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CDU und Grü­ne: Inklu­si­on muss in Arns­berg gelin­gen

Inklusion,  die gesellschaftliche Integration von Menschen mit und ohne Behinderung, steht auch in den Schulen auf dem Stundenplan. (Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de)
Inklu­si­on, die gesell­schaft­li­che Inte­gra­ti­on von Men­schen mit und ohne Behin­de­rung, steht auch in den Schu­len auf dem Stun­den­plan. (Foto: Die­ter Schütz / pixelio.de)

Arns­berg. CDU und Grü­ne haben wie­der eini­ge gemein­sa­me Haus­halts­an­trä­ge gestellt. In einem for­dern sie unter dem seit Jah­ren ver­folg­ten stra­te­gi­schen Ziel „Kin­der und Jugend­li­che stark machen!“ jetzt „Inklu­si­on muss gelin­gen“.

Inklu­si­on,  die gesell­schaft­li­che Inte­gra­ti­on von Men­schen mit und ohne Behin­de­rung, sehen CDU-Frak­ti­ons­chef Klaus Kai­ser und Grü­nen-Frak­ti­ons­spre­cherf Hans Wulf spä­tes­tens seit der Unter­zeich­nung der ent­spre­chen­den UN-Kon­ven­ti­on durch die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land als „eine unse­rer gro­ßen gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen“. Die Stadt Arns­berg beken­ne sich zu die­sem Pro­zess und möch­te für ein bes­se­res Mit­ein­an­der für Men­schen mit und ohne Behin­de­run­gen sor­gen.

Wahl­recht für die Eltern, geziel­te Vor­be­rei­tung für die Schu­len

Dies begin­ne bereits im Kin­der­gar­ten, wo der Pro­zess schon weit­ge­hend gelun­gen sei. Es gehe wei­ter über den Inklu­si­ons­pro­zess in den Schu­len. Hier müs­se  Eltern von Kin­dern mit Behin­de­run­gen ein Wahl­recht zwi­schen einer all­ge­mei­nen oder einer För­der­schu­le ermög­licht wer­den. Es gehe aber ins­be­son­de­re auch dar­um, die all­ge­mei­nen Schu­len auf die Inte­gra­ti­on von Kin­dern mit Han­di­caps vor­zu­be­rei­ten.  CDU und Grü­ne wol­len gemein­sam dafür sor­gen, dass Ängs­te und Vor­ur­tei­le bei den betrof­fe­nen Eltern, aber auch bei den Leh­rern, nicht auf­kom­men oder ihnen genom­men wer­den: „Eltern muss ein Wahl­recht ange­bo­ten wer­den, dass sie frei wäh­len kön­nen, ob sie ihr Kind in einer all­ge­mei­nen oder in einer För­der­schu­le anmel­den kön­nen. All­ge­mei­ne Schu­len dür­fen nicht unvor­be­rei­tet in den Inklu­si­ons­pro­zess ein­tre­ten. Geziel­te Vor­be­rei­tun­gen, Fort­bil­dun­gen und auch Unter­stüt­zung für die­se Schu­len muss garan­tiert wer­den.“

Eine Idee: Schul­mensen über Inte­gra­ti­ons­fir­men betrei­ben

Kon­kret schla­gen die bei­den Par­tei­en dem Rat zwei Beschlüs­se vor:

  1. Zur Gestal­tung und Vor­be­rei­tung des Inklu­si­ons­pro­zes­ses an den Schu­len wird in Zusam­men­ar­beit mit Land­kreis und Schul­auf­sicht ein Arbeits­schwer­punkt des Bil­dungs­bü­ros Arns­berg auf die Fra­ge der Inklu­si­on und die Beglei­tung des Inklu­si­ons­pro­zes­ses gelegt. Dabei wer­den alle Betrof­fe­nen umfas­send betei­ligt. Alle betrof­fe­nen Eltern, Leh­rer und Kin­der, sowie der Jugend­hil­fe­be­reich und die Schul­ver­wal­tung sind zu betei­li­gen. Par­la­men­ta­risch wird dies durch den inter­frak­tio­nel­len Arbeits­kreis „Schu­le“ beglei­tet.
  2. Der Inklu­si­ons­pro­zess darf nicht mit dem Schul­ab­schluss enden, son­dern der Pro­zess betrifft die gesam­te Gesell­schaft und damit auch das Arbeits­le­ben. Die Stadt Arns­berg unter­stützt alle Bestre­bun­gen, Men­schen mit Han­di­caps bes­ser als bis­her in das Arbeits­le­ben zu inte­grie­ren. Sie unter­stützt ent­spre­chend Aus- und Fort­bil­dungs­an­ge­bo­te. Dar­über hin­aus unter­stützt sie alle Bestre­bun­gen, zum Bei­spiel der Inte­gra­ti­ons­fir­ma der „cari­tas inte­gra“, um Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten gera­de auch für behin­der­te Men­schen aus­zu­wei­ten. Anzu­den­ken wäre etwa, über Inte­gra­ti­ons­fir­men schu­li­sche Mensen zu betrei­ben.

Neue tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen in Medi­en­kon­zep­te der Schu­len ein­ar­bei­ten

Eben­falls unter der Über­schrift „Kin­der und Jugend­li­che stark machen!“ steht ein wei­te­rer gemein­sa­mer Antrag von CDU und Grü­nen: Die Stadt Arns­berg soll gemein­sam mit den Schu­len eine Wei­ter­ent­wick­lung des Medi­en­ent­wick­lungs­plans erar­bei­ten, weil es  seit der Ver­ab­schie­dung des Medi­en­ent­wick­lungs­plans für alle städ­ti­schen Schu­len vor fünf­ein­halb Jah­ren gewal­ti­ge Neue­run­gen im Bereich der in den Schu­len benö­tig­ten Medi­en gege­ben habe. Bevor die im Haus­halt 2014/15 ein­ge­stell­ten Mit­tel für Medi­en aus­ge­ge­ben wer­den, sei es sinn­voll, die neue tech­ni­sche Ent­wick­lung in das Medi­en­kon­zept ein­zu­ar­bei­ten. Dabei gehe es um die fünf Lern­tä­tig­kei­ten Struk­tu­rie­ren, Recher­chie­ren, Koope­rie­ren, Pro­du­zie­ren und Prä­sen­tie­ren, die in ein maß­ge­schnei­der­tes Kon­zept ein­ge­ar­bei­tet wer­den müs­sen. Die Aus­stat­tung der Schu­len habet sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­än­dert und es müs­se sicher­ge­stellt wer­den, dass die Medi­en­aus­stat­tun­gen gemein­sam mit den Schu­len wei­ter­ent­wi­ckelt wer­de. Denn, so Kai­ser und Wulf, „neue Über­tra­gungs­we­ge wie WLAN in den Schu­len, der Ein­satz eige­ner Hard­ware wie Lap­top, Tablet oder Smart­pho­ne oder White­boards schaf­fen neue Mög­lich­kei­ten.“

 

 

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