
Sundern. Bei vorsorglichen Untersuchungen in der Hauptschule Sundern wurden erhöhte Werte von polychlorierten Biphenylen (PCB) festgestellt. Die gemessenen Werte liegen unterhalb des geltenden Interventionswertes. Die Stadt Sundern hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Messergebnisse reagiert, alle relevanten Akteure informiert und weitere fachliche Untersuchungen eingeleitet.
Stadt informiert frühzeitig und zieht externen Gutachter hinzu
Unmittelbar nach Vorliegen der Ergebnisse fand ein gemeinsames Treffen der Stadtverwaltung mit Bürgermeisterin Dr. Jacqueline Bila, der Schulleitung sowie Lehrkräften statt, um über die Situation zu informieren und das weitere Vorgehen abzustimmen. Zusätzlich wurde ein externer Gutachter hinzugezogen, um die Messergebnisse fachlich einzuordnen und mögliche Vorsorgemaßnahmen zu prüfen.
Die Stadtverwaltung nimmt die am Donnerstag, 15. Januar, festgestellten erhöhten PCB-Werte in der Hauptschule sehr ernst.
Bürgermeisterin: Gesundheit hat höchste Priorität
„Mir ist bewusst, dass solche Meldungen das Schulpersonal, die Schülerschaft und Eltern verunsichern können. Die aktuell gemessenen Werte liegen nach jetzigem Kenntnisstand in einem Bereich, der keinen Anlass zur Sorge um die Gesundheit der Kinder und des Lehrpersonals gibt. Bei Gebäuden aus dieser Bauzeit ist grundsätzlich bekannt, dass PCB-Belastungen auftreten können. Das ist kein Einzelfall und betrifft viele Kommunen. Die Hauptschule in Sundern ist aus diesem Grunde von 2008 bis 2011 bereits erfolgreich saniert worden. Im Jahre 2013 wurde die Hauptschule zudem im Hinblick auf mögliche Schadstoffbelastungen untersucht. Die damalige Einschätzung durch das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises kam zu dem Ergebnis, dass die Situation unbedenklich ist. Die Gesundheit und das Wohl der Schülerinnen und Schüler sowie des Personals stehen für uns jederzeit an erster Stelle“, betont Bürgermeisterin Dr. Jacqueline Bila.
Zur weitergehenden fachlichen Bewertung sind folgende Maßnahmen vorgesehen:
- Systematische Untersuchungen in den Betonschichten der Betonträger
- Untersuchung der Eindringtiefen in die Betonschichten der Fugenflanken an der Außenfassade
- Weitere Raumluftmessungen
- Festlegung eines Probesanierungsbereichs und Durchführung einer Probesanierung im Jahr 2027
Über den aktuellen Sachstand sowie die fachliche Bewertung wird im zuständigen Fachausschuss am 4. Februar 2026informiert. Der externe Gutachter wird dort ebenfalls berichten und für Rückfragen zur Verfügung stehen.



