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Nelliusstraße: Stadt und HSK übernehmen Kosten

2014.03.28.Logo.NeinnelliusSun­dern. „Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins hat noch ein­mal aus­drück­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Stadt Sun­dern bzw. der Hoch­sauer­land­kreis im Fall einer Umbe­nen­nung der Nel­li­us­stra­ße in Hach­en für die dann not­wen­di­ge Umschrei­bung öffent­li­cher Doku­men­te wie Per­so­nal­aus­wei­se, Füh­rer­schei­ne, Jagd- und Waf­fen­schei­ne oder Kfz-Schei­ne von den Anwoh­nern kei­ne Gebüh­ren erhe­ben wer­den. Die­se Ver­wal­tungs­vor­gän­ge wären also kos­ten­los.“ Dar­auf weist das Netz­werk „Nein zu Nel­li­us“ hin.

Keine Widerstände bei Kahle und Wagenfeld

Hin­ter­grund ist die öffent­li­che Debat­te über Stra­ßen, die in der Nach­kriegs­zeit nach Hei­mat­dich­tern wie Maria Kah­le und Karl Wagen­feld benannt wor­den sind, deren akti­ve Unter­stüt­zung des Natio­nal­so­zia­lis­mus aber spä­ter bekannt wur­de. In den ver­gan­ge­nen Mona­ten war zudem eine Doku­men­ta­ti­on erschie­nen, in der die His­to­ri­ker Wer­ner Neu­haus (Sun­dern), Micha­el Gos­mann (Archi­var der Stadt Arns­berg) und Peter Bür­ger (Eslohe/Düsseldorf) die Ver­stri­ckun­gen des in Rum­beck gebo­re­nen Georg Her­mann Nel­li­us in die Ideo­lo­gie des Drit­ten Rei­ches nach­ge­wie­sen haben. Nel­li­us, ein bekann­ter Musi­ker, war danach ein­deu­tig beken­nen­der Natio­nal­so­zia­list und Anti­se­mit. Wäh­rend die von den städ­ti­schen Gre­mi­en beschlos­se­ne Umbe­nen­nung der Kah­le- und Wagen­feld-Stra­ße bei den Anwoh­nern kei­ne Wider­stän­de her­vor­rief, war das in Hach­en anders: Hier füh­len sich die Anlie­ger von der Stadt über­gan­gen und wol­len die Umbe­nen­nung ihrer Stra­ße verhindern.

Netzwerk wirbt für hohe Beteiligung

Nun soll ein Bür­ger­ent­scheid vom 22. April bis 6. Mail für Klar­heit sor­gen. Alle Sun­derner Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind dann auf­ge­ru­fen, ihre Stim­me – auch per Brief­wahl – abzu­ge­ben. Das Netz­werk „Gemein­sam für Tole­ranz und Respekt – Nein zu Nel­li­us“ wirbt für eine hohe Betei­li­gung am Bür­ger­ent­scheid und dafür, mit Nein zu stim­men. Das Netz­werk ist der Auf­fas­sung, dass eine welt­of­fe­ne Stadt wie Sun­dern nicht gleich­zei­tig Opfern natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Gewalt­herr­schaft wie der Fami­li­en Klein aus Sun­dern und Grü­ne­berg aus Hach­en auf Stra­ßen­schil­dern eben­so ehren­voll geden­ken soll­te wie akti­ven Natio­nal­so­zia­lis­ten. Da gehe es nicht allein um den Orts­teil Hach­en, son­dern um das Anse­hen der gesam­ten Stadt Sun­dern und um den in ihrer Bür­ger­schaft herr­schen­den demo­kra­ti­schen Geist. Die Städ­te Arns­berg, Güters­loh und Oel­de haben inzwi­schen ihren bis­he­ri­gen Karl-Wagen­feld-Stra­ßen neue Namen gege­ben. In Arns­berg heißt zudem die frü­he­re Wagen­feld-Schu­le inzwi­schen „Graf-Gott­fried-Schu­le“.

„Problem mit Straßenschild, nicht mit Anwohnern“

Dem Sun­derner Netz­werk „Nein zu Nel­li­us“ ist der Hin­weis ganz wich­tig, dass alle, die in ihm mit­wir­ken und die vie­len, die es mit ihrem Namen unter­stüt­zen, kein Pro­blem mit den Anwoh­nern der Nel­li­us­stra­ße in Hach­en haben, wohl aber mit einem Stra­ßen­schild, das nach allen his­to­ri­schen Erkennt­nis­sen weder Hach­en noch dem übri­gen Sun­dern wür­dig ist. Bar­ba­ra Viel­ha­ber und Klaus-Rai­ner Wil­le­ke für das Netz­werk: „Allein dar­um geht es. Wir wol­len aus­drück­lich kei­ne per­sön­li­che Kon­fron­ta­ti­on, aber ein kla­res Votum gegen Nellius.“
 
 

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