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Mari­en­hos­pi­tal kehrt zurück in den Regelbetrieb

(von l. n. r.): Prof. Dr. med. Sebas­ti­an Seitz, Chef­arzt der Kli­nik für Ortho­pä­die und Unfall­chir­ur­gie, Priv.-Doz. Dr. med. Lud­wig Benes, Chef­arzt der Kli­nik für Neu­ro­chir­ur­gie sowie Dr. med. Ste­fan Probst, Chef­arzt der Kli­nik für Inne­re Medi­zin, Schwer­punkt Dia­be­to­lo­gie, Reu­ma­to­lo­gie & Endo­kri­no­lo­gie freu­en sich den Pati­en­ten ihrer Kli­ni­ken wie­der die vol­len Behand­lungs­ka­pa­zi­tä­ten unein­ge­schränkt anbie­ten zu können.

Arnsberg/Meschede. Das Mari­en­hos­pi­tal fun­giert – als Teil des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land – seit Beginn der Pan­de­mie durch­gän­gig als Haupt­an­lauf­stel­le für die sta­tio­nä­re Behand­lung der Coro­na-Pati­en­ten der Regi­on. Um mög­lichst vie­le Kapa­zi­tä­ten für Covid-19-Erkrank­te zu ermög­li­chen, hat das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land bereits zu Beginn der Pan­de­mie intern umstruk­tu­riert, so dass nicht aus­schließ­lich die im Mari­en­hos­pi­tal betrie­be­ne Infek­ti­ons­sta­ti­on, son­dern auch wei­te­re Sta­tio­nen für die Behand­lung von Coro­na-Pati­en­ten zur Ver­fü­gung stan­den. Die Kli­ni­ken „Inne­re Medi­zin“, „Neu­ro­chir­ur­gie“, „Ortho­pä­die“ und „Unfall­chir­ur­gie“ muss­ten – bedingt durch die zeit­wei­se hohe Inan­spruch­nah­me durch Covid-19-Pati­en­ten – ins­be­son­de­re im ers­ten Quar­tal 2021 ihr regu­lä­res Behand­lungs­spek­trum teil­wei­se deut­lich ein­schrän­ken. „Zeit­wei­se war es not­wen­dig täg­lich abzu­wä­gen, wie vie­le Kapa­zi­tä­ten vor allem im inten­siv­me­di­zi­ni­schen Bereich für plan­ba­re Ope­ra­tio­nen zur Ver­fü­gung ste­hen“, so Wer­ner Kem­per, Spre­cher der Geschäftsführung.

Beson­ders vie­le Coro­na-Pati­en­ten wäh­rend zwei­ter und drit­ter Welle

Das sta­tio­nä­re Ver­sor­gungs­spek­trum des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land wur­de seit März 2020 wesent­lich durch die Coro­na-Pan­de­mie beein­flusst. Im Ver­gleich zur ers­ten Wel­le im Früh­jahr 2020 sind die Aus­wir­kun­gen der zwei­ten Wel­le ab Herbst 2020 und drit­ten Wel­le ab Früh­jahr 2021 in den Rela­tio­nen deut­lich stär­ker gewe­sen als in der ers­ten Wel­le, so Wer­ner Kem­per im Gespräch. Von den ins­ge­samt – seit Beginn der Pan­de­mie – 800 Pati­en­ten mit bestä­tig­ter Covid-19-Infek­ti­on, wur­den ca. 50 Pati­en­ten im Zeit­raum der ers­ten Wel­le und ca. 750 Pati­en­ten im Zeit­raum der zwei­ten und drit­ten Wel­le behan­delt. Die zwei­te und drit­te Wel­le waren in ihren Dimen­sio­nen „eine ganz ande­re Num­mer“, so Wer­ner Kem­per. Dem­entspre­chend haben im Beson­de­ren die zwei­te und drit­te Wel­le das Kli­ni­kum im Bereich der Kran­ken­ver­sor­gung ganz außer­or­dent­lich herausgefordert.

Die Betreu­ung der Covid-Inten­siv-Pati­en­ten war eine außer­or­dent­li­che Herausforderung

Ins­ge­samt wur­den im Kli­ni­kum Hoch­sauer­land ca. 950 Pati­en­ten mit Ver­dacht auf eine Coro­na­er­kran­kung ver­sorgt. Bei ca. 800 Pati­en­ten bestä­tig­te sich der Ver­dacht. Bis zum 31.05.2021 wur­den ins­ge­samt ca. 250 die­ser Pati­en­ten mit schwe­rer Covid-19 Infek­ti­on auf einer Inten­siv­sta­ti­on behan­delt. „Ins­be­son­de­re im März und April 2021 haben wir in der Spit­ze fast die Hälf­te unse­rer gesam­ten Inten­siv­ka­pa­zi­tä­ten für Covid-19-Pati­en­ten zur Ver­fü­gung gestellt. Auf­grund der vier bis sechs­mal län­ge­ren inten­siv­me­di­zi­ni­schen Behand­lungs­dau­er von schwersterkrank­ten Covid-19-Pati­en­ten gegen­über durch­schnitt­li­chen Inten­siv­pa­ti­en­ten, hat zuletzt ein Krank­heits­bild unse­re Inten­siv-The­ra­pie beein­flusst, an das Anfang des letz­ten Jah­res noch nie­mand gedacht hat. Die Betreu­ung die­ser Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten war für unse­re Beschäf­tig­ten eine außer­or­dent­li­che Her­aus­for­de­rung, die unser Team mit äußers­tem Enga­ge­ment und in her­vor­ra­gen­der Wei­se gelöst hat“, so Wer­ner Kemper.

ECMO-The­ra­pie als beson­de­re Corona-Therapieform

In der Spit­ze wur­den bis zu fünf „ECMO-Pati­en­ten“ gleich­zei­tig behan­delt. Die ECMO-The­ra­pie ist ein Ver­fah­ren, das in der Regel nur in Uni­kli­ni­ken zur Ver­fü­gung steht. Hier­bei ersetzt eine Lun­gen­ma­schi­ne vor­über­ge­hend die Funk­ti­on der Lun­ge. Dabei wird das Blut des Pati­en­ten außer­halb des Kör­pers von Koh­len­di­oxid befreit und mit Sauer­stoff ange­rei­chert. Der pfle­ge­ri­sche Auf­wand hier­bei ist ent­spre­chend hoch. Man kann den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern nur höchs­te Aner­ken­nung zol­len, so Wer­ner Kem­per im Gespräch. Da die­se beson­de­re The­ra­pie­form in der Umge­bung kaum ange­bo­ten wird, wur­den auch vie­le Pati­en­ten aus den Nach­bar­krei­sen und sogar aus Ruhr­ge­biet nach Arns­berg verlegt.

Regel­be­trieb wie­der aufgenommen

Aktu­ell befin­den sich noch ca. acht Pati­en­ten mit Ver­dachts­dia­gno­se Coro­na in sta­tio­nä­rer Behand­lung. „Wir hof­fen nun, dass die Pan­de­mie jetzt auf nied­ri­gem Niveau wei­ter aus­läuft und wir wie­der in eine Art Regel­ver­sor­gung unse­rer Pati­en­ten ein­stei­gen kön­nen“, so der Geschäfts­füh­rer. In den oben genann­ten Kli­ni­ken (Inne­re Medi­zin, Ortho­pä­die, Neu­ro­chir­ur­gie und Unfall­chir­ur­gie) ste­hen den Pati­en­ten ab sofort wie­der die vol­len Behand­lungs­ka­pa­zi­tä­ten unein­ge­schränkt zur Ver­fü­gung. So wer­den nicht nur Not­fäl­le, son­dern auch plan­ba­re ope­ra­ti­ve Ein­grif­fe und Behand­lun­gen in allen Berei­chen wie­der wie gewohnt durch­ge­führt. Auch in der Inten­siv­me­di­zin ste­hen die Kapa­zi­tä­ten wie­der so zur Ver­fü­gung wie vor der Pan­de­mie, so Kem­per im Gespräch.

Schutz­maß­nah­men blie­ben bestehen

Die bis­he­ri­gen Schutz- und Hygie­ne­maß­nah­men sol­len aber bis auf wei­te­res auf­recht­erhal­ten wer­den, um Pati­en­ten und Mit­ar­bei­ter best­mög­lich zu schützen.

Coro­na-Schutz­imp­fun­gen

Am 18.01.2021 haben die frei­wil­li­gen Coro­na-Schutz­imp­fun­gen für die Beschäf­tig­ten des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land begon­nen. Mitt­ler­wei­le wur­den über 75% der Mit­ar­bei­ter geimpft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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