
Arnsberg/Voßwinkel. Mit großer Dankbarkeit und Trauer nimmt die Csilla von Boeselager Stiftung Abschied von Rita Süssmuth. Das teilte die Stiftung mit. Die frühere Bundestagspräsidentin und Bundesministerin prägte über Jahrzehnte das politische und gesellschaftliche Leben in Deutschland und Europa. Sie war der Arbeit der Stiftung eng verbunden.
Enge Verbindung zur Stiftungsgründerin
Süssmuth stand der Stiftungsgründerin Csilla von Boeselager persönlich nahe und würdigte deren außergewöhnliches Engagement immer wieder öffentlich. Bereits 1991 verlieh sie ihr als erste Preisträgerin den „Preis Frauen Europas“. Auch später kreuzten sich die Wege der beiden Frauen mehrfach.
Podiumsdiskussion in Voßwinkel
Als prägendes Ereignis nennt die Stiftung eine Podiumsdiskussion in Arnsberg-Voßwinkel zum 20. Jahrestag der Öffnung der ungarischen Grenze für DDR-Flüchtlinge. Dort hob Süssmuth den Einsatz von Csilla von Boeselager ausdrücklich hervor. Die Politik habe 1989 zwar verhandelt und Entscheidungen getroffen, sagte sie damals, „aber die entscheidenden Vorantreibenden waren Menschen wie Csilla von Boeselager“. Zugleich dankte sie der Stiftung dafür, das Werk ihrer Gründerin fortzuführen, und erklärte spontan ihren Beitritt als Mitglied.
Langjähriges Engagement für die Stiftung
Über viele Jahre begleitete Rita Süssmuth die Arbeit der Stiftung mit Interesse und persönlichem Engagement. Mit ihrem Rat und ihrer öffentlichen Stimme unterstützte sie deren Arbeit nachhaltig. In den vergangenen Jahren kam dieses Engagement insbesondere auch den Opfern des Krieges in der Ukraine zugute.
Mit dem Tod von Rita Süssmuth verliert die Stiftung nach eigenen Angaben eine kluge Ratgeberin und überzeugte Europäerin. Vorstand und Geschäftsführung würdigen sie als Politikerin von großer moralischer Autorität, deren Wirken und Vorbild Verpflichtung und Ansporn zugleich bleiben sollen.




