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Klinikum und AOK verbessern Demenzversorgung

AOK-Regionaldirektor Frank Simolka, Klinikum-Geschäftsführer Werner kemper und Bürgermeister Hans-Josef Vogel (v.l.n.r.) unterzeichneten die Vereinbarung zur verbesserten Demenzversorgung. (Foto: Klinikum)
AOK-Regio­nal­di­rek­tor Frank Simol­ka, Kli­ni­kum-Geschäfts­füh­rer Wer­ner Kem­per und Bür­ger­meis­ter Hans-Josef Vogel (v.l.n.r.) unter­zeich­ne­ten die Ver­ein­ba­rung zur ver­bes­ser­ten Demenz­ver­sor­gung. (Foto: Klinikum)

Arns­berg. „Vie­le an Demenz Erkrank­te möch­ten ger­ne lan­ge zu Hau­se woh­nen blei­ben, gleich­zei­tig brau­chen ihre pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen Ent­las­tung. Dafür ist es wich­tig, ver­schie­de­ne Hil­fen in Anspruch neh­men zu kön­nen“, erklä­ren Frank Simol­ka, Regio­nal­di­rek­tor der AOK Nord­West, und Wer­ner Kem­per, Spre­cher der Geschäfts­füh­rung vom Kli­ni­kum Arns­berg, die am Mon­tag eine Ver­ein­ba­rung über pfle­gend­in­di­vi­du­el­le häus­li­che Schu­lun­gen und Über­lei­tungs­pfle­gen unter­zeich­ne­ten. Auch die Stadt Arns­berg ist mit im Boot. „Ziel ist es“, so Bür­ger­meis­ter Vogel, „dass die indi­vi­du­el­len häus­li­chen Schu­lun­gen in ein brei­tes Ange­bot an regio­nal ver­füg­ba­ren Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen ein­ge­bun­den sind, so dass die Ver­si­cher­ten von einem dif­fe­ren­zier­ten und viel­fäl­ti­gen Hil­fe-Mix pro­fi­tie­ren können.“

Neues Instrument verbessert Koordination der Demenzversorgung

2015.09.17.Arnsberg.Logo.KlinikumAnge­hö­ri­ge und ehren­amt­li­che Pfle­ge­per­so­nen sind oft­mals gro­ßen kör­per­li­chen und see­li­schen Belas­tun­gen aus­ge­setzt. Zur Erleich­te­rung der Pfle­ge­si­tua­ti­on bie­tet die AOK Nord­west mit der Kli­ni­kum Arns­berg GmbH indi­vi­du­el­le häus­li­che Schu­lun­gen und Über­lei­tungs­pfle­gen an.
Im Rah­men die­ser Schu­lun­gen ver­mit­teln die Pfle­ge­ex­per­ten des Kli­ni­kum Arns­berg den Ange­hö­ri­gen vor Ort, also Zuhau­se bei den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen, wich­ti­ge Kennt­nis­se, die zur Ver­bes­se­rung der Pfle­ge in der häus­li­chen Umge­bung und im Umgang mit den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen not­wen­dig und hilf­reich sind. Die­se Ange­bo­te die­nen zum Erhalt und zur Wie­der­her­stel­lung des fami­liä­ren Gleich­ge­wichts und zur Redu­zie­rung von Belas­tungs­si­tua­tio­nen und sol­len dazu bei­tra­gen, das sozia­le Enga­ge­ment im Bereich Pfle­ge zu för­dern und zu stär­ken. Ziel ist es, durch die indi­vi­du­el­len häus­li­chen Schu­lun­gen pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge und ehren­amt­li­che Pfle­ge­per­so­nen „pass­ge­nau“ anzu­spre­chen und so zur Teil­nah­me zu motivieren.

„Logbuch Demenz“ entlastet pflegende Angehörige

Dar­über hin­aus wird mit dem „Log­buch Demenz“ ein prak­ti­scher Ord­ner zur Ver­fü­gung gestellt, wor­in alle Unter­la­gen und wich­ti­ge Daten, Ter­mi­ne, Namen der Kon­takt­per­so­nen oder Insti­tu­tio­nen, Medi­ka­men­ten­über­sicht, Daten zur gesund­heit­li­chen Situa­ti­on und mehr über­sicht­lich auf­be­wahrt wer­den. Das Log­buch Demenz fun­giert als Pati­en­ten­pass und kann, nicht zuletzt in Kri­sen­si­tua­tio­nen, eine unschätz­ba­re Hil­fe und Ent­las­tung für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge sein.

Das Log­buch Demenz hilft dabei Pfle­ge und Betreu­ung zu erleich­tern sowie das Zusam­men­spiel mit den infor­mel­len und for­mel­len Diens­ten im Gesund­heits­we­sen zu ver­bes­sern. Es ermög­licht ein effi­zi­en­tes Schnitt­stel­len­ma­nage­ment, um den betrof­fe­nen Fami­li­en zu mehr Selbst­stän­dig­keit und Hand­lungs­si­cher­heit zu verhelfen.

Im Log­buch Demenz wird jede Ent­wick­lung im Ver­lauf der Krank­heit doku­men­tiert. So kön­nen alle, die an der Ver­sor­gung eines Demenz­pa­ti­en­ten betei­ligt sind, die Krank­heit und Behand­lung sehen und ver­ste­hen. Auch Arzt­brie­fe, Aus­wei­se, eine Medi­ka­men­ten­über­sicht und ande­re wich­ti­ge Doku­men­te kön­nen dar­in auf­be­wahrt wer­den. Im Not­fall lie­fert die­ses den Ärz­ten und Hel­fern einen schnel­len Über­blick über den Pati­en­ten. So kön­nen sie sich noch geziel­ter um ihn kümmern.

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