Arnsberg. Die Sicherheit Europas steht unter Druck. Von der einen Seite greift ein aggressives imperialistisches Russland unter Putin die Grundprinzipien von staatlicher Souveränität und territorialer Integrität rücksichtslos an. Die andere Herausforderung kommt aus dem Westen selbst in der Gestalt, dass sich die USA unter Donald Trump nicht nur als Schutzmacht Europas zurückziehen, sondern gleich sämtliche Säulen der liberalen regelbasierten Weltordnung in Frage stellen. Für die Europäer, die sich im Kalten Krieg neben ihren eigenen konventionellen Verteidigungsfähigkeiten auf die schützende Hand der Amerikaner verlassen hatten und dies selbst in Zeiten von Kooperation und Verflechtung mit Russland nach 1989/90 weiterhin taten, bedeutet diese Entwicklung einen tiefgreifenden Bruch mit ihrem sicherheitspolitischen Selbstverständnis. Forderungen nach strategischer Autonomie der EU, wie sie seit geraumer Zeit unbeantwortet vor allem aus Frankreich zu hören sind, und die Befreiung aus Abhängigkeiten von anderen Mächten gewinnen schlagartig an Relevanz.
Vortrag zur sicherheitspolitischen Lage Europas
Vor dem Hintergrund dieser Fragen lädt die vhs Arnsberg/Sundern ein zu einem Vortrag mit Enrico Liedtke. Er ist Referent für Geo- und Sicherheitspolitische Fragen in Haus Rissen in Hamburg. Liedtke wird diskutieren, welche Optionen den Europäern offenstehen und welche Schritte jetzt in Eigenverantwortung zu gehen sind. Ebenso wird er sich damit beschäftigen, welche materiellen und politischen Konsequenzen daraus zu ziehen sind.
Termin und Anmeldung
Der Vortrag mit der Nr. 100–020 findet statt am Montag, 19. Januar 2026 ab 18.30 Uhr im Peter-Prinz-Bildungshaus in Arnsberg (Ehmsenstr. 7). Anmeldungen sind möglich telefonisch (02931.13464), per Mail (vhs@vhs-arnsberg-sundern.de) oder im Internet unter www.vhs-arnsberg-sundern.de.











