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Dia­be­tes-Gesell­schaft zeich­net Kli­ni­kum-Stand­ort Mari­en­hos­pi­tal aus

Freu­en sich über die Aus­zeich­nung der DDG (von links nach rechts): Kat­rin Fran­ke, Dr. Wolf­gang Boos, Jes­si­ca Mey­er, Dr. Ste­fan Probst, Susan­ne Oest. (Foto: Kli­ni­kum)

Arns­berg. Um die Betreu­ung von Dia­be­ti­kern im Kran­ken­haus zu ver­bes­sern, hat die Deut­sche Dia­be­tes
Gesell­schaft (DDG) das Zer­ti­fi­kat „Kli­nik für Dia­be­tes­pa­ti­en­ten geeig­net“ ins Leben geru­fen. Als eine der ers­ten Ein­rich­tun­gen in Deutsch­land hat die DDG jüngst den Kli­ni­kum-Stand­ort Mari­en­hos­pi­tal mit dem neu­en Zer­ti­fi­kat aus­ge­zeich­net.

Neu­es Zer­ti­fi­kat für die Behand­lung bei Neben­dia­gno­se Dia­be­tes

Jähr­lich wer­den etwa zwei Mil­lio­nen Dia­be­tes­pa­ti­en­ten in einer Kli­nik behan­delt. Sie wol­len sicher sein, dass ihre Grund­er­kran­kung kom­pe­tent berück­sich­tigt wird, auch wenn sie sich etwa wegen eines Ein­griffs an der Hüf­te oder zur Ver­sor­gung eines Kno­chen­bruchs ins Kran­ken­haus bege­ben. Sie möch­ten sich dar­auf ver­las­sen kön­nen, dass ihr Blut­zu­cker­spie­gel bedarfs­ge­recht über­wacht wird, die Nar­ko­se auf ihre Dia­be­tes-Erkran­kung abge­stellt ist oder Not­fal­le­quip­ment für den Fall einer Blut­zu­cker-Ent­glei­sung bereit­steht. Die­sen Pati­en­ten bie­tet die DDG mit dem Zer­ti­fi­kat „Kli­nik für Dia­be­tes­pa­ti­en­ten geeig­net (DDG)“ eine nütz­li­che Ori­en­tie­rung.

Auch unent­deck­te Dia­be­tes wird erkannt

Im Kli­ni­kum Arns­berg Stand­ort Mari­en­hos­pi­tal arbei­tet man bereits seit lan­gem nach den stren­gen Richt­li­ni­en der DDG. Drei der zu erfül­len­den Kri­te­ri­en sind beson­ders wich­tig: Es muss
ein dia­be­to­lo­gisch ver­sier­ter Arzt zur Ver­fü­gung ste­hen, Pfle­ge­kräf­te müs­sen dia­be­to­lo­gisch
geschult sein und es muss gewähr­leis­tet sein, dass die Blut­zu­cker­wer­te bei jedem Pati­en­ten
geprüft wer­den. Dr. med. Ste­fan Probst, Chef­arzt Kli­nik für Inne­re Medi­zin, Schwer­punkt Dia­be­to­lo­gie &
Rheu­ma­to­lo­gie erläu­tert: „Wir haben an der Kli­nik ein rou­ti­ne­mä­ßi­ges Scree­ning auf erhöh­te
Glu­ko­se­wer­te. Bei jedem neu auf­ge­nom­me­nen Pati­en­ten wird sofort Blut abge­nom­men und
die Blut­zu­cker­wer­te wer­den bestimmt.“ Damit wer­den nicht nur die Dia­be­tes-Pati­en­ten klar
iden­ti­fi­ziert, son­dern auch die Pati­en­ten, deren Dia­be­tes bis­lang unent­deckt geblie­ben ist.

Fächer­über­grei­fen­de Dia­be­tes-Kom­pe­tenz

Der neue DDG-Prä­si­dent Pro­fes­sor Dr. med. Dirk Mül­ler-Wie­land bilan­ziert: „Das Kli­ni­kum Arns­berg Mari­en­hos­pi­tal hat eine fächer­über­grei­fen­de Dia­be­tes-Kom­pe­tenz.“ Dr. med. Wolf­gang Boos, Ober­arzt der Kli­nik für Inne­re Medi­zin, Schwer­punkt Dia­be­to­lo­gie & Rheu­ma­to­lo­gie ergänzt: „Unser Ziel ist es, die Neben­dia­gno­se Dia­be­tes best­mög­lich zu berück­sich­ti­gen. Davon pro­fi­tier­ten die Pati­en­ten. Denn ein gut ein­ge­stell­ter Dia­be­tes trägt dazu bei, Kom­pli­ka­tio­nen wie Nie­ren­ver­sa­gen, Lun­gen­ent­zün­dung und Wund­hei­lungs­stö­run­gen zu ver­hin­dern.“

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