Idee zugrun­de, rein geis­ti­gen Inhal­ten ästhe­ti­schen Aus­druck zu ver­lei­hen. In der Ein­fach­heit der meist geo­me­tri­schen For­men­spra­che zeigt sich eine erstaun­li­che Band­brei­te der Varia­tio­nen, die mit den Augen erkun­det und
nach­voll­zo­gen wer­den will,“ schreibt Prof. Dr. Erich Franz, der ehe­ma­li­ge stellv. Direk­tor des West­fä­li­schen Lan­des­mu­se­ums Müns­ter.
"Four Center Square" von Frank Gerritz (1986). (Foto: oe)
„Four Cen­ter Squa­re“ von Frank Ger­ritz (1986). (Foto: oe)

Am vier­ten Aus­stel­lungs­ort, dem Kunst­mu­se­um Ahlen, und auch jetzt im Klos­ter Weding­hau­sen in Arns­berg wer­den der Hell­weg-Kunst her­aus­ra­gen­de Wer­ke der inter­na­tio­na­len kon­kre­ten und
kon­zep­tu­el­len Kunst aus den letz­ten fünf Jahr­zehn­ten ent­ge­gen­ge­setzt, dar­un­ter Arbei­ten von Dou­glas Allsop, Hart­mut Böhm, Dani­el Buren, Cal­lum Innes, Imi Kno­e­bel, Vera Mol­nar und Fran­çois Morel­let. Auf­grund der spe­zi­fi­schen Räum­lich­kei­ten und eini­ger den ver­än­der­ten Gege­ben­hei­ten ange­pass­ten   alter­na­ti­ven Expo­na­te bie­tet Weding­hau­sen aller­dings eine gänz­lich anders anmu­ten­de Aus­stel­lung.
Carl-Jür­gen Schroth ist über­zeugt, dass gera­de die strengs­te gestal­te­ri­sche Prä­zi­si­on der Wer­ke beim Betrach­ter das Erleb­nis von uner­war­te­ter sinn­li­cher und emo­tio­na­ler Frei­heit erzeu­gen kann. Und Kath­rin Ueber­holz vom Kul­tur­bü­ro Arns­berg sagt: „Man braucht Ruhe, dann erfolgt auch ein Dia­log mit dem Betrach­ter.“
Fly­er Rah­men­pro­gramm

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