
Sundern. Bei der Mitgliederversammlung der Schützenbruderschaft St. Hubertus Sundern 1631 e.V. am 14. März 2026 hat es einen Wechsel an der Spitze gegeben. Nach 19 Jahren Vorstandsarbeit stellte Hauptmann Marius Cramer sein Amt zur Verfügung. Die Versammlung ernannte ihn im Anschluss zum Hauptmann ehrenhalber. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige 2. Rendant Axel Henke einstimmig gewählt.
Abschied nach 19 Jahren Vorstandsarbeit
In seiner Abschiedsrede blickte Marius Cramer auf seine langjährige Tätigkeit zurück. „Vor diesem Moment hatte ich schon ein bisschen Respekt“, erklärte er zu Beginn. Insgesamt war Cramer 19 Jahre im Vorstand aktiv, davon 17 Jahre im geschäftsführenden Vorstand.
Seine Laufbahn begann 2007 als Piketräger bei den Jungschützen. Bereits 2009 wurde er als Adjutant in den geschäftsführenden Vorstand gewählt, ehe er 2019 das Amt des Hauptmanns übernahm. Leitmotiv seines Engagements seien stets die Werte „Glaube, Sitte, Heimat“ gewesen.
Als Gründe für seinen Rücktritt nannte Cramer persönliche Veränderungen: Mit seiner Selbstständigkeit, der Geburt seines Kindes und einem geplanten Hausbau könne er den Anforderungen des Amtes künftig nicht mehr vollständig gerecht werden.
Ehrung und bewegender Abschied
Die Versammlung würdigte Cramers Einsatz mit stehendem Applaus und ernannte ihn zum Hauptmann ehrenhalber. Auch Oberst Marc Puppe betonte die enge Zusammenarbeit der vergangenen Jahre. Beide hatten zeitgleich Führungsverantwortung übernommen und die Geschicke der Bruderschaft gemeinsam geprägt. „Diese Zeit schweißt unheimlich zusammen“, so Puppe.
Axel Henke übernimmt das Amt
Mit Axel Henke übernimmt ein erfahrener Schützenbruder die Position des Hauptmanns. Er war zuvor zwei Jahre im erweiterten Vorstand tätig, acht Jahre Kellermeister und zuletzt zwei Jahre 2. Rendant.
Henke bedankte sich für das Vertrauen und erklärte mit einem Schmunzeln, dies sei wohl das letzte Mal, dass er sich für ein Amt vorstelle. Die Versammlung wählte ihn anschließend einstimmig zum neuen Hauptmann.
Die frei gewordene Position des 2. Rendanten übernimmt künftig Sebastian Pingel. Der 51-Jährige war bislang als Schießmeister aktiv.
Impulse und stabile Zahlen
Zur Generalversammlung konnte Oberst Marc Puppe insgesamt 237 Mitglieder begrüßen. Pfarrer Martin Vogt griff in seiner Ansprache die sogenannte „Pinguin-Geschichte“ von Kabarettist Dr. Eckhart von Hirschhausen auf und sprach über individuelle Stärken und Schwächen.
Der 1. Rendant Markus Hermes präsentierte in seinem Geschäftsbericht stabile finanzielle Zahlen. Unter anderem konnte der noch offene Betrag für die Renovierung der Toilettenanlage und Garderobe an der Altenstube durch Einnahmen aus der Photovoltaikanlage beglichen werden.
Ehrungen und Engagement
Im Rahmen der Jubilarehrung wurden 71 Schützenbrüder für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Die Hutsammlung wurde auf 1.500 Euro aufgestockt und kommt den Fördervereinen der Grundschulen im Sunderner Kernstadtgebiet zugute.
Vorstandswahlen und offene Posten
Im erweiterten Vorstand wurden zahlreiche Positionen durch Neu- und Wiederwahlen besetzt. Der Posten zur besonderen Verwendung des Schießmeisters bleibt zunächst vakant. Sebastian Pingel übernimmt diese Aufgabe übergangsweise gemeinsam mit Ehrenschießmeister Georg Erdelyi.
Mit Justus Missal steht ein möglicher Nachfolger bereits in Aussicht und soll im kommenden Schützenjahr an die Aufgabe herangeführt werden.
Für Kontinuität sorgt die Wahl des „zbV“-Berichterstatters: Kilian Schulte, der das Amt zuvor kommissarisch innehatte, wurde offiziell bestätigt.
Ausblick auf das Schützenfest
Mit Blick auf das kommende Schützenfest kündigte Oberst Marc Puppe Veränderungen an. In diesem Jahr wird wieder ein Kaiser ermittelt. Die Schützenmesse am Samstag soll daher als Open-Air-Veranstaltung im Röhrtalstadion stattfinden, um einen direkten Übergang zum Kaiserschießen zu ermöglichen.
Das traditionelle Antreten sowie das Abholen des Königs und der Alten Fahne sollen weiterhin am Tagwerk stattfinden – unabhängig davon, ob bis dahin ein neuer Pächter gefunden wird.





