
Sundern. Der Sunderner Ratsherr und ehemalige SPD-Bürgermeisterkandidat Ralph Weber ist mit sofortiger Wirkung aus der SPD-Fraktion ausgeschieden. Das geht aus einer E‑Mail von Bürgermeisterin Dr. Jacqueline Bila an die Fraktionsvorsitzenden hervor, die dem Blickpunkt vorliegt.
Weber will Ratsmandat weiterhin wahrnehmen
Nach Angaben der Bürgermeisterin hat Weber sie entsprechend über seinen Schritt informiert. Gleichzeitig erklärte Weber demnach, dass er sein Ratsmandat weiterhin wahrnehmen und seine Arbeit im Rat sowie in den Ausschüssen sachorientiert fortführen wolle. Gründe für den Austritt aus der SPD-Fraktion wurden in der Mitteilung nicht genannt.
Bila wünschte den Fraktionen für das neue Jahr eine konstruktive, respektvolle und lösungsorientierte Zusammenarbeit im Interesse der Stadt.
Hintergrund: Öffentliche Debatten innerhalb der SPD
Der Schritt erfolgt nach einer Phase, in der es innerhalb der Sunderner SPD bereits öffentlich wahrnehmbare Diskussionen gegeben hatte. So kritisierten SPD-Mitglieder in einem öffentlich einsehbaren Kommentar unter einem Blickpunkt-Beitrag die personellen Entscheidungen der neu gewählten SPD-Fraktion und thematisierten dabei ausdrücklich auch Ralph Weber.









Eine Antwort
Wer seinen Austritt aus der Fraktion ernst meint, sollte auch die politische Konsequenz ziehen und sein Ratsmandat niederlegen. Mit diesem Schritt hat Herr Weber nicht nur der bisherigen Fraktion erheblichen Schaden zugefügt, sondern auch seiner eigenen Partei. Ein solches Vorgehen ist politisch nicht verantwortbar und untergräbt das Vertrauen in die gemeinsame Ratsarbeit.