Stadt Sundern organisiert Betreuung des Stadtwaldes neu

 Neue Struk­tur für den Stadt­wald in Sun­dern: (v.l.) Rai­ner Wolf (Wald und Holz NRW, Förs­ter für Sundern/Langscheid), Patri­cia Plebs (Abtei­lungs­lei­te­rin Grund­stü­cke, Gebäu­de und Forst der Stadt Sun­dern), Jens Hückel­heim (Wald und Holz NRW), Lean­dra Som­mer (Wald und Holz NRW, Förs­te­rin für Allendorf/Hagen) und Mar­tin Hoff­mann (Wald und Holz NRW, Förs­ter für Endorf). (Foto: Stadt Sundern)

Sun­dern. Die Stadt Sun­dern stellt die Betreu­ung ihres Stadt­wal­des neu auf. Künf­tig wird kein exter­ner Dienst­leis­ter mehr als Stadt­förs­ter ein­ge­setzt. Statt­des­sen über­neh­men regio­na­le Forst­be­triebs­ge­mein­schaf­ten die Beförs­te­rung des rund 1014 Hekt­ar gro­ßen Waldes.

Zusammenarbeit mit regionalen Forstbetriebsgemeinschaften

Forst­be­triebs­ge­mein­schaf­ten sind Zusam­men­schlüs­se von Wald­be­sit­zern, die gemein­sam die nach­hal­ti­ge und wirt­schaft­li­che Bewirt­schaf­tung ihrer Flä­chen orga­ni­sie­ren. Sie arbei­ten regio­nal und ver­fü­gen über eige­nes Fach­per­so­nal. Der Stadt­wald ver­teilt sich auf die Zustän­dig­keits­be­rei­che der drei Forst­be­triebs­ge­mein­schaf­ten Allendorf/Hagen, Sun­dern und Endorf, in denen die Stadt bereits Mit­glied ist.

Stadt prüfte mehrere Modelle

Vor der Ent­schei­dung prüf­te die Ver­wal­tung ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten der Wald­be­wirt­schaf­tung. Neben den Kos­ten wur­den auch die Ver­füg­bar­keit von qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal, orga­ni­sa­to­ri­sche Anfor­de­run­gen, forst­ho­heit­li­che Auf­ga­ben sowie der zusätz­li­che Bedarf an Ver­wal­tungs­stel­len und Fahr­zeu­gen berücksichtigt.

Wirtschaftlichkeit und geringeres Ausfallrisiko

Nach Anga­ben der Stadt erwies sich die Betreu­ung über die Forst­be­triebs­ge­mein­schaf­ten als wirt­schaft­lichs­te Lösung. Ein wich­ti­ger Fak­tor war dabei das gerin­ge­re Risi­ko von Per­so­nal­aus­fäl­len. Bei einer inter­nen Lösung müss­te für Urlaubs‑, Krank­heits- oder Fort­bil­dungs­zei­ten eine ver­läss­li­che Ver­tre­tung orga­ni­siert wer­den. Durch die Zusam­men­ar­beit mit den Gemein­schaf­ten sei die­se dau­er­haft sichergestellt.

Viele junge Bestände nach Schäden im Wald

Nach Sturm­schä­den, Tro­cken­pe­ri­oden und Bor­ken­kä­fer­be­fall weist der Stadt­wald der­zeit einen hohen Anteil an jun­gen Bestän­den auf. Je nach Baum­art dau­ert es etwa 80 bis 100 Jah­re, bis Bäu­me ihre Hiebs­rei­fe errei­chen und wirt­schaft­lich genutzt wer­den können.

Wiederaufforstung bleibt zentrale Aufgabe

In den kom­men­den Jah­ren soll der Schwer­punkt daher auf der Wie­der­auf­fors­tung geschä­dig­ter Flä­chen lie­gen. Die jun­gen Kul­tu­ren müs­sen gepflegt und geschützt wer­den, damit lang­fris­tig sta­bi­le und wider­stands­fä­hi­ge Wald­flä­chen entstehen.

Investition in die Zukunft des Waldes

Lang­fris­tig sieht die Stadt in der nach­hal­ti­gen Bewirt­schaf­tung eine Inves­ti­ti­on in kom­men­de Gene­ra­tio­nen und in die Ent­wick­lung eines kli­ma­re­si­li­en­ten Stadtwaldes.

 

 

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