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Hagen in der hei­ßen Mega-Sports-Pha­se

Orga­ni­sa­to­ren und Spon­so­ren von Mega-Sports tra­fen am Mega-Sports-Cen­ter eini­ge jun­ge Rad­sport­ler aus Men­den, die auf der Stre­cke trai­nier­ten. (Foto: oe)

Hagen. Ein sport­li­ches Top-Ereig­nis mit Gän­se­h­aut­mo­men­ten, eine tol­le Open-Air-Par­ty mit Musik, Come­dy und Feu­er­werk, ein kurz­wei­li­ger Fami­li­en­sonn­tag, und das alles ohne einen Cent Ein­tritt und gestemmt von einer klei­nen Dorf­ge­mein­schaft – das ist Mega-Sports in Hagen. Am 29. und 30. April ist es wie­der soweit.

Ein Dorf packt an

Den Spaß soll­te sich kei­ner ent­ge­hen las­sen”, sagt Sun­derns Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del, der Mega-Sports vor Jah­res­frist erst­mals erlebt hat und schwärmt: „Sen­sa­tio­nell und in Deutsch­land wohl ein­ma­lig, dass so eine rela­tiv klei­ne Dorf­ge­mein­schaft so eine Ver­an­stal­tung auf die Bei­ne stellt. Klaus-Rei­ner Wil­le­cke, Hagens Orts­vor­ste­her und als Vor­sit­zen­der des aus­rich­ten­den För­der­ver­eins Hagen-Wil­de­wie­se einer der Orga­ni­sa­to­ren, weiß, dass er sich auf die Hage­ner ver­las­sen kann, auch wenn sich in die­sem Jahr ein paar mehr wegen des lan­gen 1. Mai-Wochen­en­des in den Urlaub abge­mel­det haben. „Die meis­ten machen das, was sie immer machen,” sagt er zum Auf­takt der hei­ßen Vor­be­rei­tungs­pha­se und lobt den Arbeits­ein­satz am Kar­frei­tag, an dem rund 50 Hage­ner teil­ge­nom­men haben: „Sogar die Fens­ter sind schon geputzt!”

Drei Mon­tain­bike-Stre­cken

Am Oster­feu­er­berg. (Foto: Mega­s­ports)

Fürs Sport­li­che ist im zwölf­köp­fi­gen Orga-Team Nor­bert Appel­hans zustän­dig. „Mega­s­ports ist für die Moun­tain­bi­ker in Deutsch­land und den Bene­lux-Län­dern der Sai­son­auf­takt und ein Früh­jahrs­klas­si­ker ähn­lich wie Paris-Rou­baix bei den Stra­ßen­rad­fah­rern. Die 1600 Start­plät­ze sind wie­der inner­halb weni­ger Tage ver­ge­ben gewe­sen”, so Appel­hans. Im Ange­bot sind wie­der drei Stre­cken, die zunächst gemein­sam vom Start bei SKS in der Sun­derner Innen­stadt über Stock­um und Allen­dorf hin­auf nach Wil­de­wie­se füh­ren. Vom Gip­fel des Schom­berg geht es „down­hill” hin­ab nach Hagen ins Mega-Sports-Cen­ter. Hier endet die 30-Kilo­me­ter-Stre­cke, wäh­rend die 55-Kilo­me­ter-Fah­rer gleich wie­der den stei­len Oster­feu­er­berg hin­auf müs­sen und noch eine Run­de über Saal dre­hen. Die 100-Kilo­me­ter-Fah­rer müs­sen von Hagen aus noch zwei Run­den dre­hen.

Mas­sen­start bei SKS

Für SKS ist der Mega-Sports-Start ein all­jähr­li­ches Groß­ereig­nis, das sich die Mit­ar­bei­ter im Kalen­der notie­ren. Ab 5 Uhr mor­gens sind sie am Sams­tag im Ein­satz und die kom­plet­te Ver­sand­hal­le wird für die Moun­tain­bi­ker leer­ge­räumt. Alle Star­ter bekom­men ein SKS-T-Shirt, in die­sem Jahr mit dem neu­en Wer­be­slo­gan „Ride on!”. „Die­ser Mas­sen­start ist ein unglaub­li­ches und ein­ma­li­ges Erleb­nis,” so Bür­ger­meis­ter Bro­del, der es scha­de fin­det, dass dazu rela­tiv wenig Zuschau­er kom­men. Des­halb hat er ange­regt, hier ein klei­nes Rah­men­pro­gramm anzu­bie­ten. Das soll nun für Mega-Sports 2018 ange­gan­gen wer­den.

Zeit­rei­se durch deutsch­spra­chi­ge Pop­mu­sik

Am 29. April auf der Mega­s­ports-Büh­ne: Das Wun­der. (Foto: Ver­an­stal­ter)

Wenn die vie­len Rad­fah­rer ankom­men, sol­len sie auch vie­le Musi­ker auf der Büh­ne erwar­ten”, sagt Simon Appel­hans, der Orga­ni­sa­tor des Rah­men­pro­gramms. Schon ab 15.30 Uhr ste­hen des­halb die 32 Mit­glie­der der Big­band der Gesamt­schu­le Iser­lohn auf der Mega-Sports-Büh­ne und spie­len in meh­re­ren Sets Jazz, Swing, Soul, Rock und Pop. Das Abend­pro­gramm beginnt gegen 19.30 Uhr mit Come­dy. „Sim­ply Bri­tish” heißt das Pro­gramm des „Wall Street Theat­re”, das typisch bri­ti­sche Come­dy und Akro­ba­tik im Stil von Mr. Bean oder Mon­ty Python bie­tet. Danach kommt „Das Wun­der” auf die Büh­ne, eine Band mit drei ehe­ma­li­gen „Luxuslärm”-Musikern, die auf eine Zeit­rei­se durch 40 Jah­re deutsch­spra­chi­ge Musik­ge­schich­te ein­lädt, die bis 0.30 Uhr am nächs­ten Mor­gen gehen soll und gegen 22.45 uhr vom tra­di­tio­nel­len Feu­er­werk unter­bro­chen wird. „Wir ver­spre­chen einen Super-Abend, und das ohne einen Cent Ein­tritt”, so Simon Appel­hans. Mög­lich wird das nur dank der Spon­so­ren. „Wir freu­en uns, so ein High­light-Event direkt vor unse­rer Haus­tür zu unter­stüt­zen”, sagt Vel­tins-Juni­or-Mana­ger Juli­an Schul­te.

Jeder kann sich für Bike-Biath­lon qua­li­fi­zie­ren

Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del tes­tet den Biath­lon-Schieß­stand im Mega-Sports-Cen­ter. (Foto: oe)

Haupt­spon­sor ist neben der Braue­rei die Fir­ma Bor­bet, die für zunächst drei Jah­re den neu ins Pro­gramm genom­me­nen Bor­bet-Bike-Biath­lon unter­stützt. Bike-Biath­lon habe es bei Mega-Sports vor eini­gen Jah­ren bereits gege­ben, so Nor­bert Appel­hans, doch nur für Spit­zen­sport­ler. Doch nun habe man das gan­ze in die Brei­te gestellt. Jeder habe ab Sams­tag die Mög­lich­keit, sich zu tes­ten und viel­leicht für das gro­ße Fina­le am Sonn­tag nach­mit­tag zu qua­li­fi­zie­ren. Acht Zwei­er-Teams, jeweils mit einem Qua­li­fi­kan­ten und einem Pro­mi­nen­ten, ste­hen in den Halb­fi­nals, die bes­ten vier Teams kämp­fen im Fina­le mit Rad und Gewehr um die Medail­len. „Kurz­wei­lig für die Zuschau­er, eine knal­li­ge Her­aus­for­de­rung für die Akteu­re”, so Appel­hans. Mit dabei sind Welt­klas­se-Ski­sprin­gen Ste­phan Ley­he, Biath­lon-Junio­ren­welt­meis­ter Stef­fen Bart­scher, die Renn­rad-Zwil­lin­ge Lou­is und Joann Lein­au vom Team Sauer­land, Lokal­ma­ta­dor Marc Mense­bach aus Hagen. Auch ein bekann­ter Fuß­bal­ler soll kom­men. „Er hat sowohl für den BVB als auch für Schal­ke gespielt”, ver­rät Nor­bert Appel­hans. Aber auch Spar­kas­sen-Direk­tor Ste­phan Kös­ter wird aufs Rad stei­gen.

Familym­pics laden gan­ze Fami­lie ein

Wenn man die Freu­de der Kin­der und auch ihrer Eltern sieht, dann muss man ein­fach mit­ma­chen”, begrün­det Kös­ter das Enga­ge­ment der Spar­kas­se als Spon­sor für die Nach­wuchs­ren­nen und den Fami­li­en­tag. Neben den Ren­nen für die klei­nen Biker gibt es am Sonn­tag wie­der die Familym­pics. Von 11 bis 15 Uhr kön­nen Fami­li­en in aller Ruhe die fünf Sta­tio­nen des Par­cours gemein­sam bewäl­ti­gen. „Das The­ma ist dies­mal Biath­lon”, so Lena Wil­le­cke vom Jugend­bü­ro der Stadt, „und die fünf ver­rück­ten Sta­tio­nen wer­den von 24 Mädels aus Hagen betreut”. Für älte­re Jugend­li­che gibt es als Alter­na­ti­ve einen „Active Run” mit dem Bun­gee-Hüft­seil und auch eine etwas unge­wöhn­li­che Hüpf­burg auf einem Lkw kommt nach Hagen.

Bit­te kei­nen Regen”

Jetzt hof­fen alle nur noch auf ein wenig Wet­ter­glück. „Gegen Käl­te kann man sich wapp­nen, aber bit­te kei­nen Regen”, sagt Klaus-Rei­ner Wil­le­cke und denkt nur ungern ans letz­te Jahr zurück. Aber bis jetzt sehen die Pro­gno­sen fürs letz­te April-Wochen­en­de ganz gut aus.

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