Kriminalität im HSK rückläufig – deutlicher Anstieg beim sexuellen Missbrauch von Kindern

Hoch­sauer­land­kreis. Die Zahl der Straf­ta­ten im Hoch­sauer­land­kreis ist im ver­gan­ge­nen Jahr ins­ge­samt zurück­ge­gan­gen. Das geht aus der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik (PKS) 2025 her­vor, die am 3. März 2026 von Land­rat Tho­mas Gro­sche gemein­sam mit dem Abtei­lungs­lei­ter Poli­zei, Poli­zei­di­rek­tor Tho­mas Vogt, sowie dem Lei­ter der Direk­ti­on Kri­mi­na­li­tät, Kri­mi­nal­rat Deniz Özkan, vor­ge­stellt wurde.

Die Zahl der soge­nann­ten Inlands­straf­ta­ten sank im Ver­gleich zum Vor­jahr um 4,91 Pro­zent. Die Auf­klä­rungs­quo­te ging zwar leicht um 1,83 Pro­zent­punk­te zurück, liegt mit 60,54 Pro­zent jedoch wei­ter­hin auf einem hohen Niveau. Damit konn­te wei­ter­hin deut­lich mehr als die Hälf­te aller Straf­ta­ten auf­ge­klärt werden.

Land­rat Tho­mas Gro­sche sieht dar­in eine Bestä­ti­gung für die Arbeit der Poli­zei. Die posi­ti­ve Ent­wick­lung und die Ermitt­lungs­er­fol­ge wür­den „die Leis­tungs­be­reit­schaft der Poli­zei im HSK verdeutlichen“.

Deutlicher Rückgang bei Betäubungsmittelkriminalität

Beson­ders deut­lich ist der Rück­gang im Bereich der Betäu­bungs­mit­tel­kri­mi­na­li­tät. Die Fall­zah­len san­ken von 1.148 auf 814 Fäl­le. Das ent­spricht einem Minus von 29,09 Prozent.

Kri­mi­nal­rat Deniz Özkan, Lei­ter der Direk­ti­on Kri­mi­na­li­tät, beton­te, dass die Bekämp­fung der Betäu­bungs­mit­tel­kri­mi­na­li­tät auch wei­ter­hin ein wich­ti­ger Bestand­teil der Poli­zei­ar­beit im Hoch­sauer­land­kreis blei­ben werde.

Deutlicher Anstieg bei Sexualdelikten

Einen erheb­li­chen Anstieg ver­zeich­net die Sta­tis­tik dage­gen bei den Sexu­al­de­lik­ten. Hier stie­gen die Fall­zah­len um 33,82 Prozent.

Auch beim sexu­el­len Miss­brauch von Kin­dern wur­de ein deut­li­cher Zuwachs regis­triert. Die Fall­zah­len erhöh­ten sich um 58,82 Pro­zent. Eben­falls deut­lich gestie­gen ist die Zahl der Fäl­le im Zusam­men­hang mit der Ver­brei­tung, dem Erwerb, Besitz und der Her­stel­lung kin­der­por­no­gra­fi­scher Inhal­te. Hier beträgt der Anstieg 35,19 Prozent.

Die­ser Delikts­be­reich bleibt damit ein kla­rer Schwer­punkt poli­zei­li­cher Arbeit in Nordrhein-Westfalen.

„Der Kampf gegen den sexu­el­len Miss­brauch von Kin­dern hat abso­lu­te Prio­ri­tät und wird nach wie vor mit allen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Res­sour­cen ver­folgt“, beton­te Özkan.

Neben der Straf­ver­fol­gung spie­le auch die Prä­ven­ti­on eine wich­ti­ge Rol­le. Die Poli­zei ver­weist in die­sem Zusam­men­hang auf ihre kos­ten­lo­sen Bera­tungs­an­ge­bo­te zum Schutz vor Straftaten.

Betrugsdelikte entwickeln sich unterschiedlich

Bei den Betrugs­de­lik­ten zeigt sich eine unter­schied­li­che Ent­wick­lung. Die Inland­sta­ten gin­gen um 15,58 Pro­zent zurück. Dage­gen stie­gen Betrugs­fäl­le mit Aus­lands­be­zug leicht um 1,47 Prozent.

Auch der Betrug zum Nach­teil älte­rer Men­schen nahm gering­fü­gig zu. Hier ver­zeich­net die Sta­tis­tik einen Anstieg von 1,72 Prozent.

Wohnungseinbrüche nahezu unverändert

Nahe­zu unver­än­dert blieb die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che im Hoch­sauer­land­kreis. Ins­ge­samt regis­trier­te die Poli­zei 192 Taten – ein leich­ter Anstieg um 0,52 Pro­zent. In 91 Fäl­len blieb es beim Versuch.

Die Auf­klä­rungs­quo­te liegt bei 31,77 Pro­zent und gehört damit zu den lan­des­weit höchs­ten Werten.

Gewalt­kri­mi­na­li­tät leicht rück­läu­fig – Stra­ßen­kri­mi­na­li­tät gestiegen

Mit 504 regis­trier­ten Taten ist die Gewalt­kri­mi­na­li­tät im Hoch­sauer­land­kreis wei­ter­hin leicht rückläufig.

Anders ent­wi­ckelt sich die soge­nann­te Stra­ßen­kri­mi­na­li­tät. Hier stie­gen die Fall­zah­len von 2.196 auf 2.298 Taten. Das ent­spricht einem Zuwachs von 4,64 Prozent.

Polizei zieht insgesamt positives Fazit

Ins­ge­samt zeigt die Kri­mi­na­li­täts­ent­wick­lung im Hoch­sauer­land­kreis damit eine posi­ti­ve Ten­denz. Gleich­zei­tig machen ins­be­son­de­re die stei­gen­den Zah­len bei Sexu­al­de­lik­ten sowie der Anstieg ein­zel­ner Delikt­be­rei­che deut­lich, dass wei­ter­hin inten­si­ve Ermitt­lungs- und Prä­ven­ti­ons­ar­beit not­wen­dig bleibt.

Land­rat Tho­mas Gro­sche zog zum Abschluss eine kla­re Bilanz: „Dies ist das Ergeb­nis enga­gier­ter, pro­fes­sio­nel­ler und oft­mals auch belas­ten­der Arbeit der Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten – sei es im Strei­fen­dienst, in der Kri­mi­nal­po­li­zei oder in der Prä­ven­ti­ons­ar­beit. Der Hoch­sauer­land­kreis ist sicher – und er wird es blei­ben. Dafür wer­den wir auch in Zukunft gemein­sam Ver­ant­wor­tung über­neh­men und ein kon­se­quen­tes Han­deln gewährleisten!“

 

 

 

 

 

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