Straßenzustandserfassung in Sundern: Digitaler Geo-Zwilling soll Planung verbessern

Stra­ßen­zu­stands­er­fas­sung im Stadt­ge­biet: Ein Mess­fahr­zeug doku­men­tiert mit der eagle-eye-Metho­de den Zustand der Stra­ßen digi­tal. (Foto: eagle eye tech­no­lo­gies Deutsch­land GmbH)

Sun­dern. Die Stadt Sun­dern lässt der­zeit ihr gesam­tes Stra­ßen­netz digi­tal erfas­sen. Ein oran­ge-sil­ber­nes Mess­fahr­zeug des Unter­neh­mens eagle eye tech­no­lo­gies Deutsch­land GmbH fährt dafür im Auf­trag der Stadt durch das öffent­li­che Ver­kehrs­netz. Ziel ist es, künf­tig Zeit, Kos­ten und auch CO₂ einzusparen.

Messfahrzeug erfasst Straßen und Schäden

Wäh­rend der Befah­rung wer­den Stra­ßen­be­stän­de und deren Zustand detail­liert auf­ge­nom­men und optisch doku­men­tiert. Moder­ne Sen­so­ren und meh­re­re Kame­ras erfas­sen dabei gleich­zei­tig den gesam­ten Stra­ßen­raum sowie Verkehrsanlagen.

Die gewon­ne­nen Daten wer­den anschlie­ßend mit­hil­fe künst­li­cher Intel­li­genz sowie durch Inge­nieu­re aus­ge­wer­tet und auf­be­rei­tet. Sie bil­den die Grund­la­ge für den Auf­bau eines Stra­ßen­ka­tas­ters sowie eines lang­fris­ti­gen Erhaltungskonzeptes.

Grundlage für gezielte Sanierungsplanung

Ins­ge­samt sol­len rund 150 Kilo­me­ter kom­mu­na­le Stra­ßen und Wege im Stadt­ge­biet von Sun­dern erfasst wer­den. Mit­hil­fe eines digi­ta­len Geo-Zwil­lings der Stadt kann die Ver­wal­tung künf­tig jeden Stra­ßen­ab­schnitt vir­tu­ell am Com­pu­ter prüfen.

„Unse­re zustän­di­gen Mit­ar­bei­ten­den haben den Zustand der Stra­ßen kon­ti­nu­ier­lich im Blick, erstel­len fun­dier­te Pro­gno­sen und pla­nen not­wen­di­ge Maß­nah­men gezielt und vor­aus­schau­end. Bei Bedarf kön­nen sie jeden ein­zel­nen Stra­ßen­ab­schnitt direkt am Com­pu­ter prü­fen. Das redu­ziert auf­wen­di­ge Vor-Ort-Ter­mi­ne, spart Zeit und Kos­ten und stei­gert die Effi­zi­enz unse­rer Arbeit deut­lich“, erklärt Bür­ger­meis­te­rin Jac­que­line Bila.

Datenerfassung mit „Adleraugen“

Der Name „eagle eye“ ist dabei Pro­gramm: Spe­zi­el­le Sen­so­ren mes­sen wäh­rend der Fahrt prä­zi­se die Stra­ßen­ober­flä­chen. Meh­re­re Kame­ras zeich­nen par­al­lel den Stra­ßen­raum auf und doku­men­tie­ren Verkehrsanlagen.

Die erho­be­nen Bild­da­ten wer­den aus­schließ­lich für inter­ne Zwe­cke der Stadt genutzt, etwa zur Doku­men­ta­ti­on der kom­mu­na­len Ver­kehrs­in­fra­struk­tur. Dabei wer­den alle Auf­nah­men anony­mi­siert, sodass Gesich­ter von Per­so­nen oder Fahr­zeug­kenn­zei­chen nicht erkenn­bar sind.

Da die Daten­er­fas­sung wet­ter­ab­hän­gig ist, erfolgt die Befah­rung nur bei sta­bi­len Wet­ter­be­din­gun­gen. Nach Abschluss wer­den die Ergeb­nis­se in das städ­ti­sche Geo­in­for­ma­ti­ons­sys­tem integriert.

Bessere Daten für effizientere Verwaltung

Für die Stadt­ver­wal­tung stellt die Pfle­ge und Erhal­tung der Stra­ßen eine kom­ple­xe Auf­ga­be dar. Neben der Bereit­stel­lung finan­zi­el­ler Mit­tel für Sanie­rung und Aus­bau geht es auch dar­um, die­se mög­lichst wirt­schaft­lich einzusetzen.

Mit den neu­en, detail­lier­ten Infra­struk­tur­da­ten kann die Stadt künf­tig fun­dier­ter pla­nen und Res­sour­cen geziel­ter ein­set­zen. Gleich­zei­tig sol­len durch die digi­ta­le Ver­mes­sung des Stra­ßen­raums Arbeits­ab­läu­fe effi­zi­en­ter wer­den und die Digi­ta­li­sie­rung der Ver­wal­tung wei­ter voranschreiten.

 

 

 

 

 

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