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Digi­ta­ler Alarm im Hoch­sauer­land­kreis gestar­tet

Start der digi­ta­len Alar­mie­rung: von links Dr. Karl Schnei­der, Land­rat, Micha­el Schlü­ter, Lei­ter Leit­stel­le u. stv. Fach­dienst­lei­ter, Bernd Krau­se, Kreis­brand­meis­ter, Chris­tof Dür­wald, Fach­dienst­lei­ter Ret­tungs­dienst, Feu­er- und Kata­stro­phen­schutz, Thors­ten Brol­le, Mit­ar­bei­ter Funk­werk­statt ; im Vor­der­grund, sit­zend: Vol­ker Lang, Ein­satz­sach­be­ar­bei­ter Leit­stel­le (Foto: HSK)

Hoch­sauer­land­kreis. Land­rat Dr. Karl Schnei­der star­te­te in die­ser Woche offi­zi­ell die soge­nann­te „Digi­ta­le Alar­mie­rung” für die Ein­satz­kräf­te von Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst. Dazu war bereits im Jahr 2013 mit der Funk­netz­pla­nung begon­nen wor­den, um geeig­ne­te Stand­or­te zur Umset­zung des Vor­ha­bens fin­den zu kön­nen. Der Land­rat lob­te ange­sichts der schwie­ri­gen topo­gra­fi­schen Ver­hält­nis­se, die das Sauer­land mit sich bringt, die gute Zusam­men­ar­beit aller Akteu­re: „Mit ins­ge­samt 74 Sen­de­stand­or­ten ist das im Hoch­sauer­land­kreis errich­te­te Netz das bun­des­weit größ­te digi­ta­le Alar­mie­rungs­netz eines ein­zel­nen Krei­ses. Ein sol­ches funk­tio­nie­ren­des flä­chen­de­cken­des Netz auf­zu­bau­en, war sicher kei­ne leich­te Her­aus­for­de­rung”, so der Land­rat.

Land­rat nimmt neu­es Mel­de­sys­tem in Betrieb

„Bereits im Dezem­ber konn­ten wir den Ret­tungs­dienst im Hoch­sauer­land­kreis kom­plett auf das neue Sys­tem über­lei­ten”, so Micha­el Schlü­ter, Lei­ter der Leit­stel­le. „Auch eini­ge Feu­er­weh­ren und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen machen schon Gebrauch von der neu­en Tech­nik, bei­spiels­wei­se die Lösch­zü­ge aus Bri­lon, Eslo­he, Mars­berg und Best­wig. Das Deut­sche Rote Kreuz in Mesche­de und Schmal­len­berg sind bereits digi­tal alar­mier­bar. Wei­te­re Ein­hei­ten wer­den in den nächs­ten Wochen und Mona­ten fol­gen.

Vor­tei­le digi­ta­ler Tech­nik

Die neue Tech­nik bringt Vor­tei­le mit sich. „Inner­halb einer wesent­lich kür­ze­ren Zeit, im Ver­gleich zur alten, ana­lo­gen Alar­mie­rung, sind jetzt mehr Ein­satz­kräf­te, z.B. bei Kom­bi­na­ti­ons­ein­sät­zen von Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst, alar­mier­bar”, erklärt Micha­el Schlü­ter. „Alarm­mel­dun­gen wer­den künf­tig allen Ein­satz­kräf­ten in Klar­text ange­zeigt und vor­ab durch die Leit­stel­le in dring­li­che oder nicht dring­li­che Ein­satz­alar­me kate­go­ri­siert”, sagt Kreis­brand­meis­ter Bernd Krau­se. Zudem wür­den die Alar­mie­rungs­tex­te aus­schließ­lich ver­schlüs­selt über­tra­gen, sodass nur berech­tig­te Per­so­nen die daten­schutz­re­le­van­ten Ein­satz­in­for­ma­tio­nen erhiel­ten und lesen könn­ten. Auch könn­ten zusätz­li­che Hin­wei­se, auf z.B. beson­de­re Gefah­ren an Ein­satz­stel­len, an die ein­ge­setz­ten Kräf­te über­tra­gen wer­den, um die­se schon im Vor­feld zu sen­si­bi­li­sie­ren, so Krau­se wei­ter.

Funk­werk­statt war­tet neue digi­ta­le Mel­de­emp­fän­ger

Die kreis­an­ge­hö­ri­gen Städ­te und Gemein­den, der Ret­tungs­dienst, die pri­va­ten Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie das Tech­ni­sche Hilfs­werk müs­sen mit der Ein­füh­rung ihre End­ge­rä­te­tech­nik für Mel­de­emp­fän­ger und Sire­nen umrüs­ten. „Die neu­en etwa Ziga­ret­ten­schach­tel gro­ßen digi­ta­len Mel­de­emp­fän­ger sind deut­lich preis­güns­ti­ger als die alten Gerä­te”, erläu­tert Thors­ten Brol­le, der als Funk­tech­ni­ker in der Leit­stel­le tätig ist, „nicht zuletzt, weil eine gro­ße Aus­schrei­bung unter Feder­füh­rung des Krei­ses für die Mel­de­emp­fän­ger durch­ge­führt wur­de, um mög­lichst gro­ße Stück­zah­len abzu­fra­gen. Alle Gerä­te wer­den kreis­weit aus­schließ­lich durch die Funk­werk­statt der Leit­stel­le pro­gram­miert und admi­nis­triert, um die Netz­si­cher­heit dau­er­haft gewähr­leis­ten zu kön­nen.”

Schritt­wei­se Umstel­lung bis 2020

„Rund 2,1 Mil­lio­nen Euro muss­ten für den Netz­auf­bau inves­tiert wer­den”, erklärt Chris­tof Dür­wald, Fach­dienst­lei­ter für Ret­tungs­dienst, Feu­er- und Kata­stro­phen­schutz des Hoch­sauer­land­krei­ses. Und wei­ter: „Mit einer kom­plet­ten Umstel­lung rech­nen wir etwa zum Jahr 2020. Erst danach kann das ana­lo­ge Funk­netz kom­plett außer Betrieb gesetzt wer­den”.

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