„Tag der Begegnung – Sport für ALLE“ in Arnsberg

Im Work­shop-For­mat wur­den beim „Tag der Begeg­nung – Sport für ALLE“ kon­kre­te Ansät­ze für inklu­si­ven Sport erar­bei­tet. (Foto: Stadt Arnsberg)

Arns­berg. Unter dem Leit­ge­dan­ken „Sport ver­bin­det. Bewe­gung begeis­tert. Viel­falt gewinnt.“ haben die Stadt Arns­berg (Fach­stel­le Behin­der­ten­hil­fe und Sport­bü­ro) gemein­sam mit dem Kreis­Sport­Bund Hoch­sauer­land­kreis (KSB HSK) zum „Tag der Begeg­nung – Sport für ALLE“ ein­ge­la­den. Ver­an­stal­tungs­ort war der Cam­pus der Stadt­wer­ke in Arns­berg, wo sich am 21. März 2026 von 10:00 bis 14:00 Uhr ins­ge­samt 27  Teil­neh­men­de einfanden.

Austausch auf Augenhöhe

Ziel der Ver­an­stal­tung war es, Men­schen zusam­men­zu­brin­gen, die sich für einen inklu­si­ven Sport ein­set­zen oder inter­es­sie­ren: Sport­ver­ei­ne, Men­schen mit Behin­de­run­gen, sowie enga­gier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. In einem Work­shop-For­mat, mode­riert von Lau­ra Hie­ro­ny­mus (TuS Voß­win­kel) wur­de Raum für offe­nen Aus­tausch, neue Ideen und per­sön­li­che Begeg­nun­gen geschaf­fen. „Sport ist für alle da – daher war es wich­tig, dass wir ver­schie­de­ne Men­schen mit ver­schie­de­nen Erfah­run­gen an einen Tisch geholt haben“, so Kat­ja Buch vom Sport­bü­ro Arnsberg.

Im Zen­trum stand die gemein­sa­me Fra­ge, wie Sport­an­ge­bo­te wei­ter geöff­net und Bar­rie­ren – sowohl in den Köp­fen als auch im Ver­eins­all­tag – abge­baut wer­den kön­nen. Die Teil­neh­men­den dis­ku­tier­ten enga­giert und auf Augen­hö­he, ent­wi­ckel­ten Ansät­ze für mehr Teil­ha­be und brach­ten viel­fäl­ti­ge Per­spek­ti­ven ein.

Intensive Diskussionen zu Gelingensbedingungen

Ein beson­de­rer Schwer­punkt lag auf den kon­kre­ten Gelin­gens­be­din­gun­gen für Inklu­si­on im Ver­ein. Dabei wur­de sowohl sei­tens der Betrof­fe­nen als auch von bereits akti­ven Ver­ei­nen deut­lich: Der wich­tigs­te Schritt ist, ein­fach anzu­fan­gen. Statt Berüh­rungs­ängs­ten und Unsi­cher­hei­ten braucht es Ver­trau­en – ins­be­son­de­re in die Exper­ti­se von Men­schen mit Behin­de­run­gen, die ihre eige­nen Bedar­fe am bes­ten kennen.

Gleich­zei­tig wur­den auch bestehen­de Her­aus­for­de­run­gen klar benannt. Ins­be­son­de­re Haf­tungs- und Ver­si­che­rungs­fra­gen stel­len für vie­le Ver­ei­ne eine Hür­de dar. Hier nimmt der Kreis­Sport­Bund Hoch­sauer­land­kreis einen kla­ren Arbeits­auf­trag mit, um für mehr Ori­en­tie­rung und Sicher­heit zu sorgen.

Auch an die Stadt Arns­berg wur­den kon­kre­te Erwar­tun­gen for­mu­liert: So wur­de unter ande­rem ange­regt, eine trans­pa­ren­te Über­sicht über den Grad der Bar­rie­re­frei­heit städ­ti­scher Turn­hal­len zu erstel­len, um Ver­ei­nen und Nut­zen­den eine bes­se­re Pla­nung und Ein­schät­zung zu ermöglichen.

Praxisbeispiele und Vernetzung

Beson­de­re Impul­se lie­fer­ten inspi­rie­ren­de Pra­xis­bei­spie­le aus der Regi­on: Vor­ge­stellt wur­den das Para- und Par­kin­son-Tisch­ten­nis-Ange­bot des TTV Neheim-Hüs­ten sowie das Pro­jekt „Glücks­kin­der“ des TV Arns­berg. Bei­de Initia­ti­ven zeig­ten ein­drucks­voll, wie inklu­si­ve Sport­an­ge­bo­te erfolg­reich gestal­tet wer­den kön­nen und dien­ten als Moti­va­ti­on für wei­te­re Ideen.

Neben dem inten­si­ven Aus­tausch bot die Ver­an­stal­tung zahl­rei­che Gele­gen­hei­ten zur Ver­net­zung. Bestehen­de Kon­tak­te wur­den gestärkt und neue Ver­bin­dun­gen geknüpft – ein Aspekt, den vie­le Teil­neh­men­de als beson­ders gewinn­brin­gend her­vor­ho­ben. Ein klei­ner Imbiss mit Geträn­ken run­de­te das Pro­gramm ab und för­der­te den infor­mel­len Austausch.

Fazit: Inspiration und konkrete nächste Schritte

Die Ver­an­stal­te­rin­nen zeig­ten sich sehr zufrie­den mit dem Ver­lauf des Tages. „Beson­ders posi­tiv fin­de ich, dass neben dem Aus­tausch auch ganz kon­kre­te Arbeits­auf­trä­ge ent­stan­den sind – für Ver­ei­ne, den Kreis­Sport­Bund und die Stadt glei­cher­ma­ßen“, so Maria Bos­kamp, Fach­kraft für Inklu­si­on beim KSB HSK.

Die zen­tra­le Bot­schaft des Tages wur­de von allen geteilt: Inklu­si­on ist kein Zusatz, son­dern ein selbst­ver­ständ­li­cher Bestand­teil eines leben­di­gen und offe­nen Sports. Der „Tag der Begeg­nung“ hat ein­drucks­voll gezeigt, wie wich­tig sol­che For­ma­te sind: „Es wur­de nicht nur gere­det, son­dern der Grund­stein für ech­tes Tun gelegt.“, ist sich Ste­fa­nie Bier­wa­gen von der Fach­stel­le Behin­der­ten­hil­fe sicher.

 

 

 

 

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