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IHK-Umfrage: Unternehmen fordern mehr schnelles Internet

Arns­berg. Beim The­ma Digi­ta­li­sie­rung ist der Aus­bau des schnel­len Inter­nets bei den Unter­neh­men in der Regi­on wei­ter­hin die wich­tigs­te For­de­rung an die Poli­tik. 71 Pro­zent for­dern von den Regie­run­gen in Ber­lin und Düs­sel­dorf, sich stär­ker um eine leis­tungs­fä­hi­ge Breit­band­in­fra­struk­tur zu küm­mern. Das ist das Ergeb­nis einer Befra­gung der IHK Arns­berg, Hell­weg-Sauer­land unter rund 200 Teilnehmern.

Handlungsforderung an die Politik

„Eine schnel­le Inter­net­an­bin­dung ist die Grund­la­ge für die Unter­neh­men, die Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung anzu­neh­men“, betont IHK-Prä­si­dent Andras Rother. „Wenn die Poli­tik hier nicht stär­ker inves­tiert, gefähr­det sie den Bestand hun­der­ter Unter­neh­men und tau­sen­der Arbeits­plät­ze im Sauer­land und am Hell­weg.“ Bei der IHK-Befra­gung gaben 10 Pro­zent der Teil­neh­mer an, dass an ihrem Stand­ort gar kein schnel­les Inter­net ver­füg­bar ist, bei wei­te­ren 27 Pro­zent deckt die aktu­el­le Band­brei­te nicht den tat­säch­li­chen Bedarf. Neben einer schnel­len Breit­band­an­bin­dung wünscht sich fast jedes zwei­te Unter­neh­men einen bes­se­ren Zugang zu öffent­li­chen För­der­mit­teln sowie staat­li­che Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben und den Ein­satz inno­va­ti­ver Technologien.

Eigenes Verbesserungspotential

Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al sehen die Unter­neh­men auch bei sich selbst. Nur 25 Pro­zent geben dem Stand der Digi­ta­li­sie­rung in ihrem Unter­neh­men die Note Gut oder Sehr gut. 40 Pro­zent geben sich ein Befrie­di­gend und wei­te­re 25 Pro­zent ein Aus­rei­chend. „Ob Aus­rei­chend aus­reicht, auch in Zukunft gute Geschäf­te zu machen, ist sehr frag­lich. Die Digi­ta­li­sie­rung gehört zu den Mega­trends unse­rer Zeit. Wer den Anschluss ver­liert, büßt ganz schnell sei­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit ein“, ver­deut­licht Andre­as Rother die gro­ße Bedeu­tung der Digitalisierung.

Gründe für Digitalisierung

Haupt­grün­de für die Digi­ta­li­sie­rung in den Unter­neh­men sind die Fle­xi­bi­li­sie­rung des Arbei­tens (46 % Nen­nun­gen), Anfor­de­run­gen der Kun­den und Kun­den­bin­dung (47 %) und die Rea­li­sie­rung von Kos­ten­sen­kungs­po­ten­tia­len (41 %). Eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le spie­len die Coro­na-Pan­de­mie (19 %) sowie die Opti­mie­rung der Lie­fer­ket­ten (19 %). „Die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie auf die Arbeits­welt sind ange­sichts der umwäl­zen­den Ver­än­de­run­gen durch die Digi­ta­li­sie­rung sehr gering. Das haben die Betrie­be erkannt“, ist Andre­as Rother über­zeugt. Er wür­de sich jedoch wün­schen, dass die Ent­wick­lung neu­er Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen und Geschäfts­mo­del­le (23 % Nen­nun­gen) eine wich­ti­ge­re Rol­le bei der Digi­ta­li­sie­rung in den Unter­neh­men ein­neh­men würde.

Als größ­te Her­aus­for­de­run­gen für die Digi­ta­li­sie­rung bezeich­nen die Befrag­ten feh­len­de zeit­li­che Res­sour­cen (41 % Nen­nun­gen) und einen hohen Kos­ten- und Inves­ti­ti­ons­auf­wand (38 %). Auch die Akzep­tanz von Mit­ar­bei­tern und Kun­den sowie die Kom­ple­xi­tät der Umstel­lung vor­han­de­ner Sys­te­me und Pro­zes­se belas­ten die Unter­neh­men (bei­de 32 %). Die Kon­kur­renz – ins­be­son­de­re digi­ta­le Platt­for­men – spie­len dage­gen eine eher unter­ge­ord­ne­te Rol­le (8 %).

Voraussetzung Mitarbeiterkompetenzen

Damit die Digi­ta­li­sie­rung in den Unter­neh­men gelingt, müs­sen auch die Kom­pe­ten­zen der Mit­ar­bei­ter und Füh­rungs­kräf­te aus­ge­baut wer­den. Rund drei Vier­tel der Umfra­ge­teil­neh­mer sagen, dass ein digi­ta­les Pro­zess­ver­ständ­nis, digi­ta­le Denk­wei­sen und die Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft vor­ran­gig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln sind. „Als IHK unter­stüt­zen wir Unter­neh­men und ihre Mit­ar­bei­ter beim Auf­bau von digi­ta­len Kom­pe­ten­zen, zum Bei­spiel mit dem Pro­jekt City­Lab, dem Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bot unse­res Bil­dungs­in­sti­tuts oder dem Online­kurs Ele­ments of AI über künst­li­che Intel­li­genz“, sagt Andras Rother. Zudem ent­wick­le die IHK selbst ihre Dienst­leis­tun­gen digi­tal wei­ter, wie die Ein­füh­rung des digi­ta­len Berichts­hefts oder des elek­tro­ni­schen Ursprungs­zeug­nis­ses zeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quel­le: IHK Arnsberg)

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