
Arnsberg. Anfang August 2025 übernahm Dr. med. Katrin Deschka die chefärztliche Leitung der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im Alexianer Klinikum Hochsauerland am Standort Karolinen-Hospital. Sie trat die Nachfolge von Dr. med. Hartwig Schnell an, der sich nach 29-jähriger Tätigkeit als Chefarzt in den wohlverdienten (Un-) Ruhestand verabschiedete. Rund 150 Tage nach ihrem Start zieht Dr. Deschka nun eine erste positive Bilanz.
Erfolgreicher Start mit klaren Zielen
„Ich bin in Arnsberg mit offenen Armen empfangen worden und habe eine gut ausgestattete Klinik mit einem breiten medizinischen und endoskopischen Leistungsspektrum übernommen“, resümiert Dr. Deschka. Die ersten Wochen nutzte die neue Chefärztin intensiv für Gespräche mit Mitarbeitenden aller Berufsgruppen, um interne Abläufe und vorhandene Ressourcen zu analysieren. Der gemeinsame Fokus: Prozesse dort weiter zu optimieren, wo Patientinnen und Patienten dies unmittelbar spüren, etwa durch schnellere Terminvergaben und Aufnahmen sowie möglichst reibungslose Abläufe während des stationären Aufenthalts.
Fokus auf Patientenorientierung und Strukturverbesserungen
Ein konkretes Ergebnis dieser ersten Monate ist die verstärke Nutzung sogenannter Hybrid-DRGs. Diese ermöglichen es, notwendige Kontrolluntersuchungen nach bestimmten stationären Behandlungen – etwa bei Erkrankungen der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse oder des Magen-Darm-Trakts – zunehmend ambulant durchzuführen. „Für unsere Patientinnen und Patienten ist das ein großer Gewinn“, erläutert Dr. Deschka. „Die notwendige Aufklärung erfolgt bereits während des ersten Aufenthalts. Zur Kontrolle kommen sie später nur kurz zu uns und können anschließend wieder nach Hause gehen.“ Gleichzeitig schafft diese Struktur wichtige stationäre Kapazitäten für Patientinnen und Patienten mit akutem Behandlungsbedarf.
Erweiterte Verantwortung und neue Strukturen
Zusätzlich zu ihren Aufgaben im Karolinen-Hospital verantwortet Dr. Deschka die chefärztliche Leitung der Klinik für Allgemeine Innere Medizin am St.-Johannes-Hospital in Neheim. Beide internistischen Abteilungen agieren nun als standortübergreifende Fachklinik. Ziel dieser neuen Struktur ist eine noch engere Vernetzung internistischer Diagnostik und Therapien, die Bündelung allgemein-internistischer Behandlungsangebote in Neheim sowie die Fokussierung gastroenterologischer Schwerpunkte in Hüsten. Im Januar ist vorgesehen die Bettenanzahl in der inneren Abteilung zu erhöhen.
Strukturelle Weichenstellung mit persönlicher Handschrift
In ihrer neuen Rolle schätzt Dr. Deschka insbesondere die Möglichkeit, eigene Akzente zu setzen: „Ich bin ein sehr prozessorientierter Mensch und freue mich, Strukturen und Abläufe auf den Prüfstand zu stellen und entsprechend anpassen zu können, dies natürlich immer im engen Austausch mit meinem Team.“ Diese kollegiale Haltung zeigt sich auch in ihrem Führungsstil: Präsent, ansprechbar, teamorientiert. „Ich möchte bei unseren Patienten und meinen Mitarbeitern Präsenz zeigen und tauche in allen Bereich meiner Klinik auf, von der Endoskopie bis zu den Stationen“, sagt Dr. Deschka. Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen im Haus steht in ihrem Fokus und sie versucht durch den direkten Kontakt in die jeweiligen Abteilungen hier neue Akzente zu setzen und die Thematik „INTERDISZIPLINARITÄT“ mit Leben zu füllen.
Blick nach vorn: Vernetzung und Weiterbildung im Fokus
Auch für die kommenden Monate hat Dr. Deschka klare Ziele. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem weiteren Ausbau der Vernetzung, sowohl innerhalb des Klinikverbunds als auch mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Erste Praxisbesuche hat sie bereits absolviert, weitere Kontakte werden derzeit intensiviert.
Ein Herzensanliegen bleibt zudem die Förderung des medizinischen Nachwuchses. Ein strukturiertes Weiterbildungskonzept für Assistenzärztinnen und ‑ärzte befindet sich bereits in Planung.
Dank an das Team
Ihr persönliches Fazit nach 150 Tagen fällt rundum positiv aus: „Es war eine intensive und sehr produktive Zeit, mit vielen Aha-Momenten. Besonders dankbar bin ich für die Offenheit, das Engagement und die Unterstützung meines Teams. Ich bin nicht allein: Team – das sind wir alle gemeinsam. Es gibt noch viel zu tun bei inhaltlich wichtigen Themen, wo es heißt zusammen zu rücken und Gas zu geben, es bleibt also sportlich“.








