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Coro­na-Aus­bruch im Senio­ren­haus St. Fran­zis­kus: 3 Todes­fäl­le und vie­le Infizierte

Drei Todes­fäl­le und vie­le Infi­zier­te gibt es im Zusam­men­hang mit der Coro­na-Pan­de­mie im Senio­ren­haus St. Fran­zis­kus in Sun­dern (Foto: Caritasverband)

Sun­dern. Nach­dem im Senio­ren­haus St. Fran­zis­kus in Sun­dern in der ver­gan­ge­nen Woche Bewoh­ner und Mit­ar­bei­ter durch die regel­mä­ßig durch­ge­führ­ten PoC-Schnell­tests posi­tiv getes­tet wur­den, sind, wie berich­tet, umge­hend PCR-Tests durch das Gesund­heits­amt ver­an­lasst und durch die Haus­ärz­te durch­ge­führt worden.

15 von 69 Bewoh­ner wur­den dar­auf­hin posi­tiv getes­tet. Von ins­ge­samt 103 getes­te­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern sind ins­ge­samt 13 posi­tiv getes­tet wor­den. Alle danach wei­ter­hin per PoC-Schnell­test durch­ge­führ­ten Tests waren bis­her nega­tiv. Trotz­dem sol­len aus Sicher­heits­grün­den am Diens­tag noch ein­mal alle Bewoh­ner sowie Mit­ar­bei­ter der Ein­rich­tung mit einem PCR-Test getes­tet wer­den. Zusätz­lich dazu wer­den die PoC-Schnell­test jetzt täg­lich in der Ein­rich­tung durchgeführt.

13 geimpf­te Per­so­nen posi­tiv getestet

Die posi­tiv getes­te­ten Mit­ar­bei­ter waren nicht geimpft. 13 coro­na-posi­tiv getes­te­te Bewoh­ner waren bereits geimpft, zwei von ihnen waren noch nicht geimpft wor­den. Es sei zu beob­ach­ten, dass die Krank­heits­ver­läu­fe in der Regel bei den geimpf­ten Bewoh­nern deut­lich mil­der ver­lau­fen, so der Caritasverband.

Drei der infi­zier­ten Bewoh­nern, die zunächst mit leich­ten Sym­pto­men ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wur­den, sind durch eine schnel­le Ver­schlech­te­rung des All­ge­mein­zu­stan­des verstorben.

Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass das Virus durch einen Bewoh­ner, der regel­mä­ßig die Ein­rich­tung ver­las­sen hat, ein­ge­tra­gen wur­de. Trotz der jeweils durch­ge­führ­ten Tests die­ser Bewoh­ner konn­te sich das Virus ver­brei­ten, da die Schnell­tests erst nach einer Inku­ba­ti­ons­zeit von 3–5 Tagen die Virus­last nach­wei­sen. Sei­tens der Ein­rich­tung wur­den sofort nach Auf­tre­ten der ers­ten Ver­dachts­fäl­le alle bereits seit Beginn der Pan­de­mie getrof­fe­nen Schutz­maß­nah­men inten­si­viert, die betrof­fe­nen Mit­ar­bei­te­rIn­nen in Qua­ran­tä­ne geschickt und die Bewoh­ner isoliert.

„Die Ein­rich­tung ist ein offe­nes Haus und die Ver­ord­nung, die die Besu­che in den Ein­rich­tun­gen regelt, for­dert aus­drück­lich, Besu­che für Bewoh­ne­rIn­nen sowie das Ver­las­sen der Ein­rich­tung zuzu­las­sen“, so Anna Skoc­zyn­ski, Pfle­ge­dienst­lei­te­rin im Senio­ren­haus St. Fran­zis­kus, „das erschwert es uns, auch bei ganz eng­ma­schi­gen Tests, die Infek­ti­ons­ge­fahr auszuschließen.“

Virus von Bewoh­ner eingetragen

„Trotz der posi­ti­ven Coro­na-Fäl­le konn­te die zwei­te Imp­fung in der Ein­rich­tung am gest­ri­gen Sonn­tag wie geplant durch­ge­führt wer­den“, berich­tet Ver­bund­lei­ter Sebas­ti­an Füst. „Dadurch, dass die infi­zier­ten Bewoh­ner und Mit­ar­bei­ter nicht geimpft wer­den durf­ten, konn­ten die über­zäh­li­gen Impf­do­sen an Hoch­be­tag­te, chro­nisch erkrank­te Men­schen, Mit­ar­bei­ter des Ret­tungs­diens­tes sowie an Ehren­amt­li­che der Ein­rich­tung in Abspra­che mit den Impf­ärz­ten ver­ge­ben wer­den. Zu Impf­re­ak­tio­nen ist es kaum gekommen.“

„Durch den nun­mehr wei­ter erhöh­ten Impf­schutz von Bewoh­nern und Mit­ar­bei­tern sowie die kon­se­quen­te Umset­zung von Qua­ran­tä­ne- und Hygie­ne­maß­nah­men hof­fen wir, die wei­te­re Ver­brei­tung des Virus ein­däm­men und die Lage schnell in den Griff bekom­men zu kön­nen“, so Marek Konietz­ny, kfm. Vor­stand des Caritasverbandes.

„Beson­de­rer Dank geht an die Mit­ar­bei­te­rIn­nen vor Ort, die in die­ser ange­spann­ten und per­so­nell mehr als engen Situa­ti­on Groß­ar­ti­ges leis­ten, um die Ver­sor­gung der Bewoh­ner wei­ter­hin sicher­zu­stel­len“, ergänzt Kath­rin Gries, Fach­be­reichs­lei­te­rin Pfle­ge & Woh­nen des Caritasverbandes.

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4 Antworten

  1. Hier ist schnellst­mög­li­che Unter­su­chung not­wen­dig war­um erst Coro­na Infi­zie­rung aus­bricht nach Imp­fun­gen in Alten­hei­men !!Das ist sehr Mys­te­ri­ös und Ver­däch­tig ! Es wird beängs­ti­gend sich Imp­fen zu lassen .

    1. Dan­ke für die­sen schnellst­mög­li­chen Kom­men­tar nur weni­ge fünf­ein­halb Wochen nach Erschei­nen des Arti­kels. Das ist eben­falls sehr mys­te­ri­ös und ver­däch­tig! Wol­len Sie etwa Angst vor der Imp­fung schü­ren, und wenn ja, auf wel­cher Grundlage?

  2. Frau Voll­mer, ist es Ihnen denn völ­lig neu, dass sich unmit­tel­bar nach der Imp­fung der Impf­schutz erst auf­bau­en muß? Es ist sogar eine noch­ma­li­ge Imp­fung nötig, um einen wirk­li­chen Schutz zu erreichen.
    Bis zu die­sem Zeit­punkt ist immer noch eine Infek­ti­on möglich.
    Es kann doch nicht sein, dass die­se Infor­ma­tio­nen an Ihnen vor­bei­ge­gan­gen sind.
    Sie betei­li­gen sich aktiv an der Ent­ste­hung von Verschwörungstheorien!

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