
Arnsberg/Neheim. Am Dienstagmorgen hat sich auf der A46 an der Anschlussstelle Neheim-Süd in Fahrtrichtung Werl ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Nach Angaben der Einsatzkräfte waren zwei Lastkraftwagen und drei Personenkraftwagen beteiligt. Insgesamt wurden fünf Menschen verletzt, mehrere davon waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.
Unfall auf rund 100 Metern Länge
Der Unfall ereignete sich gegen 6.55 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen durchbrach ein Lastkraftwagen die Leitplanke und geriet in den Gegenverkehr. Die Unfallstelle erstreckte sich über etwa 100 Meter. Aufgrund von Meldungen über eingeklemmte Personen sowie einen zunächst gemeldeten Fahrzeugbrand löste die Leitstelle einen sogenannten Massenanfall von Verletzten aus.

Mehrere Personen eingeklemmt
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich das Ausmaß des Unfalls. Mehrere Insassen waren in ihren Fahrzeugen eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Gleichzeitig standen zahlreiche Beteiligte und Ersthelfer unter Schock und wurden betreut.
Zur Unterstützung kam auch ein Spezialist der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) zum Einsatz, um Betroffene gezielt zu begleiten.
Aufwendige Rettungsmaßnahmen
Die Einsatzstelle wurde in drei Abschnitte unterteilt, um die Rettungsarbeiten koordiniert durchführen zu können. In einem Pkw war eine Fahrerin so schwer eingeklemmt, dass sie per sogenannter Crash-Rettung befreit werden musste.

Besonders aufwendig gestaltete sich die Rettung eines Lkw-Fahrers, der massiv in seinem Führerhaus eingeschlossen war. Einsatzkräfte öffneten die deformierte Fahrerkabine mit hydraulischem Rettungsgerät. Der Mann wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.
In einem weiteren Fall hatte sich ein Pkw unter das Heck eines Lastwagens geschoben. Auch hier kam schweres Gerät zum Einsatz, um den Fahrer zu befreien.
Großeinsatz mit rund 70 Kräften
Neben der technischen Rettung betreute der Rettungsdienst mehrere Beteiligte und Ersthelfer, die psychisch stark belastet waren. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Feuerwehr, Rettungsdienst und unterstützende Einheiten.
Im Einsatz waren unter anderem mehrere Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Rettungshubschrauber sowie Führungskräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr.

Fünf Verletzte – Polizei ermittelt
Alle fünf Verletzten wurden nach der Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Gegen 9 Uhr konnten die Einsatzkräfte ihre Maßnahmen abschließen.
Die Unfallstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben, die die Ermittlungen zur genauen Ursache des Unfalls aufgenommen hat.






