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SPD: Innen­stadt­ent­wick­lung mit Augen­maß vor­an­trei­ben

Franz-Josef-Tigges-Platz und Alte Johannesschule: Sunderns Politiker haben signalisiert, dass sie sich hier eine Einzelhandelsentwicklung vorstellen können. Aber nur, wenn sie das Konzept überzeugt und auch die Bürger Ja sagen. (Foto: oe)

Franz-Josef-Tig­ges-Platz und Alte Johan­nes­schu­le: Die Sun­derner SPD for­mu­liert ihre Erwar­tun­gen, wenn Platz und VHS-Gebäu­de für die Innen­stadt­ent­wick­lung wei­chen sol­len. (Foto: oe)

Sun­dern. Im Vor­feld der am Mitt­woch im Fach­aus­schuss Stadt­ent­wick­lung, Umwelt und Infra­struk­tur anste­hen­den Ent­schei­dung, das Gebäu­de der VHS (ehe­ma­li­ge Johan­nes­schu­le) und den Franz-Josef Tig­ges Platz als Poten­ti­al­flä­che für die Ein­zel­han­dels­ent­wick­lung ein­zu­brin­gen, hat die SPD eine Innen­stadt­ent­wick­lung mit Augen­maß ange­mahnt und ihre Erwar­tun­gen dar­an for­mu­liert. „Es geht um die nächs­te grund­le­gen­de Ent­schei­dung für Sun­dern”, so Frak­ti­ons­chef Micha­el Ste­che­le, „und die SPD Frak­ti­on wird die­ser Vor­la­ge zustim­men.”

„Kei­ne attrak­ti­ve Insel schaf­fen in einem unat­trak­ti­ven Umfeld”

Michael Stechele, Fraktionsvorstand der SPD im Sunderner Rat. (Foto. SPD)

Micha­el Ste­che­le, Frak­ti­ons­vor­stand der SPD im Sun­derner Rat. (Foto. SPD)

Die SPD knüpft dar­an aber eine Rei­he von Erwar­tun­gen:

  • Es ste­hen gleich­zei­tig aus­rei­chend pri­va­te Flä­chen zu ver­gleich­ba­ren Kon­di­tio­nen zur Ver­fü­gung. Für städ­ti­sche und pri­va­te Flä­chen und Immo­bi­li­en dür­fen kei­ne unter­schied­li­chen Prei­se erzielt wer­den. „Alles ande­re wäre eine ver­steck­te Sub­ven­ti­on“, so Micha­el Ste­che­le.
  • Eine städ­te­bau­lich anspre­chen­de Umset­zungs­pla­nung mit einer guten Anbin­dung an das Brem­kes Ein­kaufs­zen­trum. „Denk­bar wäre eine neue Füh­rung der K 5  im Teil­stück zwi­schen Kreis­ver­kehr und Ein­mün­dung L 519 n Umge­hungs­stra­ße. Wir kön­nen uns vor­stel­len, dass im Rah­men eines Archi­tek­ten­wett­be­wer­bes sehr inno­va­ti­ve und anspre­chen­de Ide­en ent­wi­ckelt wer­den kön­nen“,  erklärt Bernd Schwens, Pla­nungs­ex­per­te der SPD-Frak­ti­on.
  • Es muss erkenn­bar sein, dass der Sun­derner Ein­zel­han­del und die Immo­bi­li­en­be­sit­zer sich an der Wei­ter­ent­wick­lung der Fuß­gän­ger­zo­ne aktiv betei­li­gen. In der Ver­wal­tungs­vor­la­ge wird dies als „funk­tio­na­le Impul­se“ bezeich­net. „Es macht kei­nen wirk­li­chen Sinn, wenn wir eine attrak­ti­ve Insel schaf­fen in einem unat­trak­ti­ven Umfeld“, betont Bernd Schwens.
  • Es muss eine Lösung für die Unter­brin­gung der VHS im Zen­trum gefun­den wer­den. Der Lei­ter der VHS hat in der Sit­zung des Bil­dungs­aus­schus­ses die Bedeu­tung einer zen­tra­len Lage hin­ge­wie­sen. Neben den Vor­tei­len für die Nut­zer der VHS ist eine zen­tra­le Lage der VHS für die Leben­dig­keit der Innen­stadt eine gro­ße Chan­ce. Auch hier sei­en die Besit­zer der Immo­bi­li­en gefor­dert, über eine Lösung nach­zu­den­ken, so die SPD.

Ste­che­le: „Beschluss kei­ne Ein­bahn­stra­ße für VHS-Abriss”

Der end­gül­ti­ge Ver­kauf und Abriss der VHS wer­de letzt­end­lich vom Erfül­lungs­grad die­ser Bedin­gun­gen abhän­gen. „Mit einem posi­ti­ven Beschluss am Mitt­woch wird der Weg frei gemacht. Die­ser Weg ist aber kei­ne Ein­bahn­stra­ße“, resü­miert Ste­che­le.  „Mit dem Beschluss wür­de als zwei­tes Ele­ment auch der Start­schuss für die wei­te­re Ent­wick­lung des grü­nen Rück­gra­tes Röhr gege­ben. Ein ganz wich­ti­ger Bau­stein für die Auf­ent­halts­qua­li­tät der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Sun­dern. Die­ses Ele­ment muss aber ergänzt wer­den um eine Anbin­dung an den Rent­ner­weg, den die SPD ja wei­ter ent­wi­ckeln will zu einem Weg der Begeg­nung der Genera­tio­nen, der Kunst und Kom­mu­ni­ka­ti­on.  Sicher­lich ein Zukunfts­pro­jekt.”

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