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Flö­ten und Oeling­hau­ser Orgel im öster­li­chen Dia­log

Hel­ga Schau­er­te-Mabou­et an der Oeling­hau­ser Orgel. (Foto: Dr. Wer­ner Hüm­me­ke)

Oeling­hau­sen. Mit einem inter­es­san­ten Kon­zert und her­vor­ra­gen­den Musi­ke­rin­nen beginnt am Sonn­tag, 5. Mai 2019 um 19 Uhr in der Klos­ter­kir­che Oeling­hau­sen die Sai­son der Kon­zert­rei­he „Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen“.

Kon­zert in Klos­ter­kir­che Oeling­hau­sen

Das ers­te Kon­zert steht mit sei­ner dif­fe­ren­zier­ten Aus­wahl von musi­ka­li­schen Meis­ter­wer­ken Alter und Neu­er Musik mit Wer­ken von J.Walter, J. Fer­di­nand Fischer, J. S. Bach, F. Dan­dri­eu, Jean Lang­lais, J. Alain und E. M. Schief­fer ganz im Zei­chen öster­li­cher Freu­de. „Vic­timae pascha­li lau­des“ , so der Titel des Pro­gramms, in dem Orgel und Flö­ten im öster­li­chen Dia­log zuein­an­der ste­hen, inter­pre­tiert von den exzel­lent spie­len­den, inter­na­tio­nal gefrag­ten Musi­ke­rin­nen Hel­ga Schau­er­te-Mau­bou­et (Orgel) und Eva Maria Schief­fer (Block- und Tra­vers­flö­te). Den beson­de­ren Reiz und Hör­ge­nuss gewinnt das Kon­zert durch die Kom­bi­na­ti­on Alter Musik vor­wie­gend des 17. und 18. Jahr­hun­derts mit ganz neu­er Musik des 20./21. Jahr­hun­derts, teils solis­tisch dar­ge­bracht, teils im gemein­sa­men Musi­zie­ren von Flö­te und Orgel.

Urauf­füh­rung

Urauf­füh­rung in Klos­ter Oeling­hau­sen: Eva Maria Schief­fer mit der Tra­vers­flö­te. (Foto: Johan­nes Schenk)

Eigens für das Kon­zert in Oeling­hau­sen hat Eva Schief­fer ein Musik­stück für Flö­te und Orgel mit dem Titel „Blu­men­gar­ten im Mond­licht“ kom­po­niert, das in der Klos­ter­kir­che am 5. Mai urauf­ge­führt wird. In die öster­li­che Freu­de wird musi­ka­lisch der Auf­er­ste­hungs­ge­dan­ke in der Natur mit ein­be­zo­gen, indem „Früh­ling“ und „Mit­tel­al­ter­li­cher Gar­ten“- wie er sich auch auf dem Klos­ter­ge­län­de Oeling­hau­sens befin­det – ton­ma­le­risch dar­ge­stellt wer­den. „Das Publi­kum hört durch das Mond­licht ent­frem­de­te Far­ben, merk­wür­di­ge Schat­ten, ver­schie­de­ne Düf­te und klei­ne Tie­re und wird schließ­lich von einem Wie­gen­lied zum Träu­men gebracht“, so Hel­ga Schau­er­te. Neben die­ser Urauf­füh­rung für Orgel und Flö­te erklingt in der Klos­ter­kir­che als deut­sche Erst­auf­füh­rung auch das Musik­stück „L’Ô” („Was­ser“) für Block­flö­te solo von E. M. Schief­fer.

Ein­tritt: 12 € an der Abend­kas­se, Schü­ler und Stu­den­ten frei. Ein bar­rie­re­frei­er Zugang ist vor­han­den.

Aus Paris ins Sauer­land

  • Hel­ga Schau­er­te-Mau­bou­et, aus dem hei­mi­schen Len­ne­stadt gebür­tig, ist eine aus­ge­zeich­ne­te Ken­ne­rin der his­to­ri­schen Oeling­hau­ser Orgel. Als erst­klas­si­ge, inter­na­tio­nal geschätz­te Inter­pre­tin der Orgel­mu­sik ist sie neben ihrer umfang­rei­chen Tätig­keit als Orga­nis­tin der Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­che in Paris und als Orgel­leh­re­rin am Pari­ser Kon­ser­va­to­ri­um N. und L. Bou­lan­ger auch als erfolg­rei­che Musik­wis­sen­schaft­le­rin und Her­aus­ge­be­rin musi­ka­li­scher Wer­ke tätig. 2006 grün­de­te sie in der Auver­gne eine Orgel­aka­de­mie. Kon­zert­tour­ne­en, Vor­trä­ge und Meis­ter­kur­se füh­ren sie quer durch Euro­pa und in die USA. Die inter­na­tio­na­le Pres­se zählt sie zu einer der bedeu­ten­den Musi­ker­per­sön­lich­kei­ten unse­rer Zeit. Von ihrer reich­hal­ti­gen Dis­ko­gra­fie hat Hel­ga Schau­er­te auch zwei CDs mit Orgel­mu­sik an der his­to­ri­schen Oeling­hau­ser Orgel ein­ge­spielt.
  • Eva Maria Schief­fer (Block- und Tra­vers­flö­tis­tin), gebo­ren in Kre­feld, erhielt ihre musi­ka­li­sche Aus­bil­dung in Köln. Sie lebt zur Zeit in der Nähe von Paris und unter­rich­tet am fran­zö­si­schen Kon­ser­va­to­ri­um von Savi­gny-sur-Orge. Regel­mä­ßig tritt sie als Solis­tin und mit ver­schie­de­nen Ensem­bles für Alte und Neue Musik, Jazz und Welt­mu­sik in Deutsch­land und Frank­reich auf. Die mehr­fach aus­ge­zeich­ne­te Künst­le­rin, von der auch zahl­rei­che CD-Auf­nah­men vor­lie­gen, kon­zen­triert sich bei ihrer künst­le­ri­schen Arbeit auf inter­dis­zi­pli­nä­re Pro­jek­te und Impro­vi­sa­ti­on. Sie arbei­tet mit bil­den­den Künst­lern, Schau­spie­lern und Tän­zern zusam­men und ent­wi­ckelt regel­mä­ßig Auf­füh­run­gen in nam­haf­ten Kon­zert­häu­sern wie die Ton­hal­le Düs­sel­dorf, die Elb­phil­har­mo­nie Ham­burg und das Kon­zert­haus Ber­lin.
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