Jahresempfang der Stadt Arnsberg mit zahlreichen Highlights

Die Ver­an­stal­tung stand unter dem Mot­to „Stadt der Viel­falt – Gemein­sam inklu­siv den­ken“. Gemäß die­sen Mot­tos rahm­ten die Ver­lei­hung des 2. Inklu­si­ons­prei­ses und des Arns­ber­ger Demo­kra­TIERs als beson­de­re High­lights den Emp­fang ein. (Stadt Arnsberg)

Arns­berg. Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag, 11. Janu­ar 2026, begrüß­te die Stadt Arns­berg im Rah­men des tra­di­tio­nel­len Jah­res­emp­fan­ges wie­der mit zahl­rei­chen Gäs­ten aus der Stadt­ge­sell­schaft das neue Jahr 2026. Die Ver­an­stal­tung, die den Teilnehmer:innen vie­le abwechs­lungs­rei­che Pro­gramm­punk­te bot, stand unter dem Mot­to „Stadt der Viel­falt – Gemein­sam inklu­siv den­ken“. Gemäß die­sen Mot­tos rahm­ten die Ver­lei­hung des 2. Inklu­si­ons­prei­ses und des Arns­ber­ger Demo­kra­TIERs als beson­de­re High­lights den Emp­fang ein. Für tol­le musi­ka­li­sche Unter­hal­tung sorg­te die Band „The Inclu­si­ons“ von der Musik­schu­le Hochsauerlandkreis.

Rund 300 Gäste im Sauerland-Theater

Im Arns­ber­ger Sau­er­land-Thea­ter begrüß­te Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner rund 300 Gäs­te. In sei­ner Rede blick­te er zunächst auf das Jahr 2025 zurück, das die Gesell­schaft – wie auch die Vor­jah­re – vor zahl­rei­che Her­aus­for­de­run­gen gestellt habe. Zugleich sei in die­sem Jahr aber auch deut­lich gewor­den, dass die Arns­ber­ger Stadt­ge­sell­schaft zusam­men­hält und vie­les erreicht hat. So sei das Jahr 2025 von beson­ders vie­len High­lights geprägt gewe­sen, dar­un­ter das 50-jäh­ri­ge Jubi­lä­um der Kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung, die Mini­golf-WM sowie auch die Etap­pe der Deutsch­land­tour in Arnsberg.

Investitionen in wichtige Zukunftsbereiche

Neben die­sen her­aus­ra­gen­den Ereig­nis­sen war das Jahr 2025 in der Stadt Arns­berg von zahl­rei­chen wich­ti­gen Inves­ti­tio­nen bestimmt, die Ralf Paul Bitt­ner in sei­ner Rede näher auf­schlüs­sel­te: Inves­tiert wor­den sei ins­be­son­de­re in die Berei­che Schu­len und Kitas, Schwim­men ler­nen und Sport, Rad­ver­kehr und Infra­struk­tur sowie in den Bereich Sicherheit.

Finanzen bleiben zentrale Herausforderung

Auch 2026 sei das The­ma „Finan­zen“ natür­lich grund­le­gend für die Stadt, so Bitt­ner: Vor dem Hin­ter­grund stei­gen­der Kos­ten und zugleich wach­sen­der Auf­ga­ben sähen sich alle Kom­mu­nen mit einem engen finan­zi­el­len Spiel­raum kon­fron­tiert. Die­ser erfor­de­re es, kla­re Prio­ri­tä­ten zu set­zen. Die Stadt Arns­berg kom­me die­ser Ver­pflich­tung nach und inves­tie­re im Jahr 2026 in ver­schie­de­ne Vor­ha­ben – als Bei­spie­le führ­te der Arns­ber­ger Bür­ger­meis­ter die Fer­tig­stel­lung des Neu­baus der Ret­tungs­wa­che Arns­berg, den Abschluss der Sanie­rung des Sta­di­ons Gro­ße Wie­se, die Umge­stal­tung des Engel­bert­plat­zes sowie die Fer­tig­stel­lung des Pro­jek­tes „Rat­haus-Sanie­rung“ samt neu­em Bür­ger­zen­trum an. Zahl­rei­che wei­te­re der ins­ge­samt rund 150 par­al­lel lau­fen­den Bau­pro­jek­te in der Stadt wür­den natür­lich eben­falls fort­ge­führt, so Bittner.

Demokratieförderung als Schwerpunkt

Einen Fokus leg­te der Arns­ber­ger Bür­ger­meis­ter in sei­ner Rede auf das The­men­feld „Demo­kra­tie­för­de­rung“: Die Arns­ber­ger Wochen gegen Ras­sis­mus – für Demo­kra­tie 2025 sei­en ein her­aus­ra­gen­des Pro­jekt gewe­sen, beton­te Bür­ger­meis­ter Bit­ner. Auch 2026 stel­le die Stadt Arns­berg gemein­sam mit vie­len enga­gier­ten Partner:innen aus dem Stadt­ge­biet die Ver­an­stal­tungs­rei­he wie­der auf die Bei­ne – vom 16. bis zum 29. März dre­he sich dann alles rund um das Mot­to „100 Pro­zent Menschenwürde“.

Auch dar­über hin­aus sei das The­ma Demo­kra­tie im Jahr 2026 von grund­le­gen­der Bedeu­tung, so Bitt­ner: Die Stadt Arns­berg lobe in die­sem Jahr erst­mals einen „Preis für Demo­kra­tie“ aus, der dazu bei­tra­gen soll, das demo­kra­ti­sche Bewusst­sein in der Stadt­ge­sell­schaft zu stär­ken und das fried­li­che und offe­ne Mit­ein­an­der der Men­schen in Arns­berg gezielt zu för­dern. Der neue Preis wer­de erst­mals im Rah­men des Jah­res­emp­fan­ges 2027 verliehen.

DemokraTIER als Symbol für Kinderinteressen

Eines der High­lights des Jah­res­emp­fan­ges in die­sem Zusam­men­hang war die Ver­lei­hung des soge­nann­ten „Demo­kra­TIERs, Glücks­brin­ger und Sym­bol­fi­gur in einem, das die Inter­es­sen der Kin­der sicht­bar nach außen ver­tre­ten soll. Die Idee des Demo­kra­TIERs ist eben­so ein­fach wie effek­tiv: Das Demo­kra­TIER beglei­tet den Arns­ber­ger Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner bei ver­schie­de­nen Ter­mi­nen – und es kommt auch bei ande­ren Ver­an­stal­tun­gen und Anläs­sen in den Ein­satz, immer dann, wenn es um wich­ti­ge The­men der Kin­der geht. Auf die­se Wei­se soll das Demo­kra­TIER dazu bei­tra­gen, die Demo­kra­tie in Arns­berg leben­dig, bunt und kind­ge­recht zu hal­ten. Das Ziel: Die Inter­es­sen der jun­gen Gene­ra­ti­on noch stär­ker in das Zen­trum aller zu stellen.

Für die Erstel­lung des Demo­kra­TIERs hat­te 2025 ein stadt­wei­ter Krea­tiv­wett­be­werb unter Arns­ber­ger Grund­schu­len und der städ­ti­schen För­der­schu­le statt­ge­fun­den. Dabei waren ins­ge­samt zwölf Ent­wür­fe von den teil­neh­men­den Schu­len ein­ge­reicht worden.

Das von den teil­neh­men­den Schü­le­rin­nen und Schü­lern letzt­lich als Sie­ger aus­ge­wähl­te Pro­jekt zeigt eine lie­gen­de Kat­ze mit Flü­geln, ent­wor­fen von der Schü­le­rin Nico­le Block aus der Klas­se 4a der städt. Gemein­schafts­grund­schu­le „Rote Schu­le“ in Neheim.

Feierliche Ehrung der Gewinnerin

Die Gewin­ne­rin wur­de im Rah­men des Emp­fan­ges fei­er­lich durch ver­schie­de­ne Akteur:innen geehrt: Wäh­rend Esther von Kucz­kow­ski, Lei­te­rin des städ­ti­schen Dezer­na­tes Bil­dung | Kul­tur | Sport, das Pro­jekt und des­sen Ziel­set­zun­gen vor­stell­te, nah­men an der Ehrung auch Julia Teas­da­le und Micha­el Froe­bus sowie Dr. Pau­lus Decker (Mit­glie­der des Ideen geben­den Bürger:innenrates 2024), Thek­la Bock-Wei­ters­ha­gen (Schul­lei­tung Rote Schu­le) und Mein­olf Pad­berg (Pro­jekt­lei­ter an der Roten Schu­le) teil.

„Wir hof­fen, dass wir mit die­sem tol­len und weg­wei­sen­den Pro­jekt die Demo­kra­tie­kom­pe­tenz und das­In­ter­es­se der Kin­der fürun­se­re Stadt­ge­mein­schaft gestärkt haben. Denn wenn das Demo­kra­TIER u.a. bei Ter­mi­nen des Bür­ger­meis­ters dabei ist, ent­steht dadurch eine direk­te Ver­bin­dung zu den Kin­dern unse­rer Stadt, die hier ganz klar sehen: Unse­re The­men wer­den mit­ge­dacht – denn das sym­bo­li­siert das Demo­kra­TIER auf bild­li­che und anspre­chen­de Wei­se“, so Esther von Kuczkowski.

Zweiter Inklusionspreis der Stadt Arnsberg verliehen

Und noch eine Preis­ver­ga­be stand im Zen­trum des Jah­res­emp­fan­ges: Die Ver­ga­be des 2. Inklu­si­ons­prei­ses der Stadt Arns­berg gemein­sam mit der Stif­tung Amt Hüs­ten, die von Ste­fa­nie Bier­wa­gen von der städ­ti­schen Fach­stel­le für Behin­der­ten­hil­fe und Inklu­si­on mode­riert wurde.

In die­sem Zusam­men­hang beson­ders her­vor­zu­he­ben ist die Anspra­che von Simo­ne Till­mann vom Cari­tas­ver­band Arns­berg-Sun­dern, die als Werk­statt­lei­te­rin für den The­men­be­reich Päd­ago­gik zustän­dig ist, und als Red­ne­rin den Gäs­ten des Emp­fan­ges einen tie­fen Ein­blick in ihre Arbeit und das The­ma Inklu­si­on gewähr­te. Was bedeu­tet Inklu­si­on  ganz kon­kret für die Men­schen, die in den Werk­stät­ten arbei­ten? Um zu die­ser Fra­ge aktu­el­le Ant­wor­ten zu erhal­ten, hat Frau Till­mann mit den Men­schen gespro­chen – ihre Ant­wor­ten waren so viel­fäl­tig wie die Men­schen selbst, hat­ten aller­dings eine ent­schei­den­de Gemein­sam­keit, so Till­mann: „Sie wün­schen sich von Her­zen, gese­hen zu wer­den, gehört – und vor allem: wert­ge­schätzt zu werden.“

Der Inklu­si­ons­preis, der im Rah­men des Jah­res­emp­fan­ges ver­ge­ben wur­de, dient genau die­sem Ziel: Das Bewusst­sein der Men­schen für die­se wich­ti­ge The­ma­tik – die gleich­be­rech­tig­te Teil­ha­be aller Men­schen am gesell­schaft­li­chen Leben – zu schär­fen und ein „Arns­berg für ALLE“ zu schaf­fen, in dem jede und jeder gleich­be­rech­tigt am gesell­schaft­li­chen Leben teil­ha­ben kann.

Folgende Preisträger:innen wurden infolgedessen im Rahmen des Jahresempfanges ausgezeichnet:

Platz 3: Theater Teatron – Trotz allem Tanzen

Das Thea­ter Teatron macht es sich immer wie­der neu zur Auf­ga­be, über die Medi­en Thea­ter, Tanz, Spra­che und Gesang, mit viel Krea­ti­vi­tät Men­schen eine Büh­ne zu geben, wel­che sonst oft nicht im Mit­tel­punkt der Auf­merk­sam­keit ste­hen. So auch im Pro­jekt „Trotz allem Tan­zen“, in dem sich im Jahr 2025 eine Grup­pe von Men­schen zusam­men­ge­fun­den hat, die im Leben mit beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen kör­per­li­cher, kogni­ti­ver oder men­ta­ler Art kon­fron­tiert sind. Sie zei­gen im Stück ihren Blick auf die Stadt Arns­berg. Sie sehen das Arns­berg der Zukunft als eine Stadt, wel­che alle Men­schen wert­schätzt und durch ihre Struk­tu­ren allen Men­schen ein gleich­be­rech­tig­tes Leben ermög­licht. Die­ses Stück hat­te im Okto­ber 2025 sei­ne Urauf­füh­rung und wird 2026 erneut im Pro­gramm sein.

Platz 3: Nettwerk Alltagsassistenz

Das Nett­werk All­tags­as­sis­tenz bie­tet zum einen ein stän­di­ges Ange­bot an Unter­stüt­zung für Fami­li­en mit Kin­dern mit Behin­de­run­gen. Zum ande­ren – und das ist wirk­lich neu und prämierenswert‑, eine stun­den­wei­se Feri­en­be­treu­ung für Kin­der mit Behin­de­run­gen auch im 1:1 Set­ting. Im Som­mer 2025 wur­de die­ses Ange­bot erst­mals durchgeführt.

Platz 2: Initiative Oeventrop – Rollstuhlkarussell und Kommunikationstafel auf dem Spielplatz „Oase“ Oeventrop

Kind­li­che Neu­gier, sozia­le Empa­thie und die Lust, den ande­ren unein­ge­schränkt und ohne Bar­rie­ren ken­nen­ler­nen zu wol­len, sind Eigen­schaf­ten bei Kin­dern, wel­che es ihnen leicht­ma­chen, Inklu­si­on selbst­ver­ständ­lich zu leben. Die Grund­stei­ne für eine wert­schät­zen­de Hal­tung, Respekt und Akzep­tanz des Ande­ren in sei­ner Ein­zig­ar­tig­keit wer­den in der Kind­heit gelegt. Des­halb hat die Initia­ti­ve Oeven­trop mit Unter­stüt­zung der Tech­ni­schen Diens­te der Stadt Arns­berg auf dem Spiel­platz „Oase“ viel mehr getan, als „nur“ ein Roll­stuhl­ka­rus­sell finan­ziert und auf­ge­stellt. Sie haben einen beson­de­ren Ort geschaf­fen. Einen Ort, an denen Kin­der durch Begeg­nung mit dem Ande­ren Inklu­si­on leben

Platz 1: TTV Neheim – Para- und Parkinsontischtennisgruppe

Die Grup­pe umfasst inzwi­schen 27 Mit­glie­der, davon der größ­te Teil von einer Para­ple­gi­ker- bzw. Par­kin­son-Behin­de­rung betrof­fen. Doch davon ist beim Trai­ning nichts zu spü­ren. Es geht um den Sport und das gesel­li­ge Mit­ein­an­der, inner­halb und außer­halb der gemein­sa­men Trai­nings- und Wett­kampf­aben­de. Auf­grund die­ser vor­bild­li­chen Hal­tung und der geleb­ten Inklu­si­on hat die Jury der Para- und Par­kin­son­tisch­ten­nis­mann­schaft des TTV Neheim den 1. Platz des Inklu­si­ons­prei­ses der Stadt Arns­berg und der Stif­tung Amt-Hüs­ten zuerkannt.

Die Lau­da­ti­en zur Ver­lei­hung des Inklu­si­ons­prei­ses wur­den gehal­ten von Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner und Ildi­kó von Ket­te­ler-Boe­se­la­ger, Ver­tre­te­rin der Stif­tung Amt Hüsten.

Beson­ders stim­mungs­voll war die musi­ka­li­sche Unter­ma­lung der Ver­an­stal­tung durch das inklu­si­ve Ensem­ble „The Inclu­si­ons“ der Musik­schu­le Hoch­sauer­land­kreis. Die Band setzt sich aus ver­schie­de­nen Men­schen zusam­men, die, unab­hän­gig von ihren Vor­er­fah­run­gen, mit und ohne Behin­de­rung zusam­men spie­len – das Ergeb­nis sind star­ke Musik­stü­cke, die die Gäs­te des Emp­fan­ges in ihren Bann zogen.

 

 

 

 

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